Wassersport-Verein-Güstrow 1928 e.V., An den Bootshäusern 13, 18273 Güstrow info@wvg1928.de

Teterower Pingel/Heldt verteidigen Landesmeistertitel

Drei Crews aus Güstrow auf den ersten sechs Plätzen

Am vergangenen Wochenende wurde die Landesmeisterschaft der Klasse Pirat vom Sternberger Segelverein (SSV) auf dem schönen See im Herzen Mecklenburgs ausgetragen. Obwohl der SSV eher für seine starke Finn-Dinghy-Klasse bekannt ist, folgten 22 Boote und damit 44 Segler der Einladung des SSV – ebenso viele starteten im Jahr 2010 bei der Landesmeisterschaft auf dem Güstrower Inselsee. Ursprünglich hatten sogar zwei Boote mehr gemeldet, aber u.a. die amtierenden Deutschen Meister und Landesmeister der Jahre 2008 und 2009 Bernd Höft und Burkhard Rieck aus Rostock mussten absagen: Wie schon vor einer Woche in Schwerin ist ihr neues Boot noch nicht rechtzeitig fertig.

Das Wochenende begann für die Segler wie so oft – mit Warten. Die Wettfahrtleitung entschloss sich zur Startverschiebung, weil keine stabilen Windverhältnisse messbar waren, die einer Landesmeisterschaft würdig wären. Während der eine oder andere die Zeit für ein Nickerchen nutzte, ließen sich anderen in ihrem Boot über den See treiben und genossen dabei ausgiebige Sonnenbäder. Letztlich wurde am ersten Tag gar nicht mehr gesegelt, aber die Hoffnung für Sonntag war dank guter Windprognose da und weil nun Wettfahrten nachgeholt werden sollten, wurde der erste Start auf 9:00 Uhr angesetzt. Theoretisch waren vier Wettfahrten ausgeschrieben.

Wenn auch mit einem Tag Verspätung, so startete doch pünktlich um 9:00 Uhr die erste Wettfahrt. Bei 4 Beaufort aus südwestlicher Richtung starteten neben den klaren Favoriten und Titelverteidigern Ines Pingel/Thomas Heldt (Teterow), die auch schon mehrfache Weltmeister sind, und dem Deutschen Meister von 2008 Detlef Hegert/Oliver Bajon (Brandenburg), insgesamt fünf Boote vom Wassersport-Verein-Güstrow 1928 e.V. sowie ein weiteres vom SV Einheit Güstrow „Segeln“. Mit Peter Anders/Peter Bark (WVG) sowie Peter Merten/Jörgen Mohns (WVG), dem ehemaligen Deutschen und Europameister Jens Bauditz mit Susanne Thiel (beide WVG) sowie Altmeister Carsten Jansen mit Ulf Lorenz (WVG) waren mehrere Crews im weiteren Favoritenkreis. Gerade Anders/Bark haben mit ihrem Sieg bei der Schweriner Frühjahrsregatta ihre starke Frühform unterstrichen.

Doch es waren Jansen/Lorenz, die für die erste Überraschung sorgten. Nach packendem Duell gewannen die Güstrower Jansen/Lorenz vor den Teterowern Pingel/Heldt. Dritte wurden Hegert/Bajon. Anders/Bark landeten auf Platz 5 hinter der Hamburger Damencrew Juliane Hofmann/Cora Zimmermann.

In der zweiten Wettfahrt machten Pingel/Heldt schließlich ernst und gewannen souverän vor Hegert/Bajon und Müncheberg/Steffen aus Rostock. Leicht verbessern konnten sich Anders/Bark auf Platz 4. Nur auf Platz 10 kamen die Sieger der ersten Wettfahrt Jansen/Lorenz ins Ziel. „Wir wurden am Start von einer anderen Crew zurückgeschoben und fuhren so praktisch dem Feld hinterher. Bei einem so starken Feld wie hier mit ehemaligen Welt- und Europameistern hat man dann wenig Chancen, wenn der Kurs so kurz ist“, erklärt Carsten Jansen.

Dir dritte Wettfahrt sollte aufgrund des angekündigten Gewitters die letzte sein und da es bei nur drei Wettfahrten keine Streichung der schlechtesten Platzierung gibt, hatten nur noch Pingel/Heldt und Hegert/Bajon die Chance auf den Landestitel. Das Duell war jedoch von Anfang an wenig spannend und Pingel/Heldt siegten souverän, womit sie sich wieder als würdige Landesmeister erwiesen haben. Während für Hegert/Bajon Platz 4 zum Vizelandesmeister reichte, sicherten sich Jansen/Lorenz mit Platz drei in der letzten Wettfahrt auch den Bronzerang im Gesamtklassement. Auf dem undankbaren vierten Platz landeten Anders/Bark, die in der letzten Wettfahrt Platz 7 belegten. Das gute Güstrower Ergebnis rundeten Merten/Mohns ab, die insgesamt Platz 6 belegten. Noch nicht richtig in Tritt sind Bauditz/Thiel (Platz 13), aber die Saison ist noch lang und die Höhepunkte mit der Deutschen Meisterschaft in Ribnitz-Damgarten im Juli und der Europameisterschaft auf dem Balaton in Ungarn im August folgen erst noch.

In Mecklenburg-Vorpommern steigt schon in vier Wochen der Saisonhöhepunkt der Piratenklasse und sicherlich auch die Generalprobe für die Deutsche Meisterschaft nur 2½ Wochen später. Dann geht der Kampf um das begehrte Silberne Beil in die 55. Auflage und es werden wohl wieder 40-50 Boote am Start sein. „Wir erwarten dann auch die Deutschen Meister Höft/Rieck aus Rostock, die als eine der ersten gemeldet haben. Auch die Landesmeister Pingel/Heldt und viele viele andere Topcrews werden zu uns nach Güstrow kommen. Für unser ‚halbes Jubiläum‘ haben wir auch viel geplant“, gibt Peter Anders, WVG-Vorsitzender, einen ersten Ausblick, ohne zu viel zu verraten.

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