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Nach Peenemünde ging es eine Woche später schon wieder auf das Stettiner Haff, um dort im Rahmen der 54. Hafftage um das Blaue Band der Kutter ZK 10 zu segeln. Dieses Mal war die Besatzung wie folgt: Stürmann – Hansi, Besaner – Idol, Großsegel – Carsten, Focker – Tobias, Spi – Tüdel, Vorschiff – Gutschi. Fast die Stammcrew, aber der Walter hat schon im letzten Jahr passen müssen und in diesem Jahr wieder. Mein Gott Walter, da kommen wir ja wohl nie zum Karussell fahren, denn im nächsten Jahr sollen die Hafftage auf Grund von Bauarbeiten evtl. ausfallen, weil die Fördermittel nicht rechtzeitig ausgereicht wurden… Schade um dieses Stimmungs- und niveauvolle Event. Das sollten sich mal die Güstrower Stadtvorderen anschauen, im Vergleich zum müden Inselseefest, das eigentlich wohl besser ausfallen sollte. Na ja, nicht mein Bier.

Anreise wie immer, die inaktiven alimentierten Crewmitglieder Hansi, Idol und Carsten reisten so um die Mittagszeit auf verschiedenen Wegen mit Hindernissen an. Manchmal kann man glauben überall wird gebaut. Ist ja eigentlich toll, aber warum immer dort, wo wir gerade fahren wollen. Nein, es ist schon ok.

Hansi hatte die „Teamwork“ im Schlepptau, im übertragenden Sinne natürlich, ihr Krümelkacker,… klar auf dem Hänger, bzw. noch konkreter auf dem Anhänger. Da gibt es ja immer welche, die da kleine feine Unterscheide ausmachen, wahrscheinlich haben die einen Hänger… Kutter abgeladen, zum Liegeplatz im Verein gerudert (Hansi hat die Kutter „Teamwork“ und Ösfass“ gesteuert, Idol und Basti von den Peenemündern haben gerudert, da stand ich wohl noch an der Bau Ampel in Grambin). Zum Festmachen war dann auch ich eingetroffen. Aufgetakelt und umgetrimmt, einige weitere Veränderungen getroffen und schon hatten wir den frühen Abend erreicht. Zwischenzeitlich traf Bernd ein mit der “Poseidon“ im Schlepp. Abgeladen, dito zum Liegeplatz gerudert. Dann kam der Tüdel mit Monsche und gegen 19:00 Uhr Gutschi. Dieses Eintreffen war als Essenfassenzeit festgelegt. Tobias würde erst gegen 22:30 Uhr eintreffen, da er im WVG noch in das Jugendtraining eingespannt war. Wir tafelten dann im „La Pampa“ bei sehr freundlicher Bedienung. Angebot sehr gut. Es ist zwar ein Steakhouse, aber Neptuns Reich wird von mir bevorzugt, Riesendorsch, super. Auch alle anderen waren zufrieden. Dann zum Quartier und fachsimpeln, Eröffnungsfeuerwerk der Hafftage angeschaut, war nicht schlecht. Dann in die Heia.

Schnarch, schnarch und schon war die Nacht wieder vorbei. Früh raus, da Steuermannsbe-besprechung bereits um 08:00 Uhr. Frühstück gab es schon ab 06:30 Uhr. Die Steuermannbesprechung war besonders wichtig, denn zweimal sollte uns der bewusste Peenemünder Fehler nicht passieren. So nahmen wir auch wieder zu zweit teil. Es wurden zwei Kursvarianten angeboten. Start für die Kutter sollte der erste um 10:00 Uhr sein. 20 Kutter aus ganz Deutschland sind am Start. Tolles Feld! Dann ließen wir uns von der „Santa Fe“ bei der GPS-Programmierung unterstützen. Danke dafür, denn es war schon wichtig und gut, wie sich zeigen sollte. Inzwischen war Tobi eingetroffen, er verband das Ganze mit einem Besuch bei seiner Mutti, die hier in Ueckermünde wohnt. Damit waren wir komplett. Kutter mit Trunk und Verpflegung bestückt, aufgetakelt, um 08:45 Uhr abgelegt. Wir kreuzten ein ganzes Stück die Uecker hinaus, aber irgendwann ließen wir uns dann doch schleppen. Im Haff angekommen zum Startschiff (liegt westwärts der Ueckermündung), anmelden, Spi aufklaren (war auch nötig, weil vertörnt), Kurs und Nachstartphase geplant. Startlinie nicht optimal, Steuerbordstart für alle. Fast Anlieger zur Luvmarke. Hätte man etwas besser auslegen können.

Wind um 2 Bft aus Nordost, Trend rechtsdrehend, verhangene Sonne, warm, Tendenz zum Aufklaren, was auch passierte.
Kurs A wird angezeigt: Start – Luvmarke (Bb) – H 5 (Bb) – H 2 (Bb) – H 4 (Stb) – Ziel (Ueckermündung)
Kurslänge: ca. 16 sm Luftlinie.

