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Die Warnemünde Woche ist noch gar nicht ganz beendet, da wollen wir schon wieder in Peenemünde oder besser auf dem Greifswalder Bodden segeln. Da aber einige der Stammcrew andere Verpflichtungen haben und die Vielsegelei wohl auch an der Familiensphäre kratzt, vielleicht auch aneckt, mussten wir die Crew gravierend  umstellen. So wollten wir dieses Mal mit Tobias im Vorschiff, Sascha am Spi, Bernd an der Genua, Carsten am Ausguck, Uwe am Groß, Refa am Besan und Hansi als Skipper und Quirler segeln.

Hansi und ich (Carsten) reisten am Freitag etwas eher an und trafen so gegen 14:00 Uhr in Peenemünde ein. Bei der Hinfahrt kamen so arge Zweifel auf, ob die Insel noch viel mehr Autoverkehr überhaupt verkraften kann. Da bedarf es wohl intelligenterer  Lösungen für die Zukunft. Also ich wäre spontan für den Wiederaufbau der Eisenbahnbrücke in Karnin. Eisenbahn und einen tollen ÖPNV, viele kleine mietbare Elektroautos um von A nach B zu gelangen und sie dann dort an unter dem Strand liegenden Ladestationen stehen zu lassen und erreichbar mit einer sogenannten unterirdischen STRAUBA (Strandautobahn) und diversen unter dem Strand liegenden Parkplätzen (PASTRAKOS) mit Direktaufstieg in den Strandkorb oder die Sandburg (PASABUS) …na ja, dat wat wohl ganz schön düer… ja wedder son Klaukschieter, dorvon hebben wi all nog un bestemmt og to väl.  Denn jeden Tag im Sommer Dauerstau….da sind die Anwohner insbesondere, die die an den Zubringerstraßen liegen, zu bedauern. Yeah, so ist das.

Auch die Zufahrt nach Peenemünde hat sich in den letzten 15 Jahren aus meiner Sicht nicht verbessert. Aber wir wollen ja segeln und da ist es offensichtlich ja noch etwas staufreier. Nicht auszudenken wenn alle Menschen entdecken würden, dass Segeln doch die allerschönste Sportart ist…pssst nicht weitersagen, wir behalten das Insiderwissen für uns.

Hansi ist schon auf dem Gelände, Kutter fast fertig, fleißig, fleißig!!! Dabei habe ich ihn noch ein bisschen unterstützt. Dann per Trailer geslippt und am  Weststeg festgemacht. Aufgetakelt, Segel abgedeckt.

Es wurden 31 Kutter!!! erwartet, die auch tatsächlich alle anreisten. Toll! Der Platz ist da und der Marine – Regattaverein – Peenemünde 1990 e.V. als Gastgeber wuppt das gekonnt und mit großer Gelassenheit und Erfahrung.

Danach Quartier gemacht. So nach und nach trafen viele weitere Kutter mit doch erheblichen Anmarschwegen ein. Auch unsere Crew komplettierte sich mehr und mehr. Bernd traf am späten Nachmittag und Uwe am frühen Abend ein. Wir machten eine Zwischenmahlzeit mit dem üblichen Schwarzbrot, Schmalzfleisch, Speck und viel Zwiebel und Knobi. Lecker, nein oberlecker. Es wurde dann nicht nur eine Zwischenmahlzeit, es sättigte ungemein und unsere Körpergerüche sollen so manche Mücke und Mensch verscheucht haben.

Der Rest der Crew wurde gegen 21:00 Uhr erwartet, weil sie in anderen Verpflichtungen gebunden waren Sascha – Arbeit, Refa und Tobias – Training im Verein. Sie trafen dann gegen 21:30 Uhr ein. Crew versammelte sich am Bierwagen. Willkommenstrunk, danach, weil hundemüde, in die Koje. So bekamen ich und andere das Desaster, was sich dann nachts abspielte, nicht mehr mit.

Ich schlummerte selig und freute mich auf den nächsten Segeltag in für mich fast völlig unbekannten Gewässern. Vor allen Dingen würde ein neuer Segelort, ein neues Segelrevier meinen „Teamwork  on Tour“ Anhänger schmücken. Eigentlich das absolut Wichtigste bei diesem Ausflug nach Peenemünde.

