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WVG 1928 e. V. begrüßte 87 Segler in 49 Booten auf dem Inselsee

Der Wassersport-Verein-Güstrow 1928 e. V. (WVG) hatte am vergangenen Wochenende zu den letzten großen Regatten der Segelsaison 2019 geladen. Aufgerufen waren die Klasse Pirat in der 16. Auflage des Nebelbeils sowie das olympische Finn-Dinghy zur 9. Nebelwelle. Amtierende Deutsche Meister, Europameister und internationale Segler waren der Einladung gefolgt.

38 Boote mit 76 Seglern in der Klasse Pirat und elf Boote und Segler in der Einhandklasse der Finn-Dinghys konnte der WVG-Vorsitzende Peter Anders stellvertretend für den Gastgeber begrüßen: „Das Teilnehmerfeld der Piraten ist überragend. Abgesehen von den Meisterschaften der Saison 2019 waren das Silberne Beil und das Nebelbeil bisher die meldestärksten Regatten. Es ist das größte Lob für einen Veranstalter, wenn Segler gerne wiederkommen. Auch bei den Finn-Dinghys kamen wieder etwas mehr Segler.“ Mit Zdeněk Rychtr/Pavel Moucha und Martin Vacula/Karolina Vinterlikova fanden sogar zwei tschechische Boote den Weg zum WVG.

Bei den Piraten gingen mit Ines Pingel-Heldt/Thomas Heldt (Teterow) die amtierenden Deutschen Meister und mit Frieder Billerbeck (Wedel-Schulau) der amtierende Europameister, unterstützt von Vorschoter Leon Meyerdirks (Blankenese), an den Start. Das Favoritenfeld komplettierten die zweifachen Europameister Svenja Thoroe/Karsten Bredt (Kiel/Hannover). Als Geheimtipps galten Altmeister Peter Merten (Schwerin) mit dem fünffachen Deutschen Meister Burkhard Rieck (Rostock). Aber auch Titelverteidiger Donald und Phyllis Lippert (Berlin) sowie Lukas Brüning/Ralph Nyhuis (Kiel/Clarholz) wollten ein Wörtchen um den Sieg mitreden. Die Güstrower Hoffnungen ruhten auf Peter Anders/Peter Bark (WVG), Jens Bauditz/Susanne Thiel (WVG) sowie den Fünften der Europameisterschaft Andreas und Martin Ebel (WVG).

Bei 2-3 Beaufort und anhaltendem Nieselregen konnte Wettfahrtleiter Andreas Möller (WVG) Piraten und Finn-Dinghys pünktlich auf einen doppelten Up-and-Down-Kurs zur 1. Wettfahrt schicken.

Wie erwartet starteten Pingel-Heldt/Heldt hervorragend. Nur Ebel/Ebel starteten noch besser und führten. Auf Platz 3 konnten Merten/Rieck dem Führungsduo kaum folgen. Das packende Duell entschieden die Güstrower schließlich mit zwei Bootslängen Vorsprung vor den Deutschen Meistern für sich. Hinter Merten/Rieck folgten Ausborm/Soetebier (Brunsbüttel) als Vierte und Anders/Bark als Fünfte. Für Thoroe/Bredt auf Platz 11, Bauditz/Thiel (WVG) als 13. und Billerbeck/Meyerdirks als 17. begann es nicht wie erhofft.

Mit einer Teterower Doppelführung begann die 2. Wettfahrt. Die früheren Junioreneuropameister Schnepf/Jäckel gewann die Startkreuz vor Pingel-Heldt. Die Tschechen Martin Vacula/Karolina Vinterlikova und Ebel/Ebel folgten gleichauf. Merten/Rieck waren knapp dahinter. Doch sowohl Pingel-Heldt/Heldt als auch Ebel/Ebel segelten wie entfesselt und konnten sich erneut absetzen. Dieses Mal hatten die Teterower das bessere Ende für sich und gewannen vor den Güstrowern. Mit größerem Abstand folgten Merten/Rieck wieder auf Platz drei. Thoroe/Bredt hatten sich auf Platz vier vorgeschoben, wohingegen Schnepf/Jäckel bis auf Platz fünf zurückgefallen waren. Während es für Billerbeck/Meyerdirks als 7. und Bauditz/Thiel (WVG) als 9. etwas besser lief, fielen Anders/Bark als 17. zurück.

In der letzten Wettfahrt des Tages wollten Thoroe/Bredt endlich um den Sieg mitreden und duellierten sich mit Pingel-Heldt/Heldt. Auch wenn die Führung auf der Kreuz immer wieder zwischen beiden Booten wechselte, waren Pingel-Heldt/Heldt achterlich bei diesem leichten Wind schneller. Am Ende stand für sie der zweite Tagessieg und die Gesamtführung zu buche. Auch um Platz drei gab es ein Boot-an-Boot-Duell mit Schnepf/Jäckel und Ebel/Ebel. Die Teterower hatten auch hier die Bootsspitze vorne. Für Bauditz/Thiel mit Platz 5 war ein Platz in den Top Sechs möglich, wohingegen dieser für Anders/Bark mit Platz 10 in weite Ferne gerückt war. Ebel/Ebel blieb nach den Plätzen 1, 2 und 4 der zweite Platz in der Gesamtwertung. Als einziges Boot neben Pingel-Heldt/Heldt hatten sie Siegchancen.

Mit Rekordsieger Andre Budzien hatte das Feld der Finn-Dinghys einen klaren Favoriten. Doch Eckehard Zülow (Lychen) und Erik Schmidt (Sternberg) konnten hin und wieder Nadelstiche setzen und mal eine Startkreuz gegen den EM-Dritten aus Schwerin gewinnen. Vor dem Wind segelten Budzien jedoch in einer anderen Liga und zeigte Samstag mit drei Siegen in drei Wettfahrten bereits seine Extraklasse. Eckehard Zülow hielt mit den Plätzen 2, 3, 6 ebenso noch etwas mit wie Erik Schmidt (8, 2, 2). Der ehemalige Güstrower Carsten Niehusen (3, 5, 4) kämpfte um das Podium.

Am Sonntag sollte die Entscheidung in beiden Klassen fallen. Zwei Wettfahrten je Klasse standen noch aus. Alle Wetterprognosen versprachen 4-6 Knoten, doch der Inselsee präsentierte sich spiegelglatt. Um auf einsetzenden Wind vorbereitet zu sein, schickte das Wettfahrtkomitee alle Boote zur Startbereitschaft auf den Inselsee. Tatsächlich setzte um ca. 11:45 Uhr Wind ein, der wenigstens noch eine Wettfahrt ermöglichen könnte. Als der Wind jedoch eine Minute vor dem Start um 30 Grad drehte, setzte das Wettfahrtkomitee erneut Startverschiebung und nach weiteren 20 Minuten vergeblichen Wartens beendete es die Regatta.

Damit blieb es bei den Gesamtergebnissen des Vortags und Ines Pingel-Heldt/Thomas Heldt gewannen zum fünften Mal seit 2014. Gemeinsam ist es gar der 6. Sieg. Für Andre Budzien ist es der 7. Sieg bei der 9. Nebelwelle.

„Die Segler waren sehr zufrieden mit der Veranstaltung und das ist für uns die Hauptsache. 49 Boote, 87 Segler und drei Güstrower Boote in den Top Ten sind ein schöner Saisonabschluss“, resümierte Peter Anders. Am 26. Oktober beenden alle Güstrower Segler die Saison 2019 mit dem Absegeln.


Jörn-Christoph Jansen

Bildergalerie: Nebelbeil & Nebelwelle 2019

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