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Bericht zum 25. Kapitän-Kaempff-Pokal Teterow 2017

Sorry, der Bericht kommt etwas spät. Zu meiner Entschuldigung muss ich sagen, dass ich unmittelbar nach der Regatta in den Urlaub gefahren bin, zurück aus dem Urlaub war bei uns die Güstrower Segelwoche 2017 (Schnupperkurs für Anfänger und Trainingslager für Fortgeschrittene), in die ich auch ein wenig integriert war. Jetzt habe ich hoffentlich die Zeit und Muße, etwas aufs Papier zu bringen. Ja ich weiß, natürlich in den Computer zu schreibeln.

Zur Regatta der Kutter ZK um den 25. Kapitän-Kaempff-Pokal in Teterow fanden 17 Kutterbesatzungen samt Tross den Weg in die „Kutterstadt“ Teterow. Zu einer Regatta mitten in der Ferien-und Urlaubszeit ist das eine sehr gute Beteiligung. Den Zuspruch hat die Regatta wohl auch, weil es hier neben dem Segeln auch um viel Spaß und Gaudi rings um das Metier Wasser geht und auch die Kinder kommen nicht zu kurz. So ist das Kuttertreffen in Teterow auch immer ein Familientreffen und -fest. Das spricht für die Teterower Gastfreundschaft, die diese Regatta immer akribisch mit sehr viel Liebe vorbereiten und durchführen. Dieses Mal hat sicherlich der Regensommer so einiges verregnet, sonst wären sicherlich zur Jubiläumsregatta noch ein paar mehr Kutter angereist. So ähnelte das Gelände den legendären Laufwettbewerben in Wolverhampton „Tough Guy“ oder dem jetzt vielerorts stattfindenden „Tough Mudder“. Aber die Kutter segeln ja auf dem Wasser und nicht im Schlamm … obwohl so einige ja mit ihrem Sportgerät auch schon im Schlick neben den Fahrrinnen gestanden haben sollen … Eine Landdisziplin dieser Art würde den Kuttern eigentlich gut zu Gesicht stehen. Also das gesamte Gelände ähnelte einem Abenteuerspielplatz im Schlamm. Die Teilnehmer sahen es gelassen und so ziemlich sch…egal.
Nein, nein, Ole ist dieses Mal nicht zu Fall gekommen, obwohl es ja auf dem See in einer Situation so den Anschein hatte.

Eröffnung. Dieses Mal wieder mit dem Bürgermeister. Der es sich nicht nehmen ließ und kurz und trocken die Veranstaltung eröffnete und einen passigen Scheck zum Gelingen der 25. Auflage der Regatta übergab.

Auch wir hatten hierhergefunden, wir, die Crew der „Teamwork“ in Stammformation: Hansi am Quirl, Idol am Besan, ich (Carsten) als Schnacker Langsammacher Falschmacher Schlechtansager und ein bisschen Groß usw., Walter an der Genua und am Schwert (selbiges sollte dieses Mal eine wichtige Rolle spielen)… , Tüdel am Spi und Gutschi im Vorschiff. Wir waren fast vier Wochen kutterabstinent gewesen, was man/frau auch merkte…

Der Wettfahrtleiter Rainer Arlt aus Rostock hatte Grund zur Freude, denn der Wind blies den ganzen Tag aus SW mit Windstärken um 3 bis 4 Bft in Böen und am Ende der Wettfahrten noch stärker. Also richtiger Kutterwind und von der Richtung her auch top! Es waren fünf Wettfahrten mit einem Streicher ausgeschrieben.

1. Wettfahrt: Start um 10:00 Uhr
Kurs 3:  Start – 1 – 1a – Tor – 1 – 1a – Tor  – 1 – 1a – Tor – Ziel. Sozusagen ein Mammutkurs, ich hätte einen weniger segeln lassen, um ein Gefühl für die Kurszeit zu bekommen. Aber alles ok, der erste brauchte 67 min, der letzte 92 min.

