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Regatta mit Hindernissen

Auf zur Wohlenberger Wiek! Auch im Jahr 2017 hatten wir den Entschluss gefasst, trotz des zu engen Regattakalenders dieses tolle Revier nach 2016 wieder aufzusuchen. Fazit wie 2016:
Ein tolles Revier, ein toller Veranstalter, ein toller Segeltag!

Aber natürlich terminlich äußerst schwierig, wer kann schon, so gerne wie man es machen würde, jedes Wochenende zum Segeln auf die Piste gehen… ZINGST – Rund Hiddensee –  Kiel – Boltenhagen – Warnemünde – Peenemünde. Da hängt dann bei dieser Vielsegelei möglicherweise so mancher Haussegen etwas schief. Und einen Groschen kostet es ja auch. Ja lieber Veranstalter, erhört doch die Mehrheit der Segler und startet einen Versuch in der etwas toten Zeit im Mai. Uns ist es im Mai auch nicht kalt, wir haben gute Klamotten und außerdem sind die meisten norddeutsch hart, es soll sogar welche geben, die auch im Winter segeln… Also geht mal in euch.

Unsere Bestatzung: Hansi am Quirl, Volker am Besan, Carsten am Groß, Walter an der Genua, Tüdel am Spi und Mario von der „Ambrosius“ im Vorschiff. Wir reisten dieses Mal alle am Sonnabend an. Von Walter sind wir das ja gewohnt, ihr wisst schon, wegen der Versorgung der Rundselbürger der Rundselhauptstadt der Welt, die da Teterow heißt, und alle anderen hatten auch so ihr Tun. In Güstrow fand ja z.B. das „Silberne Beil“ der Piratenklasse statt.

05:00 Uhr: Raus aus den Federn (Carsten), rinn in den See, Wetter stürmisch wie im Vorjahr, kleines Frühstück.

05:45 Uhr: Volker holt mich vom See ab.

06:30 Uhr: Anruf von Hansi: Stehe Rastplatz Fuchsberg Reifenpanne, Tüdel ist schon mit dem Kutter durch, fährt vor mir.

06:35 Uhr: Wir besuchen Hansi auf Rastplatz Fuchsberg. Kurzes Meeting: Hansi hatte den ADAC gerufen, nein die wollten ihn nicht mit dem Hubschrauber nach Boltenhagen fliegen, die wollten sein Auto reparieren. Profilteile waren aus dem Reifen vorne links herausgeflogen, vom Reserverad passten die Radbolzen der Alufelgen nicht (alles dieser niemodsche Kram … das hat man nun davon!) Wir beschließen weiter zu fahren, Kutter aufzubauen.

07:10 Uhr: Ankunft in  Boltenhagen, Tüddel wartet schon, wir bauen den Kutter auf, Mario von der „Ambrosius“ stößt zu uns. Wir nehmen zweites Frühstück ein.

07:50 Uhr: Anruf Hansi - er wurde abgeschleppt, steht jetzt in Wismar, Reifen wird gewechselt, sollte mit Anreise noch klappen. Dort soll Fete im Autohaus stattfinden, da werden Erinnerungen an Stenkelfeld wach… hoffentlich kommt Hansi da noch rechtzeitig weg…

08:30 Uhr: Anruf Hansi: Auto fertig, wird gegen 09:00Uhr eintreffen. Steuermannsbesprechung soll um 09:00 Uhr sein, passt. Wir sind mit dem Aufriggen und Segelanschlagen fertig

09:00 Uhr: Steuermannsbesprechung zieht sich hin.

09:10 Uhr: Hansi trifft ein, freu freu….damit sind wir komplett, denn Abwerbeversuche unsererseits von potentiellen Kadern klappten nicht…

09:15 Uhr: Steuermannbesprechung beginnt. Neun Kutter sind am Start, könnten mehr sein. Der Röhrende Hirsch von Kiel ist Wettfahrtleiter, Mädchen für alles, vielleicht auch der Retter des Wohlenberger Wiek Pokals? Wortgewaltig wie gewohnt werden die Infos rübergebracht -  Up and down, Flaggen sind nicht alle vorhanden, Startverfahren etwas anders, Frühstart wird auf Zuruf geregelt, Start soll gegen 11:00 Uhr sein…liebe Leute, auch in der Kutterklasse ZK 10 sollten wir doch versuchen niveauvolle Regattadurchführungen zu organisieren. Vielleicht sollte der Landesverband zwei Flaggensätze zu kaufen plus Motobootsatz, diese werden dann weitergereicht, bessere Tröten usw. Außerdem sollten Schulungen organisiert oder besucht werden. Vielleicht kann man sich da auch mit dem Landesseglerverband kurzschließen und zusammenarbeiten…

