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7. Auflage des Nebelbeils mit 27 Meldungen, Finn-Dinghys „testen“ Nebelwelle

Am kommenden Wochenende wird auf dem Güstrower Inselsee das 7. Nebelbeil ausgesegelt. Für die Piratenklasse ist es fast der Saisonabschluss, lediglich die Nikolausregatta in Potsdam Anfang Dezember lockt noch einmal die Segler aus ihrem Winterschlaf.

Erst am vergangenen Wochenende konnte der SV Einheit Güstrow 69 Boote aus Mecklenburg-Vorpommern in sechs verschiedenen Bootsklassen zum AWG-Nebelpokal begrüßen. Am kommenden Wochenende hat der Wassersport-Verein-Güstrow 1928 e.V. (WVG) nun zum 7. Nebelbeil geladen. „Die Idee entstand tatsächlich vor sieben Jahren, die Regatta des SV Einheit für die Jugendbootsklassen Optimist, Cadet, Laser usw. zu lassen und die Piratenklasse separat ein Wochenende später im Rahmen einer eigenen Veranstaltung einzuladen. Nach und nach ist das Nebelbeil immer beliebter geworden und seit zwei Jahren haben wir nun die Status einer Ranglistenregatta, sodass hier Punkte für die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft und zur Europameisterschaft gesammelt werden können“, erläutert der WVG-Vorsitzende Peter Anders.

Schon im letzten Jahr kamen 22 Piratencrews bei herbstlichen Temperaturen zum Inselsee. Aktuell hat das Organisationsbüro 27 Meldungen registriert. „Der Zuspruch zu unserem kleinen Segelrevier trotz Verkrautung und allen Problemen ist schon erstaunlich. Man muss auch bedenken, dass wir im Juni mit dem Silbernen Beil bereits eine Ranglistenregatta für die Piraten in Güstrow haben, sodass es keineswegs selbstverständlich ist, den Weg nach Güstrow zweimal im Jahr auf sich zu nehmen“, erklärt Peter Anders weiter.

Peter Anders ist es auch, der der Rekordsieger des Nebelbeils ist. In den ersten vier Jahren gewann er das Nebelbeil in Serie, allerdings war es da noch keine Ranglistenregatta und die Teilnehmerzahlen entsprechend geringer. Im letzten Jahr gewann Thomas Heldt aus Teterow das Nebelbeil. Zweifelsohne gehören Peter Anders mit seinem Vorschotmann Peter Bark vom WVG und Thomas Heldt / Ines Pingel (Teterow) zum Favoritenkreis. Doch auch den Deutschen Meister 2008 und Vizemeister 2010 Detlef Hegert mit seiner Tochter Luisa muss man auf der Rechnung haben. Erst im Juni gewann er vor 58 anderen Piraten das Silberne Beil. Für ihn ist eine Teilnahme selbstverständlich: „Wenn man gegen die stärkste Konkurrenz segeln will, muss man nach Mecklenburg-Vorpommern fahren und Güstrow ist da die Piratenhauptstadt!“ Zu den weiteren Favoriten dürften auch die Lokalmatadoren Carsten Jansen / Tilo Maaß zählen, die eine beeindruckende Herbstserie hinlegten und in Teterow die Herbstregatta gewannen. Auch die Kreismeister 2010 Jens Bauditz / Susanne Thiel sind für eine Überraschung gut. Bei den Jugendbooten gelten Frederic und Roderic Frantzheld aus Berlin, die 2009 Deutscher Jugendvizemeister waren, als die Favoriten. Absagen musste aus gesundheitlichen Gründen leider der Nebelbeilsieger von 2008 Peter Merten. Auch die Deutschen Meister 2010 Bernd Höft und Burkhard Rieck, die ihr Meisterschiff bereits verkauft haben, können deshalb nicht melden.

Ein besonderes Highlight in diesem Jahr ist der Test einer zweiten Bootsklasse neben den Piraten: Die olympische Finn-Dinghy-Klasse „testet“ den Inselsee. Erst im August wurde die letzte Finn-WM-Revanche ausgetragen und die Serie beendet. Auf Vorschlag des WVG soll nun ab 2011 eine neue Ranglisteregatta unter dem Namen „Nebelwelle“ ausgetragen werden. „Die Doppelwelle ist das Symbol der Finn-Dinghys und die Nebel fließt ja durch Güstrow“, so Peter Anders zur Entstehung des Namens. Auch der Klassenobmann der Finn-Dinghys Carsten Niehusen findet die Idee Klasse. „Finns und Piraten – das passt“, so der Alt-Güstrower kurz und knapp. In diesem Jahr haben zwar nur sechs Boote aktuell gemeldet, aber die Finn-Segler sehen das eher als Trainingseinheit. „Güstrow war früher auch eine Hochburg der Finn-Dinghys. Wir wollen diese Tradition aufrecht erhalten“, so Klaus-Dieter Götz, der für den heimischen WVG an den Start geht. Für 2011 ist der Pokal schon in Arbeit und wird von André Budzien, dem letzten Sieger der WM-Revanche, gestiftet. In diesem Jahr kann er aus beruflichen Gründen leider nicht teilnehmen, „aber im nächsten Jahr hab ich den Termin schon eingetragen, denn der Güstrower Inselsee ist seglerisch immer eine Reise wert“, schreibt der dreifache Weltmeister Budzien in einer E‑Mail an den WVG. Recht hat er!

Jörn-Christoph Jansen

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