Wir erwischten einen Topstart und gingen in Führung, die wir bis zur BM 1 behaupteten. Hinter uns lagen die „Resi“, das „Ösfass“ und „Zuarin“. Auf der Achterlichen ging „Resi“ um die Bb-BM des Tores, wir um die Stb -BM in etwas auf gleicher Höhe, sie hatten also aufgeholt. Auf der 2. Kreuz verloren wir unseren Rhythmus und so gingen das „Ösfass“ und die „Zuarin“ auch noch vorbei.  Ein Glück waren bis auf „Resi“ alle Kutter auf Tuchfühlung. Die „Zuarin“ erwischten wir dann noch vor BM 1 und waren wieder Dritter. Auf der kurzen Zielkreuz gingen wir dann nach Bb raus das „Ösfass“ war vor uns nach StB gesegelt. Also Angriff. Es klappte! Wir erwischen die bessere Kante und gehen mit zwei Kutterlängen vor dem „Ösfass“ als 2. durchs Ziel.

2. Wettfahrt: Start um 11:45 Uhr
Kurs 4:  Start – 1 – 1a – Tor – 1 – 1a – Tor  – Ziel. Der WFL hat gesehen dass der Kurs der ersten Wettfahrt doch etwas lang war und so gab es folgerichtig eine Verkürzung. Dieses Mal brauchte der erste 43 min und der letzte 61 min. Das passte noch besser.

Wir starten wieder aus der Mitte – direkt am Startschiff scheint günstiger zu sein. Einzelrückruf!  Wir sind unsicher, aber Gutschi versichert: „Wir nicht, ich konnte nicht einmal des Startschiff sehen“. Ok, „Resi“ geht sofort in Führung und baut den Vorsprung aus. Wir segeln nicht schlecht, haben aber das Gefühl, nicht die richtige Seite zu erwischen und das der Wind nach jeder Wende negativ dreht. Wir sind zweiter hinter „Resi“ vor „Ösfass“ und ...Donnerwetter, der “Nautilus“. So bleibt es bis zum ersten Tor. Wir kreuzen nicht gut und zusätzlich machen wir einen Riesenfehler in der Düse, sprich Seeverengung zwischen Teschower Ufer und Burgwall, dort fahren in luv hinter uns das „Ösfass“. Bei Normalbedingungen können wir nicht wenden. Wir fahren näher an die Schilfkante, wir wissen auch, dass es hier flach wird und … laufen auf Grund, statt „Raum zur Wende“ zu rufen. Jetzt haben wir überhaupt keine Fahrt im Schiff, das Ösfass“ fährt von dannen. Auf der Achterlichen ziehe ich oben an der BM 1 den Spi hoch, der auf der StB – Seite liegt. Ich hatte noch gar kein Kommando zum Hochziehen bekommen. Eieruhr vom Feinsten… keiner sagt was, alle kochen, ich auch. Ich suche nach dem Ausweg, um im Boden zu versinken. Kein Bodenventil! Shit ich muss das eisige Schweigen aushalten. Ich halte es aus: „Der geht auf mich! Eine Buddel Pyrat!!! Versprochen!“ Die Mienen hellen sich auf. Gutschi ist jetzt der Tüdler und Tüdel ist Nichtspifahrer. Das Allerbeste, die ersten beiden sind weg, aber keiner der Konkurrenten hat meinen fatalen Fehler ausgenutzt. Also war es sozusagen eine Fehlertrainingsprogramm …Ja, wenn der Frosch nicht schwimmen kann, hat bekanntlich das Wasser schuld! Wir bleiben auf Platz drei vor „Nautilus“. Endlich holen sie aus dem Kutter was in ihm steckt. Im Ziel Platz 3 hinter „Resi“, „Ösfass“ und vor „Nautilus“.

3. Wettfahrt: Start um 13:01 Uhr
Kurs 4:  Start – 1 – 1a – Tor – 1 – 1a – Tor  – Ziel. Gleicher Kurs wie in der zweiten Wettfahrt. Wind frischt manchmal stark auf und dreht zeitweise östlicher. Dieses Mal brauchte der erste 44 min und der letzte 59 min. Das passte hervorragend. Einige Kutter starten auf Grund der Drehungen am Startbegrenzungsmarke mit StB-Schoten in lee. Wir starten aus der Mitte. Durch den Winddreher beim Start waren alle Messen gesungen. Wir kreuzen nicht so tolle, wir gehen als dritter um die BM 1, aber sehr eng mit dem vierten und fünften. Vorne zieht das „Ösfass“ vor „Resi“ seine Kreise. Wir passieren das Tor. Kreuzen wieder nicht so dolle. Die Düse und die Dreher, wir verstehen den See nicht. Eigentlich eines meiner Lieblingsreviere. Die „Cutty Sark“ geht an uns vorbei. Zielkreuz auch Shit. Wir kommen von links, „Habakuk“ von rechts, die gehen knapp vor uns durch. Das war eng - wir sind also sechster. Erster „Ösfass“, zweiter „Resi“, dritter „Zuarin“, vierter „Cutty Sark“ , fünfter „Habakuk“.

