Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv
 

Peter Anders/Peter Bark werden Vizemeister, Jens Bauditz/Ulf Lorenz Dritter

Steinhuder Meer/Wunstorf – Mit acht Seglern in fünf Booten hat der Wassersport-Verein-Güstrow 1928 e. V. (WVG) in der vergangenen Woche an den Deutschen Meisterschaften der Bootsklasse Pirat teilgenommen.

Klar favorisiert waren die amtierenden Europameister Svenja Thoroe/Karsten Bredt (Kiel/Hannover) sowie die Deutschen Meister der Jahre 2014 und 2015, Ines Pingel-Heldt/Thomas Heldt (Teterow). Die fünffachen Deutschen Meister Bernd Höft/Burkhard Rieck (Rostock) konnten aufgrund der Teilnahme an der Weltmeisterschaft der Flying Dutchman in den Niederlanden ihren Titel aus 2017 nicht verteidigen.

Neben Peter Anders/Peter Bark (WVG) nahmen aus Güstrow noch Jens Bauditz/Ulf Lorenz (WVG), Andreas Ebel/Martin Schlichting (WVG), Magnus Hillenberg/Johannes Hain (WVG/Einheit Güstrow) und Daniel Reinsberg/Alfred Seeger (Röbel/WVG) teil.

Von den ausgeschriebenen zehn Wettfahrten ließ Wettfahrtleiter Axel Busch von der gastgebenden Baltischen Segler-Vereinigung drei am ersten Wettfahrttag segeln. Dabei zeigten Bauditz/Lorenz mit dem Sieg in der 1. Tageswettfahrt gleich, was möglich ist. Anders/Bark (7.) und Ebel/Schlichting (10.) hielten sich noch zurück. Die Favoriten Thoroe/Bredt waren mit Platz drei direkt vorne dabei.

Nach Platz sechs in der 1. Wettfahrt unterstrichen Pingel-Heldt/Heldt ihre Ambitionen und siegten in der 2. Tageswettfahrt. Hinter Ebel/Schlichting wurden Thoroe/Bredt Vierte und schon nach zwei Tageswettfahrten waren die Favoriten punktgleich. Anders/Bark (7.) und Bauditz/Lorenz (9.) segelten erneut unter die Topten.

Den 3. Tagessieg eroberten Simone Witte-Wahrendorf/Silke Kinner (Berlin) vor Thoroe/Bredt, die somit die Gesamtführung übernahmen. Beide profitierten von einem Frühstart der Teterower Pingel-Heldt/Heldt, die die Wettfahrt als Erste beendeten, aber disqualifiziert wurden. Ebel/Schlichting (7.), Bauditz/Lorenz (8.) und Anders/Bark (10.) waren nicht ganz vorne dabei.

„Der erste Wettfahrttag war mehr ein Kennenlernen des Reviers. Es war schwer, für uns hier zu segeln“, so Peter Anders, Vorsitzender des Wassersport-Vereins-Güstrow 1928 e. V.

Am zweiten Wettfahrttag sollten vier Wettfahrten stattfinden. Doch nach drei Startverschiebungen an Land mangels Windes entschied das Wettfahrtkomitee schließlich um 18 Uhr alle Wettfahrten auf den dritten Tag zu verschieben. Für eine gültige Meisterschaft war noch eine Wettfahrt notwendig.

Das Warten hatte Anders/Bark offenbar angestachelt. Die 4. Wettfahrt gewannen die Güstrower vor Helms/Helms (Berlin) und Thoroe/Bredt. Nicht so optimal lief es für Bauditz/Lorenz (11.) und Ebel/Schlichting (12.). Pingel-Heldt/Heldt wahrten mit Platz sechs die Chance auf die Meisterschaft.

Die 5. Wettfahrt gewannen wiederum Anders/Bark. Dieses Mal vor Reinsberg/Seeger. Deutlich verbessert zeigten sich Bauditz/Lorenz (4.) und Ebel/Schlichting (7.). Mit Platz zehn verspielten Pingel-Heldt/Heldt schon die Meisterschaft. Demgegenüber segelten Thoroe/Bredt zum fünften Mal in Folge in die Top Fünf und kamen ihrem ersten gemeinsamen Meistertitel näher.

Auch der dritte Tagessieg in der 6. Wettfahrt ging an die Güstrower: Dieses Mal gewannen wieder Bauditz/Lorenz. Anders/Bark segelten erneut stark und wurden Fünfter. Völlig daneben ging diese Wettfahrt für Thoroe/Bredt (23.) und Ebel/Schlichting (24.).

Vor dem letzten Wettfahrttag lagen Thoroe/Bredt bei noch drei oder gar vier zu segelnden Wettfahrten nur fünf Punkte vor Anders/Bark in Führung. Zwischen Anders/Bark auf Platz zwei und Pingel-Heldt/Heldt auf Platz fünf betrug der Abstand gar nur drei Punkte. Doch aus einem spannenden letzten Wettfahrttag wurde nichts. Kaum Wind und Unwetterwarnungen ließen die Segler an Land warten.

Gegen 15 Uhr stand schließlich das beste Mannschaftsergebnis in der jüngeren Geschichte des WVG bei Deutschen Meisterschaften mit den Plätzen zwei, drei, sechs und acht fest. „Wir haben alle Vereinsgeschichte geschrieben“, strahlte Vizemeister Peter Anders über sein erstes Podium nach zwei vierten Plätzen.

„Was wir Güstrower hier erreicht haben, ist unbeschreiblich“, war auch für Ulf Lorenz, der vor vier Wochen zum ersten Mal das Silberne Beil gewann, der Bronzerang schwer in Worte zu fassen.

„Zum Nebelbeil im Oktober könnte es in Güstrow zur Revanche kommen, denn von den ersten acht der Deutschen Meisterschaft haben sieben Teams ihre Teilnahme angedeutet“, blickt Silbermedaillengewinner Peter Bark bereits auf die kommenden Ziele voraus.

Die Ergebnisse im Einzelnen:
1. Svenja Thoroe / Karsten Bredt (Kiel/Hannover) 17 Pkt.
2. Peter Anders / Peter Bark (WVG 1928 e. V.) 22 Pkt.
3. Jens Bauditz / Ulf Lorenz (WVG 1928 e. V.) 23 Pkt.
4. Thomas Schneider / Frank Schneider (Bonn) 25 Pkt.
5. Ines Pingel-Heldt / Thomas Heldt (Teterow) 26 Pkt.
6. Andreas Ebel / Martin Schlichting (WVG 1928 e. V.) 39 Pkt.
:
8. Daniel Reinsberg / Alfred Seeger (Röbel/WVG 1928 e.V.) 41 Pkt.
:
19. Magnus Hillenberg / Johannes Hain (WVG 1928 e. V./Einheit Güstrow) 79 Pkt.


Jörn-Christoph Jansen

Wetter

Statistik

HeuteHeute282
GesternGestern558
Diese WocheDiese Woche1333
Dieser MonatDieser Monat8852
gesamtgesamt1482742
Max. 17.10.2018 : 1673