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Wassersport-Verein-Güstrow 1928 e. V. (WVG) erwartet 49 Boote

Die Segelsaison neigt sich dem Ende. Schon am übernächsten Wochenende findet das traditionelle Absegeln statt, doch den Abschluss der Segelsaison auf dem Güstrower Inselsee werden noch einmal zwei hochrangige Regatten bilden: Unter der Regie des Wassersport-Vereins-Güstrow 1928 e. V. (WVG) finden die 15. Auflage des „Nebelbeils“ der Klasse Pirat und die 8. Auflage der „Nebelwelle“ der olympischen Finn-Dinghys statt.

Wenige Tage vor dem ersten Startschuss stehen 38 Meldungen bei den Piraten und 11 Meldungen bei den Finn-Dinghys zu Buche. Insgesamt werden über 80 Segler nach Güstrow kommen. „Wir sind wirklich überrascht über die hohe Meldezahl bei den Piraten – das ist Meisterschaftsniveau. Normalerweise ist das Silberne Beil im Juni meldestärker. Nun könnte es sein, dass das Nebelbeil – der ‚kleine Bruder‘ – vorne liegt. Sicherlich profitieren wir ein bisschen von Absagen anderer Regatten im Herbst wegen Niedrigwassers. Auch bei den Finn-Dinghys haben wir mehr Meldungen als 2017“, erklärt der WVG-Vorsitzende Peter Anders.

2017 waren 20 Piraten und acht Finns am Start

Leider fehlen wird der diesjährige Deutsche Meister und Weltmeister im OK-Dinghy André Budzien vom Schweriner Yachtclub e. V. „Ich kann leider nicht kommen, aber 2019 bin ich wieder dabei“, schreibt Budzien, der auch Rekordsieger der Nebelwelle ist, die seit 2011 auf dem Güstrower Inselsee ausgetragen wird. In Abwesenheit von André Budzien wird es bei den Finns spannend. Nun sind Lars Haverland (Schwerin) und Erik Schmidt (Sternberg) in der Favoritenstellung. Aber Carsten Niehusen (Schwerin), der das Segeln in Güstrow erlernte, will ihnen das Siegen schwermachen. Gespannt blicken die Güstrower auf das Comeback von Klaus-Dieter Götz (WVG), der 2019 bei den Finn Masters Europameisterschaften in Schwerin noch mal an den Start gehen möchte.

Bei den Piraten wird das „ewige Duell“ zwischen Bernd Höft/Burkhard Rieck (Rostock) und Ines Pingel-Heldt/Thomas Heldt (Teterow) ausgesetzt. Die Rostocker fehlen urlaubsbedingt. Stattdessen haben sich aber die amtierenden Europameister und Deutschen Meister von 2018, Svenja Thoroe/Karsten Bredt (Kiel/Hannover) angekündigt. Auf dieses Duell darf man sehr gespannt sein.

Neben Thoroe/Bredt und Pingel-Heldt/Heldt, Nebelbeilsieger von 2015 bis 2017, wird ein breites Verfolgerfeld an den Start gehen. Alleine fünf der ersten sechs Teams der diesjährigen Deutschen Meisterschaft werden dabei sein. Auf den Vizemeistern Peter Anders/Peter Bark (WVG), dem Drittplatzierten Jens Bauditz nun wieder mit Susanne Thiel (WVG) und den 6. der Deutschen Meisterschaft, Andreas Ebel/Martin Schlichting (WVG), ruhen die Güstrower Hoffnungen.

Sie werden sich einer starken Konkurrenz stellen müssen: Lukas Brüning/Femke Gosch (Kiel/Brunsbüttel), Kai Köhler/Peter Merten (Heiligenhafen/Schwerin) oder Benjamin Schnepf/Fabian Jäckel (Teterow) werden in vorderer Platzierung erwartet. Ein Geheimtipp sind die Berliner Donald und Phyllis Lippert, die beim Silbernen Beil schon zwei Wettfahrten souverän gewannen; Donald Lippert ist schließlich vierfacher Europameister in der O-Jolle.

„Wir erwarten nicht nur Segler aus acht verschiedenen Bundesländern auf dem Inselsee, sondern auch internationale Gäste aus Tschechien werden anreisen. Dass Segler 600 km Fahrt auf sich nehmen, um beim WVG zu segeln, macht uns sehr stolz“, so Peter Anders (WVG). Wie schon 2017 werden Zdeněk Rychtr und Pavel Moucha vom Yachtclub Doksy, Neuntplatzierte der diesjährigen Tschechischen Staatsmeisterschaft, auf dem Inselsee segeln.

Zudem geht auch bei den Finn-Dinghys mit Martin Vacula ein tschechischer Spitzensegler an den Start. „Martin Vacula war bei der Tschechischen Staatsmeisterschaft am Ende nur einen Punkt hinter uns auf Platz vier. Er wird bei den Finns um den Sieg mitsegeln“, weiß Jens Bauditz, der jedes Jahr nach Tschechien fährt und so die Segelkontakte dorthin aufrecht hält. „Es ist für uns eine Ehre, wenn wir internationale Gäste begrüßen dürfen“, freut sich Peter Anders (WVG). Deshalb wird auch die tschechische Nationalflagge am Wochenende am Fahnenmast des WVG wehen.

Sowohl bei den Finn-Dinghys als auch bei den Piraten sind fünf Wettfahrten am Samstag und Sonntag geplant, die von Andreas Möller (WVG) geleitet werden. Insgesamt werden 20 Güstrower Segler in 13 Booten dabei sein.

Jörn-Christoph Jansen

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