Punkte ohne Streicher nach drei Wettfahrten: „Resi“ 4 Pkt.; „Ösfass“ 5 Pkt.; „Teamwork“ 9 Pkt.; „Zuarin“ 12 Pkt.; „Cutty Sark“ 14 Pkt.

Dann folgt eine etwas verlängerte Pause. Die Kutter nutzen nämlich den Wind aus über Mittag und fahren nicht zum Essen an den Burgwall. Das sollen ja andere Klassen anders handhaben….und da war manchmal die berühmte Mittagsbrise weg. Bruno kommt des Wegs und schit uns tosamen. Bruno dat hätt hulpen!

4. Wettfahrt: Start um 14:30 Uhr
Kurs 4:  Start – 1 – 1a – Tor – 1 – 1a – Tor  – Ziel. Gleicher Kurs wie in der zweiten und dritten  Wettfahrt. Wind wie in der dritten Wettfahrt. Dieses Mal brauchte der erste 43 min und der letzte 56 min. Das passte wieder hervorragend. Start gelungen, wir kreuzen besser als sonst. Es führen aber die Steuerbordstarter „Resi“ und „Ösfass““ vor uns. Wir sind aber alle drei Bug an Heck. „Resi“ und „das „Ösfass““ ziehen links raus zum Burgwall, wir rechts zum Teschower Ufer, uns folgt die „Cutty Sark“. Das war ein Schlag, der sogenannte Bruno-Schlag. Wind dreht für uns. Wir gehen satt in Führung vor „Cutty Sark“. Endlich! Die schon geglaubte verloren gegangene Konzentration steigt. Wir siegen sicher vor „Cutty Sark“, die auch vom Bruno-Schlag profitieren, dritter wird „Resi“, vierter das „Ösfass“.

Punkte ohne Streicher nach vier Wettfahrten: „Resi“ 7 Pkt.; „Ösfass“ 9 Pkt.; „Teamwork“ 10 Pkt.; „Cutty Sark“ 16 Pkt.; „Zarin“ 17 Pkt.

Die letzte Wettfahrt sollte die Entscheidung bringen.

5. Wettfahrt: Start um 15:35 Uhr
Kurs 4:  Start – 1 – 1a – Tor – 1 – 1a – Tor  – Ziel. Gleicher Kurs wie in der zweiten und dritten und vierten Wettfahrt. Wind noch etwas auffrischend. Dieses Mal brauchte der erste 32 min und der letzte 55 min. Das passte wieder sehr gut. Volle Konzentration. Kommen gut vom Start weg, linke Seeseite (Teschower Ufer ist bevorzugt). Durch die Düse kommen wir auch einigermaßen. Wir führen an der BM 1. Die „Resi fährt auf Burgwallseite den Achterlichen und geht in Führung. Wir gehen durch das Tor als zweiter. Die hinter uns fahrenden holen auch auf dem Achterlichen zu uns auf. Was stimmt hier nicht. Zuschauer meinen das Problem erkannt zu haben. Können wir erst aber erst bei der nächsten Regatta in Schwerin ausprobieren. „Resi“ führt nach der zweiten kreuze, wir sind zweiter, hinter uns „Cutty Sark“ und dann das „Ösfass“ Diesen Platz müssen wir halten, dann können wir noch zweiter werden, vorausgesetzt die Konkurrenten laufen auch so ein. In der Düse holen wir uns dieses Mal den uns zustehenden Raum. Es ist eng mit den Verfolgern. „Resi“ zieht souverän ihre Kreise. Letzte Achterliche vor dem Ziel. „Cutty Sark“ ist in lee aufgelaufen, das „Ösfass“ liegt ein paar Bootslängen zurück. Wir und Cutty wollen die StB-BM des Tores nehmen. Wir sind in klarer Überlappung, „Cutty“ drängelt uns weg, Hansi reißt den Kutter rum, sonst hätte die „Cutty“ wohl eine längere Werftzeit bekommen. Uff, bis wir das begreifen dauert es, Anluven, Wende erneut BM nehmen. Das kostet Zeit. Zielkreuz. Kurzes Palaver: Wir entscheiden - keinen Protest. Eigentlich falsch. Was hat der Ole sich dabei gedacht? An Land entschuldigt er sich und schmeißt eine Runde mineralische Getränke. Ok, aber unser Platz ist futsch. Zwischenzeitlich ist das “Ösfass“ auch rum, schnallt noch die „Cutty“ und wird zweiter. Das reicht ihnen für den zweiten. „Cutty Sark“ dritter, wir vierter.