Gegen 6.45 Uhr erwacht, Waschzeug geschnappt und ab zum Frischmachen. Hansi steht vor seinem Auto und sagt: „Ihr müsst euch zwei neue Mitsegler suchen, du musst steuern…!“ Mir schwant nichts Gutes - die Erklärung folgt auf dem Fuße. Sascha war am Abend völlig ohne Ankündigung umgefallen, war mit dem Kopf auf den Gehwegplatten aufgeschlagen und ohne Puls. Da Refa unsere Medizinfrau daneben stand konnte sie ihn sofort reanimieren. Er wurde dann in die Wolgaster Klinik gebracht. Michael Czisko Steuermann des „Ösfass“ vom Marine – Regattaverein – Peenemünde e.V. leitete die erforderlichen Benachrichtigungen ein und begleiteten Sascha ins Krankenhaus. Sie fuhren dann mit dem alle mit dem Taxi zurück. Hansi fühlte sich nicht im Stande den Tag zu segeln, nicht wissend wie die Diagnose lauten würde. Die sollte erst nach dem Wochenende am Montag erstellt werden. Verständlich. Auch wir waren alle geschockt und auch Gedanken des gar nicht Segelns kamen auf. Aber Hansi baute uns auf, von wegen der Kutter ist nun schon hier  und alles sind Segler und rotierte um eine/einen 6. Frau/Mann zu Shanghaiern.

Wir hatten nun mehrere Baustellen zusätzlich. Neben der in dieser Besetzung noch nie zusammen gesegelten Crew und eines noch gar nicht mit unserem Kutter vertrautes Crewmitglied, falls wir dann überhaupt eines bekommen sollten, ein aufregendes Unternehmen.

Wir klapperten viele Besatzungen ab, auch unsere Teterower Sportfreunde und wurden dann beim Wolgaster Verein fündig. Kuddel beschaffte uns den Erich, nein nicht den, das wäre ja die Inkarnation schlechthin gewesen, es war der Erich aus Wolgast, den wir an den Besan setzten. Er bediente die etwas gewöhnungsbedürftige Besanholung dann auch gut. Am Abend erfuhren wir dann, dass Erich 78 Jahre alt war. Das nötigte uns Hochachtung und Respekt vor seiner Leistung ab. Erinnerungen an Dietmar werden wach, er wäre in diesem Jahr 76 Jahre alt geworden. Danke noch mal ganz besonders an dich Kuddel und den Kuttersegelclub Blau-Weiß e.V. aus Wolgast. Da Crewmitglied war ganz wichtig, wie wir bei der Siegerehrung erfuhren, denn die Ambrosius, die nur zu fünft gesegelt war, wurde in der Wertung auf Platz 31 gesetzt. Ohne euch hätte uns, falls wir zu fünft gesegelt waren, das gleiche Schicksal ereilt. Danke!!!
Wir stellten nun die Besatzung um. Tobias im Vorschiff, Bernd Genua, Refa Spi, Uwe Groß, Erich Besan und Carsten am Quirl. Wat dat wohl wat??? Im Grunde war ich ganz ruhig, die Erwartungshaltung hinsichtlich einer guten Platzierung war nicht zu groß, sie wurde dann ja auch entsprechend umgesetzt….

Wichtig war, Crew und Schiff heil an Land zu bekommen und dabei nicht unter Wert zu segeln. Das erzählte ich dann der Crew bei meiner kleinen Ansprache an Bord. Dabei  dachten wir auch an Hansi und wünschten Sascha beste Genesung!!! Trotzdem waren wir doch ganz schön durch den Wind. Ich sollte meine erste Regatta im Kutter steuern, dann so viele Kutter. So vernachlässigte ich dann als Stürmann meine sonstige Aufgabe als Kursverantwortlicher, ließ zur Steuermannbesprechung Karten und Kurse auf dem Schiff. Und somit vergaß ich bzw. wir (Refa begleitete mich -  vier Ohren hören bekanntlich mehr) ganz wichtige Fragen zu stellen, die nicht kundgetan wurden. Ich will nicht hadern, aber auf der Steuermannbesprechung hätte man noch einige weitere Erläuterungen zum Kurs geben können, denn wir waren Newcomer und davon gab es sicherlich noch mehr am Start. Und es zeigte sich ja später, dass auf einigen Kuttern Fehlinterpretationen des Kurses vorhanden waren. Auch Hubert de Stürmann vonne „Resi“ sagte dazu einige Worte auf der Siegerehrung, andere Kutter gaben ihre Meinung untereinander kund und einige waren stocksauer, wir nicht. Denn wie gesagt, wir hätten ja fragen können. Aber wenn so einiges zusammenkommt, dann kommt es meist ganz dicke….wie war das noch: Murhys Gesetz!

