Wassersport-Verein-Güstrow 1928 e.V., An den Bootshäusern 13, 18273 Güstrow info@wvg1928.de

Um die „halbe Welt“ zur Regatta auf dem Inselsee

WVG: Zwei Meisterschaften bilden Abschluss der Segelsaison 2014
 
Erst am übernächsten Wochenende findet das traditionelle Absegeln statt, doch den Abschluss der Segelsaison auf dem Güstrower Inselsee werden noch einmal zwei hochrangige Regatten bilden: Unter der Regie des Wassersport-Vereins-Güstrow 1928 e.V. (WVG) finden die 11. Auflage des „Nebelbeils“ der Klasse Pirat und die 4. Auflage der „Nebelwelle“ der olympischen Finn-Dinghys statt. Im Rahmen des Nebelbeils wird zugleich der diesjährige Landesmeister gesucht. Bei den Finn-Dinghy-Seglern wird spätestens am Sonntag gar der „Norddeutsche Meister 2014“ in Güstrow gekürt. „Zwei Meisterschaften in Güstrow sind schon ein echter Höhepunkt“, erklärt der WVG-Vorsitzende Peter Anders.


Kurz vor Meldeschluss stehen 22 Meldungen bei den Piraten und 13 Meldungen bei den Finn-Dinghys zu Buche. Die eine oder andere Crew ist noch unentschlossen. Insgesamt kommen damit noch einmal ca. 60 Segler nach Güstrow. „In beiden Klassen sind die Meldezahlen etwas besser als im letzten Jahr. Bei den Finn-Dinghys, die gerade erst vor Wismar ihre Deutsche Meisterschaft gesegelt haben, ist die Zahl sogar fast doppelt so hoch wie im Vorjahr“, erklärt der WVG-Vorsitzende Peter Anders.
 
Bei den Piraten gibt es folglich gleich zwei Titelverteidiger, doch die Landesmeister 2013 und aktuellen Deutschen Vizemeister, Bernd Höft und Burkard Rieck, können aus beruflichen Gründen nicht antreten. Die Gewinner des letztjährigen Nebelbeils, Anne Bauditz und Jörgen Mohns (Berlin/WVG), werden hingegen am Start sein. Die 4. Nebelwelle wird definitiv einen anderen Sieger bekommen, denn auch André Budzien, der bisher alle drei Auflagen der Regatta gewann und Stifter des Preises ist, wird fehlen.
 
Neben den Titelverteidigern dürfen sich allen voran Peter Anders (WVG) mit Detlef Schwaßmann (Plau am See) und Benjamin Schnepf / Fabian Jäckel (Teterow) Hoffnungen auf den Titel machen. Gute Chancen dürften allerdings auch die Zweiplatzierten des Vorjahres, Jens Bauditz und Susanne Thiel (WVG), haben. Ebenso darf man Frank Martens und Uwe Sauer (Teterow/Einheit Güstrow) nicht außer Acht lassen. Mit Simone Witte-Wahrendorf (Berlin) und dem mehrfachen Ixylonmeister Andreas Schickel (Sternberg) hat sich jedoch auch eine Crew zusammengefunden, die um den Sieg ein Wörtchen mitreden wird. Nicht zuletzt ruhen die Güstrower Hoffnungen auch auf Altmeister Carsten Jansen (WVG), der dieses Mal an der Vorschot vom Bronzemedaillengewinner der Deutschen Meisterschaft, Peter Merten (Schwerin), unterstützt werden wird. „Es ist kaum ein echter Favorit auszumachen. Deshalb verspricht jede Wettfahrt Spannung pur“, weiß Wettfahrtleiter Andreas Möller zu berichten. Ob die Ausnahmesegler Ines Pingel-Heldt / Thomas Heldt (Teterow), die in diesem Jahr nicht nur das 58. Silberne Beil sondern souverän auch die Deutsche Meisterschaft gewannen, doch noch anreisen werden, wird erst am Sonnabend um ca. 11 Uhr feststehen, wenn der erste „Startschuss“ fallen soll.
 
Bei den Finn-Dinghys sind ebenfalls großartige Wettkämpfe zu erwarten. Carsten Niehusen (Schwerin), der ehemalige DDR-Meister dieser Bootsklasse Eckard Drephal und Lokalmatador Klaus-Dieter Götz (WVG) werden Siegchancen eingeräumt. Hier wird die Tagesform entscheiden. Streng sind die Regeln zudem: Im Unterschied zu den Piraten wird hier keine Wettfahrt aus der Serie gestrichen.
 
Das Feld der Finn-Dinghys ist jedoch nicht nur spannend, sondern auch international. Wie schon im vergangenen Jahr lässt es sich der polnische Sportsmann Cesary Jakubowski vom PTTK Stargard nicht nehmen, um die halbe Welt zu reisen, um in Güstrow zu segeln. „Als er zur Regatta gemeldet hat, war in der Karibik unterwegs. Per Internet aus dem Golf von Mexiko hat er seine Unterkunft gebucht und organisatorische Fragen geklärt. Mittwoch wird er in Houston (USA) abfliegen und Donnerstagabend in Güstrow sein, wo er auch seine Familie trifft. Schon am Freitag wird er in Güstrow trainieren“, so Carsten Jansen (WVG). „Wir sind sehr stolz, dass er extra zum WVG kommt, um auf dem Inselsee zu segeln. Mit Sicherheit ist das die weiteste Anreise“, schmunzelt Peter Anders (WVG).
 
In beiden Bootsklassen sind vier Wettfahrten am Samstag und Sonntag geplant.
 
Jörn-Christoph Jansen

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