Gesamt also: 1. „Resi“; 2. „Ösfass“; 3.“Teamwork“; 4. “Cutty Sark“, 5. „Zuarin“

Eigentlich gar nicht so schlecht, auch wenn wir mit vielen Dingen haderten. Aus meiner Sicht hat man gemerkt, dass wir zu lange „Urlaub“ gemacht haben. Andere haben da doch einige Regatten gesegelt.

An Land Erbseneintopf, Bockwurst Bier. Dann noch Proteste. Ich wurde ruck zuck ins das Komitee berufen. Schnelle Verhandlung da Gegner Schuld einsah. Nun haben die Bootsbauer etwas zu tun und die Versicherungen müssen zum Erhalt ihrer Existenz die Beiträge wieder mal anpassen.

Nach Verhandlung rechnen. An Land eine ganz andere Konstellation. „Resi“ war in der zweiten Wettfahrt wegen nicht korrigierten Frühstarts (OCS) disqualifiziert worden und wir waren doch haarscharf vor „Habakuk“ in der dritten Wettfahrt. Das hätte aber keine Rolle gespielt, da ohnehin der Streicher. Aber lieber OLE… wenn wir nicht das Malheur bei der Bahnmarkenrundung gehabt hätten wir tatsächlich 7 Pkt. gehabt. „Resi“ dito 7 Pkt., aber auf Grund der Majorität der Plätze gesamt erster und das „Ösfass“ hätte 9 oder 8 Pkt. gehabt. Wir hätten also die Plätze getauscht.

„Resi“, hatte in der Tat die konstanteste Leistung abgeliefert und war damit verdienter Sieger des Kapitän – Kaempff – Pokals. Auch dem „Ösfass“ kann man sagen, dass sie enorm stark segeln. Ein Dank auch an alle anderen Teilnehmer, die alle toll gesegelt haben, denn ohne den letzten gäbe es auch keinen ersten.

Fazit: Schön, dass die Konkurrenz in der Spitze sehr breit geworden ist.

Es  hatten alle Crews Spaß und freuten sich ob der Wettkämpfe und ihrer Platzierungen. An Bord einiger Kutter waren auch Kinder zu finden, die wirklich den ganzen Mann bzw. Frau standen, denn letztlich waren die Kutter ca. sechs Stunden bei wirklich starken auf dem See. Eine tolle Leistung!

Bei der Siegerehrung, die durch den Teterower Bürgermeister Dr. Reinhard Dettmann und den Wettfahrtleiter Rainer Arlt vorgenommen wurde, gab es für jedes Boot Urkunden wie auch wertvolle Sachpreise. Bei der Ehrung der Sieger und dem „Kutter geil“ auf den Veranstalter, die Sponsoren und vielen Helfer versagte dem Vorturner die Stimme. Tschä, nicht mal das kann er mehr…es hätte mich ja auch jemand entlasten können…

Ganz toll vom Bürgermeister sich zweimal sehen zu lassen!!! Toll auch die Leistung der Seesportvereins Teterow, die nun ihr Gelände wieder in Ordnung bringen müssen. Ihr habt ja ein Jahr Zeit …wir alle haben leider ähnliche Probleme.

Ein Gedanke auch noch an unseren Dietmar. Die Kapitän – Kaempff – Regatta vor einem Jahr war die letzte Regatta, die Dietmar mit der Crew der „Teamwork“ im Kutter saß. Daran haben wir beim Segeln natürlich auch gedacht. Ja, es war schön mit dir. Dietmar, nochmals Danke! Wir hatten eine tolle unvergessliche Zeit!

Fazit: Teterow 2017 war wieder einmal mehr toll!!! Und dieses Mal sogar matschig doll!

Carsten Jansen
(08.09.2017)

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