Nach der Besprechung rein in den Kutter raus auf den Peenestrom vor Peenemünde. Erster Start sollte um 11:00 Uhr sein. Startverschiebung, der WFL, wartete bis alle Kutter den Hafen verlassen hatten. Das war ok. Wetter, diesig, aber doch einigermaßen Sicht, Wind NW 2 - 3 Bft zunehmend (entspricht dem Wetterbericht)

1. Start:  Start – Luvmarke (Bb) – 4 (Stb) – 3 (Bb) – Ziel (Zielgebiet 2)
Start unter I -  na ja, nicht mehr üblich in deutschen Landen (steht in der Richtlinie für WFL), bei den Kuttern schon….Guter Start, wir kommen super gut weg, leider allgemeiner Rückruf. Ok, so ist das halt.

Erneuter Start, wir kommen wieder gut weg, Crew funktioniert einwandfrei. Haben keine Ahnung vom Gewässer, halten uns an die anderen. Machen einige gute Schläge. Speed stimmt auch. In Höhe des Nordhafens liegen wir hinter der „Resi“ auf Platz zwei. Wir halten schön das Fahrwasser. So gehen wir auch um die Bahnmarke (BM) 4. Dann in Richtung BM 3, die wird auf einem Kreuzer vor uns her gefahren. Irgendwann wird sie etwas in luv vor uns in Höhe der Fahrwasserkreuzung südlich von Ruden ausgelegt. Zwischenzeitlich haben wir die „Resi“, die offensichtlich höher laufen will unterlaufen und liegen vorne. Die „No.7“ liegt noch weiter in lee achteraus von uns, die scheinen mehr zu wissen, wie sich kurze Zeit später herausstellt. Wir steuern die BM 3 an. Nehmen sie rasant Bb mit Kursänderung von 180 °. Manöver klappen super -  ich bin hochzufrieden. Kurs zurück nach Peenemünde. Spi hoch, Schweinetrog läuft gut, wir trimmen die Segel und freuen uns über unseren schönen Vorsprung. Ich werfe einen Blick zurück. O-Schreck, die anderen fahren weiter. Shit, wat nu? Die einen fahren westlich von Ruden, Anführer ist die „Resi“. Die anderen fahren östlich von Ruden, Anführer ist die „No. 7“, die ziehen sogar den Spi. Wir nehmen den Spi runter, und entscheiden uns nach Studium der Kurskarte, Zielgebiet 2 (muss ja wohl an der BM zwei liegen?), der „Resi“ und anderen hinterher zu fahren. Shit – unsere schöne Platzierung in dieser Wettfahrt ist im Eimer…nicht ärgern. Ziel ist zwar nicht auszumachen, aber der Bodden ist groß. Wir lassen das Fernglas kreisen. Keiner kann Zielschiff oder BM 2 sehen. Das war sozusagen der zweite Fehler. Wären wir doch nur östlich gefahren, dann wäre noch eine relativ gute Platzierung rausgesprungen. Nördlich von Ruden ziehen alle den Spi und biegen östlich ab. Wir auch, etwas eng, das Ruder zieht durch den Schlick. Die, die den Ostkurs von Ruden fahren und im Fahrwasser segeln, sind deutlich schneller. So kommen wir irgendwo hinter vielen anderen in das Ziel, genaue Platzierung ist nicht festzustellen. Ja, so werden Fehler eiskalt bestraft. Crew meinte, ich hätte beim Eintrag in die Karte die BM eins und zwei vertauscht. Ne war nicht so. Ja, etwas irreführend. Hätte man mit Bezeichnung A und B vermeiden können und sollten in Karte eingezeichnet sein. Ja, ja ich bin so ein Oberschlaumi, aber die Variante hat mir ein anderer Leidtragender geflüstert.

Nach angemessener  Pause und Startverschiebung (warum eigentlich, denn es gab ja keine festgelegte Startzeit) wurde die 2. Wettfahrt gestartet. Wind NW 3 bis 4 Bft, auffrischend, Sonne hatte sich inzwischen durchgesetzt, tolles Segelwetter, auf einem tollen Revier, das man allerdings kennen sollte.

