Wassersport-Verein-Güstrow 1928 e.V., An den Bootshäusern 13, 18273 Güstrow info@wvg1928.de

Internationales Segelflair auf dem Inselsee

Wassersport-Verein-Güstrow 1928 e.V. (WVG) erwartet 42 Boote aus vier Nationen
 
Erst am übernächsten Wochenende findet das traditionelle Absegeln statt, doch den Abschluss der Segelsaison auf dem Güstrower Inselsee werden noch einmal zwei hochrangige Regatten bilden: Unter der Regie des Wassersport-Vereins-Güstrow 1928 e.V. (WVG) finden die 12. Auflage des „Nebelbeils“ der Klasse Pirat und die 5. Auflage der „Nebelwelle“ der olympischen Finn-Dinghys statt.
 
Zum Meldeschluss stehen 33 Meldungen bei den Piraten und 9 Meldungen bei den Finn-Dinghys zu Buche. Die eine oder andere Crew ist noch unentschlossen. Insgesamt werden bis zu 75 Segler nach Güstrow kommen. „In beiden Klassen sind ist die Meldezahlen sehr erfreulich. Bei den Finn-Dinghys muss man berücksichtigen, dass gerade parallel die Deutsche Meisterschaft am Dümmer in Niedersachen gesegelt wird“, erklärt der WVG-Vorsitzende Peter Anders.

Besonders stolz ist der WVG, ausländische Gäste begrüßen zu können. „Neben zahlreichen Seglern aus Deutschland haben auch Segler aus Polen, Tschechien und Österreich gemeldet. Bei den Finn-Dinghys gehen zwei polnische Boote, bei den Piraten zwei tschechische Boote an den Start. Zwei Österreicher bilden zudem gemixte Crews mit Seglern aus Deutschland“, zeigt sich Peter Anders erfreut.
 
Bereits 2012 hatten Josef Rybácek und Václav Hendrych vom Yacht Club Doksy (Tschechien) auf Anhieb Platz 3 beim Nebelbeil ersegelt und sogar einen Tagessieg errungen. Die Crew gehört zu den besten der Piraten Tschechiens und errang schon Staatsmeistertitel in der Heimat, aber auch in Österreich. Auch auf dem Inselsee dürfte sie ein gewaltiges Wort um den Sieg mitreden. Gespannt sein darf man auf die aufstrebende tschechische Crew Milan Grill (Yacht Klub Jiskra Trebon) und Pavel Moucha (TJ Staré Splavy).
 
Favorit bei den Piraten sind die Deutschen Meister der Jahre 2014 und 2015, Ines Pingel-Heldt / Thomas Heldt (Teterow), die zugleich auch Titelverteidiger des Nebelbeils sind. Zudem gewannen beide 2013 bis 2015 das Silberne Beil Güstrows, sind auf dem Inselsee also nur schwer schlagbar. Geschafft haben das in der Vergangenheit ab und an die Rostocker Bernd Höft und Burkard Rieck, die von 2010 bis 2012 dreimal in Folge Deutscher Meister der Klasse „Pirat“ waren. Auch sie werden am Start sein. Ebenso werden Peter Merten (Schwerin) und Jörgen Mohns (WVG) in vorderer Platzierung erwartet, nicht zu vergessen die Tschechen Rybácek / Hendrych. Auf dem Zettel sollte man außerdem Benjamin Schnepf / Fabian Jäckel (Teterow) haben, die gerade erst in Teterow die Herbstregatta gewannen – gegen Pingel-Heldt / Heldt. Ebenso darf man Frank Martens und Uwe Sauer (Teterow/Einheit Güstrow) nicht außer Acht lassen.
 
Die Güstrower Hoffnungen ruhen auf den Zweiplatzierten des Jahres 2013, Jens Bauditz und Susanne Thiel (beide WVG). Gerade erst am vergangene Wochenende gewann Jens Bauditz mit Ulf Lorenz (WVG) das hoch dotierte Dümmerfinale gegen 31 weitere Piraten, wobei er beide Wettfahrten mit Platz 1 beendete. Auch Peter Anders / Peter Bark (beide WVG) werden Siegchancen eingeräumt. Im letzten Jahr musste sich Peter Anders nur den Teterowern Pingel-Heldt / Heldt geschlagen geben und landete auf Platz 2. „Da ist noch Luft nach oben“, schmunzelt Peter Bark, der in diesem Jahr wieder dabei ist.
 
Dabei sein werden auch Günter Fossler und Roswitha Beranek vom Wiener Yacht Club, die extra zum Nebelbeil aus Österreich einfliegen. An den Start gehen sie getrennt als Mixtteams an der Vorschot von Anne Bauditz (Berlin) bzw. von Björn Helms (Berlin). Ähnlich wie der Tscheche Josef Rybácek hat auch Günter Fossler in seiner Heimat schon alles gewonnen und ist mehrfach Staatsmeister.
 
Bei den Finn-Dinghys sind ebenfalls großartige Wettkämpfe zu erwarten. Wieder dabei und Topfavorit ist der dreifache Nebelwelle-Sieger und mehrfache Mastersweltmeister André Budzien (Schwerin). Altmeister Carsten Niehusen (Schwerin), der das segeln in Güstrow erlernte, will ihm das Siegen etwas schwerer machen. Das gilt auch für Lars Haverland (Schwerin), Sohn von DSV-Vizepräsident Torsten Haverland. Lars Haverland hat seinen Vereinskameraden Budzien schon manchmal besiegen können. Mit Alexander Goltz (Schwerin), Bruder von Olympiateilnehmerin Franziska Goltz, und Jochen Bülow, Vater von Ex-Hansaprofi Kai Bülow (heute bei TSV 1860 München) finden sich weitere prominente Namen, über deren Abschneiden man gespannt sein darf.
 
Auch das Feld der Finn-Dinghys ist international. Zum dritten Man in Folge wird der polnische Sportsmann Cesary Jakubowski vom PTTK Stargard dabei sein. Wieder ist er dabei um die halbe Welt gereist. „Als er zur Regatta gemeldet hat, war er in der Karibik unterwegs. Per Internet von der US-Westküste, Charleston, hat er seine Unterkunft bei uns gebucht und organisatorische Fragen geklärt. Inzwischen ist er aus den USA abgeflogen und wird Freitag in Güstrow sein, wo er auch seine Familie trifft“, so Carsten Jansen (WVG). Offensichtlich hat sich das Revier in Polen herumgesprochen, denn mit Dariusz Chodorowski vom Polskie Stowarzyszenie Regatowe Klasy Finn geht ein weiterer polnischer Finnsegler an den Start.
 
„Wir sind sehr stolz, dass wir so viele ausländische Gäste begrüßen dürfen und welche Anreisen sie extra auf sich nehmen, um bei uns sein zu können. Wir bemühen uns, gute Gastgeber zu sein“, so Peter Anders (WVG).
 
In beiden Bootsklassen sind vier Wettfahrten am Samstag und Sonntag geplant.
 
 
Jörn-Christoph Jansen

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