Wassersport-Verein-Güstrow 1928 e.V., An den Bootshäusern 13, 18273 Güstrow info@wvg1928.de

Güstrower Segler kämpfen um Europameistertitel

6 Segler des Wassersport-Vereins-Güstrow 1928 e.V. (WVG) qualifiziert

Ebensee/Österreich – Ungewöhnlich früh in der noch jungen Segelsaison 2015 liegt schon der Saisonhöhepunkt der Klasse Pirat – die Europameisterschaft. Nur alle zwei Jahre segeln die Piraten um Europas Krone. Vom kommenden Dienstag bis zum Sonnabend wird der südliche Traunsee in Österreich am Ort Ebensee Schauplatz der Regatta sein. Gleich 6 der insgesamt 136 Segler in 68 Booten kommen dabei aus Güstrow. Insgesamt werden Segler aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Tschechien, der Türkei und aus Ungarn den Titelkampf aufnehmen.

Unter den 27 deutschen Teilnehmerbooten sind auch Peter Anders / Peter Bark und Jens Bauditz / Susanne Thiel (alle WVG) sowie Jörgen Mohns (WVG) an der Vorschot des Schweriners Peter Merten und Alfred Seeger (WVG) an der Vorschot von Daniel Reinsberg.
 
Der Traunsee ist mittlerweile weltbekannt im Segelzirkus. Immer mehr High-Class Segler zeigen ihr Interesse am Salzkammergut-See. In den letzten Jahren war der Segelclub Ebensee unter anderem bereits Gastgeber der Weltmeisterschaften im „Tempest“ und im „Topcat“ (beide 2011), der Europameisterschaft der „Shark 24“ und der Weltmeisterschaft der H-Boote (beide 2012) oder der Masters-Weltmeisterschaft der ehemals olympischen Klasse „Soling“ (2013).
 
Nun wagen sich die Piraten auf den für seine tückischen Winde bekannten See. „In den Morgenstunden zeigt der berühmte Oberwind aus Süd optimale Segelkonditionen für alle Frühaufsteher. Am Nachmittag dreht der Wind auf Nord, wiederum ein thermischer Wind, genannt Niederwind“, weiß Carsten Jansen vom Wassersport-Verein-Güstrow 1928 e. V. zu berichten. Im letzten Jahr war er im Pirat Teilnehmer der „Allianz Traunsee Woche“, um das Revier zu testen. Letztlich qualifizierte er sich jedoch knapp nicht, konnte aber seine Tipps an die Vereinskameraden weitergeben.

So zum Beispiel an Peter Anders und Peter Bark, die als Hoffnungsträger des WVG gelten. Beide fanden allerdings in diesem Jahr nur wenig Zeit zur Vorbereitung und haben Respekt vor den Windbedingungen. „Wir werden die Testwettfahrt noch intensiv nutzen“, so Peter Anders, Vorsitzender des WVG 1928 e. V.
 
Hoffnungsvoll gehen Jens Bauditz, selbst zweifacher Europameister an der Vorschot, und Susanne Thiel an den Start. Sie gelten als Kenner der Bergwinde und gewannen so schon die tschechische Staatsmeisterschaft. Die Qualifikation schafften sie über einen der Nachrückerplätze, weil unter anderem die Teterower Ines Pingel-Heldt / Thomas Heldt, amtierende Deutsche Meister, berufsbedingt ebenso fehlen werden wie die Vizemeister Bernd Höft / Burkhard Rieck aus Rostock.
 
Titelverteidiger und damit zum Favoritenkreis gehörend ist der Brandenburger Detlef Hegert, der jedoch im Unterschied zum Titelgewinn 2013 nun mit Matthias Haase an der Vorschot segelt. Noch größere Siegchancen werden jedoch den Europameistern von 2011 Svenja Thoroe / Karsten Bredt (Kiel/Hannover) eingeräumt, die schon zwei Ranglistenregatten 2015 für sich entscheiden konnten. In exzellenter Frühform präsentierten sich zudem auch die Berliner Sascha Schröter / Holger Hoff.
 
Mit großem Interesse wird beobachtet werden, wie Peter Merten mit dem WVG-Segler Jörgen Mohns abschneidet. Die Bronzemedaillengewinner der Deutschen Meisterschaft 2014 haben das Meisterschaftsboot von Pingel-Heldt / Heldt erworben und in Berlin sofort auf den 1. Platz beim Frühjahrs-Cup gesteuert. Mit Alfred Seeger hat der WVG zudem noch einen Medaillenkandidaten an der Vorschot vom früheren deutschen Jugendmeister Daniel Reinsberg am Start. Gute Chancen auf eine vordere Platzierung haben auch die ehemaligen Junioreneuropameister Benjamin Schnepf und Fabian Jäckel aus Teterow.
 
Während am Wochenende alle Boote die Vermessung zu überstehen hatten, folgt am Montag ein Trainingstag, ehe es von Dienstag bis Freitag in insgesamt elf Wettfahrten um den Europameistertitel geht. Wenn bis einschließlich Freitag nicht wenigstens vier Wettfahrten gesegelt wurden, ist der Sonnabend als Ersatztag eingeplant. Spätestens dann steht der neue Europameister fest. „Nebenbei“ wird zudem auch um den Titel des österreichischen Staatsmeisters gesegelt.
 
Jörn-Christoph Jansen

Vermessung bei der EURO 2015
Vermessung des Piraten 4299 von Jens Bauditz (rechts) vom WVG

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