2. Start: Start – Luvmarke (Stb) – BM 2 (Bb) – BM 3 (Bb) – Ziel (Zielgebiet zwei), also einmal rund Ruden.
Wir starten mittelprächtig mit Bb-Schoten. Einige (die üblichen Verdächtigen) mit StB – Schoten. Klappt natürlich wieder. Wir sind irgendwann  unter die ersten sechs Kuttern. Luvmarke liegt am Nordzipfel von Ruden. Am besten kommt die „Cutty Sark“ über den Grund, wir haben einmal Grundberührung. „“Resi“ in Führung liegend muss zur Luvmarke zurück, das kostet entscheidende nicht aufholbare Plätze. Wir fahren ein Stück mit Stb-Schoten in Richtung Norden. BM zwei ist noch nicht auszumachen, also Wende und in Richtung West. Irgendwann haben wir ca. 3 bis 400 m nördlich von Ruden wieder eine Grundberührung. Kutter rumgerissen (von wegen…), wieder Richtung Nord. Jetzt machen unsere Ausguckdiensthabenden die BM zwei in Westen aus. Wir wenden wieder, weil wir evtl. schon etwas Überhöhe haben, evtl. hat der Wind auch etwas nördlich (5 bis 10°) gedreht. Wir laufen super mit leicht geschrickten Segeln ab. Die „Cutty Sark“ knüppelt sich hoch und schafft die BM 2 zu runden. Sie haben einen  satten Vorsprung. Wir laufen den anderen vor uns liegenden mit frischem Wind aus luv vorbei gehen als zweiter um die BM. Da kann man mal sehen, dass eine Grundberührung auch positive Auswirkungen haben kann. Spi hoch. Gefühlte 5 sm in Richtung Süd zur BM 3.Es läuft gut, die „Zuarin“ liegt hinter uns. Wir wissen, dass sie auf achterlichem superschnell sind. Wir halten sie auf Distanz. Der Spifahrer pardon die Spifahrerin wird von dem Allrounder Uwe, der zieht inzwischen an allen Strippen mit, abgelöst. Weil Distanz doch sehr lang ist und Wind erfrischend frisch auffrischt. Wir passieren die BM 3 als zweiter. „Cutty Sark“ gewinnt klar, wir „Teamwork“ zweiter, „Zuarin“ Dritter, Santa Fe“ vierter, „Merlin 4.0“ wird fünfter. Schön, wenn man die Platzierungen mitzählen kann und evtl. sogar weiß, wer ist eigentlich dein unmittelbarer Konkurrent. Vielleicht kann man daran sein taktisches Handeln ausrichten…. Tschä…, wie Karl-Eduard zu sagen pflegte in seinem „Schwarzen Kanal“, in den waren wir offensichtlich geraten, mit einem vielleicht ersten und tatsächlichem zweiten, wären wir ganz toll im Rennen. Ja hätte, hätte Fahrradkette….

Start zur 3. Wettfaht wieder das gleiche Startprocedere.

3. Start: Start – Luvmarke (Bb) – BM 3 (Stb) – BM 4 (Bb) – Ziel (Zielgebiet eins), aha, das liegt dort wo wir den ersten Start hatten.  Die 3 hätte man sowohl beim Raus – als auch reinfahren weglassen können. Irritieren nur, jedenfalls uns Deppen. Halt falsch, nehme alles zurück, richtig ist: mich Deppen.

Start mit viel Speed aus der Mitte, Luvstart war natürlich besser, alter Penner. Kurze Kreuze, es ist verdammt eng. So machen wir so manche Panikwende wegen des Wegerechts. Ich würde Pirat segeln, meint da ein schwergewichtiges Crewmitglied aus dem achterlichen Vorschiff. Ja, ich weiß inzwischen auch, dass der Kutter besser läuft wenn man weniger wendet. Aber es war echt blöde. Also nach kurzer verasselten  Kreuz (nehme ich voll auf mich) gehen wir so um Platz 11 oder 12 um die Luvmarke. Riesenlanger Raumschotkurs, mal mit mal ohne Spi. So rauschen wir bei frischen Winden am Spätnachmittag dem Ziel entgegen. Können noch drei Kutter überholen, oder besser unterholen. An BM 4 sind wir achter. Fahren quer über den Grund, Riesenheckwelle, wir werden  immer langsamer, „Habakuk“ kommt auf. Wir sitzen im Schlick. Hätte ich mal zur „Santa Fe“ und nicht zur „Resi“ und „Cutty Sark“ geschaut, deren Vorsprung ist soooo groß, dass sie sich einüberden grundrutschen leisten können. Wir nicht. Können mit Mühe und vorlicher Platzierung der Crew im Schweinetrog, die Angriffe der „Habakuk“ abwehren und gehen als achter durch das Ziel.  Wir sind zufrieden trotz der vielen Haken und Ösen. Hansi erwartet uns und berichtet, dass es Sascha den Umständen entsprechend gut geht, aber erst am Montag entschieden wird, was weiter passiert. Vorweg, Hansi und sin Frau haben Sascha Montag abgeholt alles i.O. Inzwischen arbeitet Sascha wieder, konkret seit Dienstag. Lieber Sascha, machst du da wirklich alles richtig? Wir  resümieren eigentlich Glück im Unglück. Denn wenn keiner das gemerkt hätte, wenn das an einsamer Stelle ohne Begleitung passiert wäre? Da merkt man welchen Wert soziale Netzwerke und der Aufenthalt in ihnen haben!!! Hier war gleich eine Fachkraft mit der Ärztin Refa an seiner Seite und so wurde schnell und richtig gehandelt. Uff, das hätte auch anders ausgehen können!

