Wassersport-Verein-Güstrow 1928 e.V., An den Bootshäusern 13, 18273 Güstrow info@wvg1928.de

Piratensegler des WVG wollen Edelmetall erobern

13 WVG-Segler in acht Booten auf der Müritz

Röbel/Müritz – Mit 13 Seglern in acht Booten stellt der Wassersport-Verein-Güstrow 1928 e. V. (WVG) bei der am kommenden Donnerstag beginnenden Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDM) der Bootsklasse Pirat das größte Team. Zusammen mit zwei weiteren Seglern des Nachbarvereins SV Einheit Güstrow (SVEGS) nehmen sogar 15 Segler in 10 Booten teil.

In diesem Jahr ist bekanntlich alles anders. Eigentlich sollte die Deutsche Meisterschaft bereits über Himmelfahrt im Mai auf dem Dümmer in Niedersachsen stattfinden. Aufgrund von Corona wurden jedoch bis Ende Juni alle Regatten abgesagt und die Klasse setzte die Meisterschaft am selben Ort neu auf den September an. Da aber nur eine Klasse an einem Ort zeitgleich ihre Meisterschaft austragen soll, so die Vorgabe des DSV, mussten die Piraten sich einen neuen Ort suchen, denn die OK Dinghy hatten mit ihrer Meisterschaft die älteren Rechte.

Dass der Röbeler Segler-Verein „Müritz“ e. V. (RSVM) nunmehr Gastgeber wurde, war nur möglich, weil Ende Juli/Anfang August zwei Europameisterschaften der Klasse „Europe“ coronabedingt abgesagt werden mussten. Schon 2017 sprang der RSVM als Gastgeber der Piraten-Europameisterschaft ein, weil die politische Lage in der Türkei dort keine Regatta zuließ.

Zwar reisen die Güstrower mit vielen Seglern an, aber Topfavoriten sind andere. In erster Linie sind hier Svenja Thoroe und Karsten Bredt (Kiel/Hannover) zu nennen, die vor fast genau drei Jahren am selben Ort Europameister wurden. Damals wurden Frieder Billerbeck/Julias Raithel (Wedel-Schulau) Zweiter. Nun reisen sie erstmals als amtierende Europameister zu einer Deutschen Meisterschaft und wollen auch dort ganz oben auf dem Podest stehen. Nicht zu verachten werden auch Lukas Brüning/Femke Gosch (Kiel/Brunsbüttel) und der ehemaligen Deutsche Meister und Europameister Detlef Hegert (Rangsdorf) sein, der gerade Österreichischer Staatsmeister wurde.

Titelverteidiger sind Ines und Thomas Heldt (Teterow), die im letzten Jahr ihren dritten Titel bei deutschen Meisterschaften holen konnten. Aber Ines Heldt wird ebenso berufsbedingt fehlen wie die fünffachen Deutschen Meister und Gewinner des diesjährigen Silbernen Beils aus Rostock Bernd Höft/Burkhard Rieck.

Thomas Heldt, als Steuermann zwei Mal Vizeeuropameister, wird nun wieder selbst die Pinne übernehmen und gehört mit Magnus Hillenberg (WVG) zum erweiterten Favoritenkreis. „Magnus ist ein guter Segler, aber als Team sind wir nicht eingespielt. Insofern sind andere vorne zu erwarten“, weiß Thomas Heldt um die Stärke der Konkurrenz.

Daneben ruhen die Medaillenhoffnungen des WVG wieder mal auf Peter Anders/Peter Bark (WVG), die 2018 Vizemeister und schon oft Vierter wurden. Auch Jens Bauditz/Susanne Thiel (WVG) wollen überraschen und hoffen auf viel Wind. Gespannt guckt man auf das Abschneiden von Andreas und Martin Ebel (WVG), die sich ständig verbessern und für eine Medaille gut sind.

„Ganz besonders freut es mich, dass wir zwei Güstrower Jugendmannschaften zur Deutschen Meisterschaft mitbringen können“, strahlt Peter Anders, Vorsitzender des Wassersport-Vereins-Güstrow 1928 e. V. Mads-Ove Pagel/Kay Schmidbauer und Maurice Bachmeyer/Marie Luise Bark (alle WVG) nehmen zum ersten Mal an einer Deutschen Meisterschaft teil und werden im Feld mit 51 Booten aus der ganzen Republik zunächst Erfahrungen sammeln. International wird die Deutsche Meisterschaft übrigens durch die Teilnahme der tschechischen Mannschaft Zdenek Richter (Yacht Club Doksy) und Karolina Vinterlikova (Yacht Club Boehmia Poděbrady).

Die Güstrower Farben werden außerdem noch vertreten von Refa-Maria Jacobs/Sascha Rix (WVG/Teterow), Torsten Faaß/Tobias Henke (Lübeck/WVG), Frank Martens/Uwe Sauer (Teterow/SVEGS) und Benjamin Schnepf/Johannes Hain (Teterow/SVEGS). Auch Wettfahrtoffizielle des WVG werden aktiv sein: Dr. Jörn-Christoph Jansen leitet das fünfköpfige Protestkomitee, Helmut Loos das Technische Komitee und Carsten Jansen ist Teil des Wettfahrtkomitees.

Von Donnerstag an sind insgesamt zehn Wettfahrten unter der Leitung von Dirk Köhn (RSVM) geplant, von denen nur die schlechteste gestrichen wird, wenn wenigstens fünf Wettfahrten gesegelt wurden. Schon am ersten Wettfahrttag kann mit 12-15 Knoten und westlichen Winden gerechnet werden. Der neue Deutsche Meister wird am Sonntag feststehen.

Jörn-Christoph Jansen

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