09:30 Uhr: Slippen Kutter, takeln auf

10:00 Uhr: Ablegen

10:15 Uhr: Stellen fest, dass wir die Genua falsch angeschlagen haben, Einrollsystem klappt nicht, Fock ist nicht richtig durchsetzbar, nicht änderbar…shit, müssen so segeln, weil Umtakeln bei diesen Starkwinden nicht möglich - weiteres Handicap…Vertrauen ist gut Kontrolle ist besser, zehrt doch etwas an den Nerven.

11.10 Uhr: 1.Start - Zwei Mal up and down, Südwest 4 Bft auffrischend. Kommen gut weg. „Cutty Sark“ mit Frühstart, sie belegen im Ziel Platz sieben! An BM 1 sind wir vorne, hinter uns „Zuarin“ und „Ösfass“. So ist auch der Zieleinlauf. Die „Zuarin“ hat auf den achterlichen Kursen einen unwahrscheinlichen Speed, Hut ab! Wir kämpfen mit unseren kleinen Handicaps, die die Manöver etwas träge aussehen lassen. Gefühlt noch viel schlimmer!

12:05 Uhr: Dem „Ösfass“ bricht in der kurzen Segelpause der Schäkel vom Piekfall des Groß. Sie reparieren das auf See tolle Leistung, nötigt Respekt ab, vor allen Dingen das Fall wieder einzufangen, aber es klappt. Sie kommen etwas zu spät zum 2. Start und werden aber noch vierter - Zwei Mal up and down, Südwest 4 bis 5 Bft weiter auffrischend. Windrichtung gleich bleibend. Souveräner Start - Ziel Sieg von „Cutty Sark“, vor uns, den wir uns aber erkämpfen müssen, denn nach der Startkreuz waren wir auch nicht dolle. Leestart ist meist besser, Startlinie begünstigt das. Den dritten Platz ersegelt „Zuarin“.

13:15 Uhr: 3. Start - Zwei Mal up and down, Südwest 4 bis 5 Bft in Böen mehr, kommen besch…. Weg, Frühstart, müssen zurück, holen stark auf, nach erster Runde wird auf Zielschiff blau gesetzt. Ziel: Merkwürdig, gibt es eigentlich lt. WR nicht, aber bei dieser ohnehin etwas katastrophalen Signalgebung, warum nicht…. Retten uns auf Platz drei ins Ziel, erster wieder „Cutty Sark“, 2. „Kuddel“. Diese Wettfahrt wird dann aber zum Leidwesen von „Cutty Sark“ annuliert, da eben falsche Signalgebung.

14:30 Uhr: 4.Start, Zwei Mal up and down, Südwest Tendenz westlicher, 5 Bft in Böen bis 6. Wir kommen wieder bescheiden weg. Erwischen die falsche Seite und können uns nicht mehr erholen. Es gewinnt souverän das „Ösfass“ vor der „Zuarin“ und der „Endeavour“, die sich harte Kämpfe liefern aber letzlich „Zuarin“ von seinem achterlichen Speed profitiert. 4. wird die „Cutty Sark“ und 5. wir, die „Teamwork“.

15:30 Uhr: 5.Start - nach Zieldurchgang der 4.Wettfahrt fährt „Cutty Sark“ an Land. Bandscheibenvorfall eines Besatzungsmitglieds, wie wir später erfahren. Shit, denn eigentlich hatten sie diese Regatta bis hierhin doch beherrscht. „Kuddel“ hatte schon vorher abgedreht, wir wissen nicht warum. Zwei Mal up and down, Südwest 5 Bft in Böen bis 7, Segeln manchmal nur mit Besan und Genua, Groß muss oft gefiert werden, dann klappert das ganze Rigg, macht den Kutter auf der Kreuze langsam und abdriftig. Die Böenfronten haben es in sich. Wir kommen an BM 1 an und lassen sie statt Bb StB liegen, weiß gar nicht wie es dazu kam. Im Pulk müssen wir uns freisegeln. Kommen wieder an BM an, da sind die anderen schon an BM 2. Hansi rechnet, nicht aufholbar, Material leidet doch arg, Wind nimmt weiter zu, wir fahren in den Hafen. Entscheidung steht. Damit können wir den weiteren Verlauf der Wettfahrt nicht sehen. Zieleinlauf: 1. „Endeavour“ 2. „Zuarin“ 3. „Kreihnsdörp“ 4. „Ösfass“

