Wassersport-Verein-Güstrow 1928 e.V., An den Bootshäusern 13, 18273 Güstrow info@wvg1928.de

Piratensegler des WVG nehmen Kurs auf Österreich

Peter Anders, Jens Bauditz, Ulf Lorenz und Andreas Ebel bei Internationaler Österreichischer Staatsmeisterschaft

Weyregg am Attersee – Während auf dem heimischen Inselsee am vergangenen Montag die WVG-Segelwoche mit 25 Kindern und Jugendlichen begonnen hat, machten sich einige Segler des Wassersport-Vereins-Güstrow 1928 e. V. (WVG) auf den Weg nach Österreich zum malerischen Attersee.

„In Deutschland sind so viele Regatten ausgefallen, dass wir unsere Regattapläne für das Jahr umgestellt haben“, erläutert Peter Anders. „Da auch unsere privaten Reisen nicht wie geplant stattfinden, haben wir gleich den Urlaub an den Attersee verlegt“, freut sich Peter Anders über die Begleitung seiner Frau Susanne. So ging es am Sonntag mit zehn Stunden Fahrt und der Piratenjolle im Schlepptau über 900km nach Österreich. „Die Orte am Attersee bieten eine Welt für die ganze Familie. Mit fast 47 km² ist der Attersee, der größte See Österreichs. Der Attersee ist international vor allem auch als hervorragendes Segelrevier bekannt. Insbesondere der stete ‚Rosenwind‘ garantiert gute Segelbedingungen“, hat sich Peter Anders, der 2017 hier die Internationale Österreichische Staatsmeisterschaft gewann, gut vorbereitet.

Während Schwager und Stammvorschoter Peter Bark auf der WVG-Segelwoche die Anfänger im Optimisten trainiert, wird Peter Anders in Österreich mit Franz Dieter Rompeltien Howard an der Vorschot segeln. Der geborene Chilene lebt in Deutschland und segelte zuletzt in Güstrow das Silberne Beil.

Auch Jens Bauditz und Ulf Lorenz (beide WVG) machen sich auf den Weg. Schon in den letzten Jahren war Jens Bauditz – 2016 mit Susanne Thiel (WVG) – nah dran und erreicht am Ende Platz 3 (2016), Platz 5 (2017), Platz 3 (2018) und Platz 2 (2019). „Die Konkurrenz hier ist stark, weil auch viele deutsche Piratensegler teilnehmen“, weiß Jens Bauditz, der schon Meistertitel in Deutschland, der Türkei, Polen und Tschechien und auch zweimal die Europameisterschaft gewann. Zusammen mit Ulf Lorenz wurde er 2019 Vizemeister in Tschechien und in Österreich.

Als frisch gebackener Silbermedaillengewinner wird Andreas Ebel (WVG) von den Tschechischen Staatsmeisterschaften nach Österreich reisen. Wie Peter Anders und Jens Bauditz wird auch er ohne Stammvorschoter Martin Ebel (WVG) antreten. Marcel Salewski (Cottbus) springt ein.

„Die Tschechische Meisterschaft stand bei uns nicht mal ansatzweise im Regattakalender, da sie parallel zur Warnemünder Woche gewesen wäre. Dazu kam, dass wir eigentlich direkt nach Warnemünde weiter nach Schweden in den Sommerurlaub reisen wollten“, erklärt Andreas Ebel. Aber dieses Jahr ist alles anders: Keine Warnemünder Woche und Quarantänepflicht für Schwedenrückkehrer, so war die Teilnahme an der Tschechischen Staatsmeisterschaft ein Medaillenglücksfall. Ein Wiedersehen in Österreich gibt es dabei auch mit den Tschechischen Staatsmeistern Josef Sivý und Ondřej Matoušek, denen sich die Güstrower gerade erst knapp geschlagen geben mussten.

Favorisiert sind die zweifachen Europameister Svenja Thoroe/Karsten Bredt (Kiel/Hannover) und der amtierende Europameister Frieder Billerbeck/Julius Raithel (SV Wedel-Schulau).

Gespannt sein darf man auf das Abschneiden dreier Altmeister. Mit Detlef Hegert (Rangsdorf), der mit Tochter Luisa an den Start gehen wird, segelt der Europameister von 2011 seine erste Regatta in diesem Jahr. Außerdem hat überraschend der dreifache Pirateneuropameister Frank Schönfeldt (Hamburg) gemeldet, der schon unter anderem in den Bootsklassen OK Dinghy, Conger, Varianta, im Match Race und zuletzt im H-Boot mehr als 30 Deutsche Meistertitel ersegelte, davon auch fünf in der Klasse Pirat. Gemeinsam mit Vorschoterin Anna Schönian (Hamburg) gibt es nun also ein Comeback. Auch Jochen Bredt mit Vorschotfrau Marika Maczutajtis (Münster) ist bereits mehrfacher Staatsmeister und hat gemeldet.

Insgesamt 31 Boote aus Deutschland, Österreich und Tschechien wird der gastgebende Sportverein Weyregg Sektion Yachtsport (SVW-YS) zum Wochenende begrüßen können. Mit 15 Booten stellen die deutschen Segler gar die Mehrheit. Aus Österreich haben neun Boote gemeldet. Der Titelverteidiger aber kommt aus Tschechien, denn Josef Sivý ist nicht nur frisch gebackener Tschechischer Staatsmeister, sondern er gewann 2019 auf der Alten Donau in Wien auch den Titel des Österreichischen Staatsmeisters.

„Es wird spannend, sich in einem Feld mit gleich fünf Europameistern zu behaupten. So hochklassige Felder gibt es sonst nur auf dem Güstrower Inselsee“, schmunzelt Peter Anders. Am Freitag um 12 Uhr fällt der Startschuss zur ersten von insgesamt sechs Wettfahrten. Werden wenigstens drei Wettfahrten beendet, steht am Sonntag der neue Österreichische Staatsmeister fest.

Jörn-Christoph Jansen

Wetter

Statistik

HeuteHeute213
GesternGestern1046
Diese WocheDiese Woche4321
Dieser MonatDieser Monat25092
gesamtgesamt2255033
Max. 03.08.2020 : 1729

Login Form