Wassersport-Verein-Güstrow 1928 e.V., An den Bootshäusern 13, 18273 Güstrow info@wvg1928.de

WVG-Piraten "entführen" Teterower Hechtjungen

Carsten Jansen / Tilo Maaß gewinnen 57. Herbstregatta in Teterow
Jens Bauditz / Detlef Schwaßmann bei „Sanduhr-Regatta“ in Hamburg erfolgreich

Für die Segler des Wassersport-Vereins-Güstrow 1928 e.V. (WVG) beginnt mit dem Herbst eine der „heißesten“ Jahreszeiten. Regatten in Hamburg, Cottbus, Teterow, Neustrelitz und Prenzlau werden vom WVG besucht, bevor sich alle Piratensegler im Oktober wieder in Güstrow zum 7. Nebelbeil treffen.

An der 57. Auflage der Teterower Herbstregatta konnten mit Carsten Jansen / Tilo Maaß, Peter Merten / Jörgen Mohns und Susanne Thiel / Magnus Penzlin drei Besatzungen teilnehmen. Zudem starteten die Güstrower Helmut Loos und Ludger Wetzke in Renngemeinschaften mit Berliner bzw. Teterower Seglern. Parallel dazu nahmen Jens Bauditz und der Plauer Detlef Schwaßmann an der traditionellen „Sanduhr-Regatta“ der Piraten auf dem Mühlenberger Loch in Hamburg teil. Klare Favoriten gab es in Teterow wie Hamburg: Die Lokalmatadoren Thomas Heldt / Ines Pingel sind nicht nur Rekordsieger in Teterow, sondern haben in den letzten 10 Jahren gleich siebenmal gewonnen. In Hamburg startete der dreifache Europameister und fünffache Deutsche Meister der Piratenklasse Frank Schönfeldt mit seinem Sohn Tom-Luis Schönfeldt, die in Hamburg auch zuhause sind.

Bei 3 Beaufort in Teterow legten Jansen / Maaß einen furiosen Start hin und gewannen die erste Wettfahrt vor Pingel / Heldt (Teterow) und Müncheberg / Steffen (Rostock). In der 2. Wettfahrt rückten die Favoriten Pingel / Heldt das Bild wieder gerade und gewannen. Zweite wurden dieses Mal Müncheberg / Steffen vor Jansen / Maaß. Es bahnte sich also ein Dreikampf an. In der letzten Tageswettfahrt schienen auch die Güstrower Merten / Mohns in den Dreikampf eingreifen zu wollen und führten bis zur Zielkreuz souverän, ehe sie noch vier Boote passieren ließen, darunter auch ihre Vereinskollegen Jansen / Maaß, die so ihren zweiten Tagessieg einfuhren. Spannend machten es wiederum Pingel / Heldt, die erneut Zweite wurden. Dritter wurde nun aber die diesjährigen Gewinner des Silbernen Beils Detlef Hegert / Oliver Bajon, die jedoch um den Gesamtsieg nicht mehr kämpfen konnten. Nur Jansen / Maaß und Pingel / Heldt konnten die Regatta noch gewinnen, wobei die Teterower dazu den letzten Lauf am Sonntag auch gewinnen mussten.

In Hamburg war das Wetter wie in Teterow gut, jedoch starteten nur elf Boote und es waren mehr Wettfahrten ausgeschrieben. In der ersten Wettfahrt landeten Bauditz / Schwaßmann auf Platz vier. Auch Favorit Frank Schönfeldt „übte“ mit Platz 9 offensichtlich noch. Doch schon in den Wettfahrten 2 und 3 gewann er und unterstrich, dass Hamburg „sein Wohnzimmer“ ist. Die Güstrower-Plauer-Crew blieb vorne dabei und belegte die Plätze 2 und 3. Ebenfalls um den Sieg kämpften Johanna Wodtke / Lasse Stehnken (Kiel) mit den Plätzen 1, 5, 2 und der Zwischenführung und die Vizejunioreneuropameister Kirstin Wöhlk / Daniel Labhardt (ebenfalls Kiel), die die Plätze 3, 3 und 5 belegten.