16:00 Uhr: Erreichen Hafen, als wir am Slip sind bemerken wir, dass die WFL offensichtlich die geplante 6. Wettfahrt ausgesetzt hat. Kommt uns und anderen sicher zu Gute. Abtakeln, abriggen, slippen, verpacken, abplanen, gerade geschafft, da fängt es richtig an zu regnen, Anlegertrunk.

16:30 Uhr: Uns erreicht frohe Kunde: Piet und Piet haben mit zwei ersten Plätzen und einem zweiten auf dem Inselsee Güstrow vorzeitig das Silberne Beil gewonnen. Glückwunsch!!! Nicht auszudenken, wenn die erst Kutter segeln, aber dann sind wir ja wohl durch…ODER AUCH NICHT!!! 

17:00 Uhr: Siegerehrung  - wird vorgenommen vom Allrounderschliekerthorsten, da hört sogar der Regen auf und die Sonne kommt strahlend hervor…ja, der Thorsten der kann das! Jeder teilnehmende Kutter wird geehrt. Toll wieder die Leistung des überwiegend mit Kindern und Jugendlichen besetzten Kutters „Snow White“ aus Hamburg. Wir lassen drücken unsere Anerkennung- und Bewunderung mit einemdreifachen „Kutter geil!“ aus. Alle Teilnehmer erhalten honorige und tolle Preise.

Der Sieger wie auch der kleinen Nele an Bord des Siegers der „Zuarin“ aus Schwerin mit Steuermann Christian Wandel und eingeschlossen der Dank an den Veranstalter wird durch die Gemeinde der Kutter mit einem dito dreifachen „Kutter geil!“ geehrt und gedankt.

Das Ergebnis ist äußerst eng und lässt in dieser Saison noch weitere spannende Regatten erwarten. Jede Wettfahrt wurde von einer anderen Crew gewonnen. „Zuarin“ siegt ohne eine Wettfahrt zu gewinnen durch eine konstante Segelleistung, „Cutty Sark“ wird unter Wert geschlagen, sie hätten sicherlich als einzige Crew zwei erste eingefahren siehe nachstehende Punkte:
1. „Zuarin“ 6 Punkte
2. „Teamwork“ 8 Punkte
3. „Ösfass“ 8 Punkte
4.  „Endeavour“ 9 Punkte
5.  „Cutty Sark“ 12 Punkte
6. „Kreihnsdörp“ 14 Punkte
7. „Kuddel“ 18 Punkte
8. „Schnuppe“ 21 Punkte
9. „Snow White“ 24 Punkte

17:40 Uhr: Abfahrt

18:59 Uhr: Ankunft in Güstrow, rinn in den See, Regattaschweiß abgespült, runter zum Verein, Public Viewing „Americas Cup“ Wettfahrt sieben und acht anschauen, gemeinsam mit den auch geschlauchten Piratenseglern. Die Kiwis gewinnen die erste Wettfahrt, die zweite geht an die USA. Es kommt etwas Spannung auf, denn es steht jetzt 6:1. Am nächsten Tag sechs Matchbälle für die Kiwis. Fete läuft. Ja, so ein Segeltag hat es in sich.

Aufruf (stammt schon aus 2016):
Ihr Kutterer von nah und fern, ihr Anhänger der Rundselgemeinschaft, ihr Teamgeistliebhaber -  merkt auf:
Diese Regatta hat mehr Teilnehmer verdient und die Wohlenberger Wiek kann diese sogar in Mengen verkraften!
Dito sollte der Veranstalter den Terminkalender der Kutterer ein wenig entspannen – Danke!

Carsten von der „Teamwork“ – Crew

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