Wassersport-Verein-Güstrow 1928 e. V. (WVG) erwartet 50 Boote

Die Segelsaison neigt sich dem Ende. Schon am übernächsten Wochenende findet das traditionelle Absegeln statt, doch den Abschluss der Segelsaison auf dem Güstrower Inselsee werden noch einmal zwei hochrangige Regatten bilden: Unter der Regie des Wassersport-Vereins-Güstrow 1928 e. V. (WVG) finden die 16. Auflage des „Nebelbeils“ der Klasse Pirat und die 9. Auflage der „Nebelwelle“ der olympischen Finn-Dinghys statt.

Wenige Tage vor dem ersten Startschuss stehen 38 Meldungen bei den Piraten und 12 Meldungen bei den Finn-Dinghys zu Buche. Insgesamt werden fast 90 Segler nach Güstrow kommen. „Wir sind wirklich überrascht über die erneut hohe Meldezahl bei den Piraten. Nach 40 Booten zum Silbernen Beil sind wir nun wieder fast genauso stark. Auch die Finn-Dinghy-Klasse bringt mehr Segler mit als in den letzten Jahren“, erklärt der WVG-Vorsitzende Peter Anders.

Bei den Finn-Dinghys geht dann André Budzien vom Schweriner Yachtclub e. V. wieder an den Start. 2018 fehlte der diesjährige Bronzemedaillengewinner der Masters-Europameisterschaft (Ü40). Nun kehrt er fast direkt von den Deutschen Meisterschaften in Flensburg zurück, wo er zwar den undankbaren vierten Platz belegte, sich aber nur in den 1990er Jahren geborenen Seglern geschlagen geben musste. „Es ist gut, dass die jungen vorne segeln und zugleich Ansporn für mich, aber ich halte noch ziemlich ordentlich mit“, zeigt sich Budzien, der auch Rekordsieger der Nebelwelle ist, die seit 2011 auf dem Güstrower Inselsee ausgetragen wird, gewohnt bescheiden. So ist es auch André Budzien, der einen Preis für die ersten drei Plätze der U25-Wertung am kommenden Wochenende ausgelobt hat. Den Favoriten Budzien wollen Dirk Zilius (Ribnitz) und Erik Schmidt (Sternberg) ärgern. Auch Carsten Niehusen (Schwerin), der das Segeln in Güstrow erlernte, will um die Podestplätze segeln.

Bei den Piraten kommt es zu einer wahren „Meisterschaft der Meister“. Die Deutschen Meister 2019 Ines Pingel-Heldt/Thomas Heldt (Teterow), die nicht an der Europameisterschaft in der Türkei teilnehmen konnten, werden auf die drei Erstplatzierten der Europameisterschaft 2019 treffen. Europameister Frieder Billerbeck (Wedel-Schulau) wird dann an der Vorschot von Leon Meyerdirks (Blankenese) unterstützt. Auch die zweimaligen Europameister und nunmehrigen Vize-Europameister Svenja Thoroe/Karsten Bredt (Kiel/Hannover) haben sich angekündigt. Schließlich startet mit Lukas Brüning (Kiel) der EM-Dritte mit Vorschoter Ralph Nyhuis (Clarholz). Auf viele Duelle darf man gespannt sein.

Neben diesen Spitzenseglern wird ein breites Verfolgerfeld an den Start gehen. Die Titelverteidiger Donald und Phyllis Lippert (Berlin) haben letztes Jahr alle Favoriten geschlagen. Altmeister Peter Merten (Schwerin) mit dem fünffachen Deutschen Meister Burkhard Rieck (Rostock) an der Vorschot gelten als Geheimtipp und dann gibt es auch noch die Güstrower.

Die heimischen Hoffnungen ruhen auf Andreas und Martin Ebel (WVG), die Platz fünf bei der EM und Platz sechs bei der DM ersegelten. Außerdem werden die Vierten der Deutschen Meisterschaft Peter Anders/Peter Bark (WVG) vorne erwartet. Schließlich startet auch Jens Bauditz, zweifacher Silbermedaillengewinner 2019 sowohl bei den Österreichischen als auch bei den Tschechischen Staatsmeisterschaften, gemeinsam mit Susanne Thiel (WVG).

„Es wird gar nicht so einfach, in die Top Sechs zu segeln. Neben Seglern aus sechs verschiedenen Bundesländern erwarten wir aber auch wieder internationale Gäste aus Tschechien. Dass Segler zweimal im Jahr 600km Fahrt auf sich nehmen, um beim WVG zu segeln, macht uns sehr stolz“, so Peter Anders (WVG). Seit 2017 nehmen Zdeněk Rychtr und Pavel Moucha vom Yachtclub Doksy am Silbernen Beil und am Nebelbeil teil. Und nun bringen sie Verstärkung mit: Michal Tobolka und Petr Gardavský von der TV Viskra Trebon werden als zweites tschechisches Boot teilnehmen. Beide Teams waren die einzigen Vertreter ihrer Nation bei den Europameisterschaften.

Weil außerdem die in Deutschland lebenden Willem van der Wal (Koninklijke Watersportvereniging Sneek, Niederlande) und Franz Dieter Rompeltien Howard (Club de Yates Higuerillas, Chile) in Güstrow an den Start gehen, werden gemeinsam mit der tschechischen auch die niederländische und die chilenische Nationalflagge am Wochenende am Fahnenmast des WVG wehen. „Es ist für uns eine Ehre, wenn wir internationale Gäste begrüßen dürfen“, freut sich Peter Anders (WVG). Alleine zehn Teams der Europameisterschaft, die gerade erst im September in Bayramoglu/Türkei stattfand, gehen auch in Güstrow an den Start.

Sowohl bei den Finn-Dinghys als auch bei den Piraten sind fünf Wettfahrten am Samstag und Sonntag geplant, die von Andreas Möller (WVG) geleitet werden. Insgesamt werden 19 Güstrower Segler in 10 Booten dabei sein.


Jörn-Christoph Jansen

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