Am Sonntag konnte Wettfahrtleiter Hubert Zisch in Teterow nur mit Verspätung starten. Erst um kurz nach halb zwölf ging es los. Die Form vom Vortag schienen Jansen / Maaß verloren zu haben und kämpften im Mittelfeld. Als sie merkten, dass Pingel / Heldt zwar vorne dabei waren, aber die Vereinskameraden Merten / Mohns mit Abstand führten, realisierten sie langsam, dass ihnen der Gesamtsieg kaum zu nehmen sein würde. Mit einigen extremen Manövern segelten sich die Güstrower mehr nach hinten als nach vorne. Trotzdem reichte am Ende ein 12. Platz im vierten Rennen, da in der Piratenklasse das schlechteste von vier Rennen gestrichen wird. Während Merten / Mohns vor Hegert / Bajon gewannen, belegten Pingel / Heldt „nur“ Platz drei, sodass sie sich in der Gesamtwertung dieses Mal mit Platz zwei begnügen mussten. Während Carsten Jansen / Tilo Maaß den Pokal des „Teterower Hechtjungen“ nach Güstrow „entführen“ konnten, rundeten Merten / Mohns auf Platz drei in der Gesamtwertung das gute Güstrower Ergebnis ab.

In Hamburg derweil sollte der Vierkampf um den Sieg auf Sonntag pünktlich starten und die Tagesform war ganz klar auf der Seite von Jens Bauditz und Detlef Schwaßmann, die die Plätze 2 und 1 in den beiden Tageswettfahrten ersegelten. Damit waren sie von niemandem mehr einzuholen, da auch Frank und Tom‑Luis Schönfeldt mit den Plätzen 5 und 4 nicht mehr so stark waren wie am Vortag. „Ein Sieg im „Wohnzimmer von Frank Schönfeldt“ ist schon was ganz besonderes“, erklärt Jens Bauditz, der die Güstrower Farben nun in Tschechien vertritt.

Besonders zufrieden zeigte sich der Vereinsvorsitzende des WVG, Peter Anders, der dieses Mal nicht selbst ins Regattageschehen eingreifen konnte: „Das war ein Auftakt nach Maß für den WVG. Am kommenden Wochenende wird die „Güstrower Flotte“ mit vier bis fünf Piratenbesatzungen an der Hackbeilregatta in Neustrelitz teilnehmen. Titelverteidiger dort ist Carsten Jansen, der mit Ludger Wetzke an den Start gehen wird.“ Der heiße Herbst geht also in die Fortsetzung – wenigstens im Segeln.


Gesamtklassement in Teterow:
1. Carsten Jansen / Tilo Maaß (WVG 1928 e.V.) 5 Pkt.
2. Ines Pingel / Thomas Heldt (Teterow) 5 Pkt.
3. Peter Merten / Jörgen Mohns (WVG 1298 e.V.) 8 Pkt.
:
12. Helmut Loos / Hannelore Bauditz (WVG / Berlin) 34 Pkt.
14. Marko Monegel / Ludger Wetzke (Teterow / WVG) 34 Pkt.
17. Susanne Thiel / Magnus Pentzlin (WVG) 50 Pkt.

Gesamtklassement in Hamburg:
1. Jens Bauditz / Detlef Schwaßmann (WVG / Plau am See) 8 Pkt.
2. Johanna Wodtke / Lasse Stehnken (Kiel) 10 Pkt.
3. Kirstin Wöhlk / Daniel Labhardt (Kiel) 10 Pkt.
4. Frank Schönfeldt / Tom-Luis Schönfeldt (Hamburg) 11 Pkt.
 

Jörn-Christoph Jansen

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