Ja, es gibt sie wohl doch die unsichtbaren Schutzengel!!!

Wir bauen den Kutter ab, kranen, verpacken und zurren, fachsimpeln mit sympathischen Hexanern aus Leipzig. Trollen uns gen Schlafgemach, geduscht, Anlegerbier,  lassen uns begrillen. Um 20:00 Uhr findet die Siegerehrung statt. Jeder muss nach vorne. Auch der Hans-Werner Rix, der gemeldete Steuermann, welch eine Wandlung. Da geht statt des graubärtigen Seebären Hansi ein Jungspund (gefühlt) als HWR nach vorne. Unterwegs wollten einige wissen, was für eine Jungmacherpille ich  eingeworfen habe. Ich verrate nichts. Wir sind elfter! Ein Platz den wir so in etwa erwartet hatten. Mit einem 21.; 2. und 8. haben wir exakt 31 Punkte. Falls wir in der ersten Wettfahrt erster geworden wären hätten wir sage und schreibe 11 Punkte. Das hätte wieder einmal bei dem Einlaufergebnis zum 2. gereicht. Träumen und rechnen darf man ja wohl mal….

Ich spreche im Namen der Aktiven den Dank an die Peenemünder aus, natürlich mit einem dreifachen „Kutter geil!“. Das haben sie ganz toll gemacht, die Peenemünder Kutterfreunde und da sind alle eingenommen. Vom Toilettenreiniger bis zum Kranfahrer. Das „Kutter geil“ müssen alle wohl noch ein wenig üben, ihr Jungs und Madels von der Insel und die Zugereisten, das hätte man eigentlich in Swinemünde hören müssen.

Die „Santa Fe“ gewinnt dank einer tollen Serie, mit 9 Punkten – auch ihnen wird gratuliert mit dem dreifachen  Kutter geil! vor „Merlin 4.0“, Dritter wird die „No.7“, vierter bei Punktgleichheit mit dem Dritten, die Peenemünder vom „Ösfass“. 5. „Cutty Sark“ , 6. die „Zuarin“. Resi wird 9. Ja, da haben die Teterow’schen sich wohl voll versegelt!!!  Oder besser: Andere waren besser!!!

Fazit 1: Unsere Crew hat gefühlt mit 120 % gesegelt. Alle haben ihren Mann und Frau gestanden, dafür ein Riesendank an die Crew!!! Ich war froh das Schiff so über den Kurs gebracht zu haben und ohne Fehler hätte das ja noch besser ausgesehen. Ja Sascha und Hansi besser ging es leider nicht, der Wille war da, das Wissen nicht. Sorry !

Fazit 2: Ich war schon mehr als ein wenig enttäuscht, dass man nach Kenntnisnahme aus den eigenen Reihen keinen Mann oder Frau abbekam, denn dort wurde, wie ich auf dem Kurs feststellte, zu siebt gesegelt. Zur Erinnerung: Auch wir von der „Teamwork“ oder auch ich haben stets geholfen, und das gerne, wenn Not am Mann war, daran halten wir auch weiter fest. Da wurde gar nicht lange gezögert. Aber da ist mein Empfinden sicherlich nicht objektiv.

Fazit 3:  Nicht einer, oder wir haben es in der Hektik und Zufriedenheit nicht wahrgenommen, hat uns mitgeteilt was für einen Schei… wir fahren. Ob wir dann darauf reagiert hätten – I don‘t know. Ich habe mich an meine Piratenzeit zurückerinnert, ja selbst in entscheidenden Phasen, wurden wir vom sportlichen Gegner angesprochen, wenn wir etwas falsch machten, wie etwa eine Bahnmarke falsch rundeten, oder haben diesen angesprochen, wenn er etwas falsch machte. Das galt damals als sportlich fair, ja so blöd waren die damals.
Liegt das an den neuen Zeiten, sind wir in der Ellenbogengesellschaft angekommen. Ja, wo war sie die vielgepriesene Segelkameradschaft, Kutterkameradschaft, Marinekameradschaft. Oder liege ich total falsch? Wahrscheinlich….

In diesem Sinne Goode Wind!
Carsten Jansen
Mitglied der Teamworkcrew

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