Die Bahnmarken bzw. Schifffahrtstonnen H 2 bis zur H 6 verlaufen genau in Ost-Westrichtung und werden gerne als Bahnmarken bei Regatten genutzt.
Startverfahren auch nicht ganz so, wie es in den Richtlinien für Wettfahrtleiter steht. Wie immer schade, es geht doch tatsächlich noch besser. Sonst alles ok. Wir starten pünktlich. Unsere Startposition in der Mitte der Startlinie ist nicht die beste. Können Luvmarke, wie eigentlich geplant, nicht anliegen. „Tigris“, „Merlin 4.0“ und „Rollo“ liegen über uns kurz voraus. Diese fahren an der Luvmarke weiter nach Steuerbord. „Santa Fe“ liegt etwas achteraus, aber höher. „Santa Fe“ wendet gleich an der Luvmarke, wir auch. GPS zeigt an: Holeschlag nach Backbord ist richtig. Wind mal auffrischend, mal abflauend. So geht es in Richtung H 5. Wir kommen so langsam auf Touren, es läuft. Die in luv liegenden, scheine etwas besser zu laufen. Aber irgendwann überlaufen wir die „Santa Fe“, auch „Rollo“, der von luv runterkommt können wir abwehren. Alle bleiben irgendwann achteraus, top. Dazu können wir immer höher luven und die H 6 anliegen. Das sieht gut aus. An der  H 6, die wir gegen 11:30 Uhr erreichen, gehen wir auf Kurs 265 ° mit Spi. Wir haben auf den zweiten Platz so ca. 2 min 15 s Vorsprung. Wir wissen aber, wie schnell die hinter uns liegenden auf der achterlichen sind, insbesondere die „Santa Fe“. Als zweite geht die „Tigris“ um die H 5. Dritter ist die „Santa Fe“ und vierter die „Merlin 4.0“. Auch die „Nautilus“ (unser altes Schiff) liegt gut im Rennen. Wir kreuzen den irre langen Achterlichen von der H 5 zur H 2 ab. Scheinbar finden wir den besseren Kurs, gegen 13:00 Uhr passieren wir die H 2. Wir haben jetzt 3 min 10 s Vorsprung vor „Santa Fe“, die sich auf Platz vorgearbeitet haben. Auf Platz drei die „Tigris“, vierter ist die „Merlin 4.0“. Die „Nautilus“ fährt doch tatsächlich vom Gegner weg und sucht sich erstaunlich lange Wege. Warum? Bleibt wohl ein Geheimnis. Segeln sich wirklich zurück. Jetzt folgt bei auffrischenden Winden eine lange Kreuze zur H 4. Es läuft super, denn wir segeln sehr konzentriert und feilen um Speed zu machen. Wir decken den Raum und müssen zwei, dreimal verholen. Vorsprung wird größer, da wir als führendes Boot die kleinen Dreher immer zuerst bekommen und damit wesentliche Meter gut machen. Ca. gegen 14:00 Uhr gehen wir um die H 4 mit 4 min 45 s Vorsprung auf Zielkurs. Der Wind kommt etwas raumer, wir müssen also nicht achterlich abkreuzen. Dat löppt gaud! Aber die Konzentration lässt nach, da beruhigender Vorsprung bei total freiem Segeln. Was will man mehr. Nach ca. einer weiteren Stunde erreichen wir das Ziel mit 5 min 45 s Vorsprung. Wir wissen selbst nicht so recht, woher wir das genommen haben, denn in den anderen Jahren war es immer sehr knapp. Zweiter wird „Santa Fe“, dritter die „Tigris“, vierter die „Merlin 4.0“. „Nautilus“ erreicht noch den 7. Platz. Da war mehr drin!

Ein Dank geht aber auch an alle anderen Teilnehmer der Regatta die zum Teil Anmarschwege von 400 bis 500 km auf sich nehmen um auf diesem Segelrevier, wohl einem der schönsten Deutschlands, teilnehmen zu können.

Wir klatschen uns ab, da Team hat hervorragend funktioniert. Auch Tobi in wieder neuer Position hat eine Super Job gemacht. Auch das GPS hat uns sehr gut geholfen, den Kurs etwas einfacher zu finden. Heimfahrt unter Spi bis zur Werft, die wir gegen 16:00 Uhr erreichen. Dann fangen wir an abzutakeln und abzuriggen. Anlegertrunk. Wir sind hochzufrieden, denn das Blaue Band vom Stettiner Haff haben wir zum vierten Mal in Folge gewonnen. Ein tolles Revier. Der Kirmes am Haff brummt. Es ziehen dunkle Wolken auf, wir beeilen uns, um den Kutter und die Segel noch trocken abdecken zu können. Wir lassen uns dann zum Kranen schleppen. Kranen, verladen, abdecken, Hänger abstellen und ab zum Sattelplatz. Duschen, kleiner Imbiss, es fängt an zu regnen. Gegen 19:00 Uhr im Regen ab zur Siegerehrung zum Festplatz und der Bühne, wo die Siegerehrung stattfindet. Das wird schon seit Jahren so gemacht und der Bürgermeister der schönen Haffstadt lässt es ich nicht nehmen, die Siegerehrung vorzunehmen. Alle Kutter werden geehrt. Wir danken mit einem dreifachen: Kutter geil! Die Zuschauerränge um die Haffbühne sind noch relativ leer, die Schausteller lassen die Ohren hängen. Aber zur Siegerehrung und mit nachlassendem Regen füllt sich das Rund. Der DJ der Ostseewelle heizt ein. Biene aus Peenemünde, sowie Rene‘ aus Dessau und der dazukommende Lars (ebenfalls aus Dessau) geben eine schöne Einlage. Dieses Mal spielt die „Testband“. Die haben immer tolle Musik dort und auch ausgefallene Schausteller. Ja, den Vergleich mit Güstrow hatte ich schon gezogen. Wir schießen uns noch ein wenig auf und trollen uns dann in Richtung Koje. Wir sind auch ein wenig vom Tageswerk geschlaucht. Schlafen gut, Frühstück um 07:30 Uhr am Sonntag, Abschiedszeremonie. 08:00 Uhr Start in Richtung Heimathäfen. Wir fahren ab bei strahlendem Sonnenschein, ich erreiche Güstrow um 10:00 Uhr bei bestem Regenwetter.

Eine tolle Regatta, eine tolle Crew! Danke, dass ich dabei sein darf!

In diesem Sinne Goode Wind!
Carsten Jansen
Mitglied der Teamworkcrew

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