Wassersport-Verein-Güstrow 1928 e.V., An den Bootshäusern 13, 18273 Güstrow info@wvg1928.de

„Silbernes Beil“ als Generalprobe zur Meisterschaft

65. Auflage der Segelregatta startet am Wochenende beim WVG 1928 e. V.

Am kommenden Wochenende wird auf dem Güstrower Inselsee das 65. Silberne Beil ausgesegelt. Es ist die letzte Ranglistenregatta vor der diesjährigen Deutschen Meisterschaft auf Ostsee, die im Rahmen der 83. WARNEMÜNDER WOCHE 2021 ausgetragen wird.

„Wie schon 2020 ist erst seit zwei Wochen der kontaktlose Wettkampfsport im Freizeit- und Breitensport überhaupt wieder erlaubt. Wir haben Glück, aber es ist auch eine riesige Herausforderung, erneut alle Hygieneauflagen der Verordnung einzuhalten. Auch in diesem Jahr sind 16 Regatten der Klasse Pirat, die im April in die Segelsaison hätten starten sollen, ausgefallen; andere wurden in den Herbst verschoben“, so Peter Anders, Vorsitzender des Wassersport-Vereins-Güstrow 1928 e. V. (WVG). Wie schon 2020 gehört das Silberne Beil zu den wenigen Regatten, die auch in den Coronajahren wie geplant stattfinden.

„Wir hatten zunächst eine Begrenzung auf 35 Meldungen angedacht, die innerhalb von drei Stunden nach Öffnung des Meldeportals erreicht waren. Im Zuge sinkender Inzidenz und weiterer Lockerungen haben wir uns dann entschlossen, die gesamte Warteliste mit fünf Booten hinzuzunehmen. Die Meldeliste wurde vergangenen Freitag geschlossen. Es gehen nun maximal 40 Boote an den Start. Besonders erfreulich ist der Start von gleich sechs Jugendbooten“, erläutert Dr. Jörn-Christoph Jansen, stellvertretender WVG-Vorsitzender und Leiter des Regattabüros. Im letzten Jahr gingen 36 Boote an den Start.

„Es wäre kein Problem gewesen, mehr Boote an den Start zu bringen. Es sind alle heiß darauf, so viel wie möglich zu segeln. In Warnemünde haben aktuell 48 Boote zur Deutschen Meisterschaft gemeldet. Aber so unproblematisch das Segeln auf dem Wasser ist, umso herausfordernder ist die Landveranstaltung. Das Einhalten von Abständen funktioniert nur, wenn wir weniger Segler zulassen und die Meldungen beschränken. Wir werden deshalb unabhängig von der Landesverordnung alle testen, die nicht vollständig geimpft oder genesen sind“, erläutert Peter Anders.

Ein Blick in das Hygienekonzept, das beim Gesundheitsamt des Landkreises vorliegt und aus den Erfahrungen von 2020 verfeinert wurde, verrät, dass es keine Buffets, keine Party mit Musik und Tanz, keine Eröffnung und Siegerehrung und auch keine Gläser beim Ausschank von Getränken geben wird. Abstandregelungen und das Tragen von medizinischen oder FFP2-Masken gehören schon wie selbstverständlich dazu.

Die Kommandos auf dem Wasser wird am kommenden Wochenende Andreas Möller (WVG) geben. Um die Anreise zu entzerren, wird am Sonnabend später gestartet als üblich. Erst um 13:30 Uhr ist das erste Ankündigungssignal geplant. „Fünf Wettfahrten sind vorgesehen. Drei davon planen wir am Samstag. Es wird sicherlich bis in den frühen Abend gesegelt werden, was kein Problem ist, denn es gibt ja keine Abendveranstaltung. Wenn am Ende wenigstens vier Wettfahrten erreicht werden, wird die schlechteste Wertung jedes Bootes gestrichen, “, erklärt Wettfahrtleiter Andreas Möller, der von einer Crew aus zehn Personen unterstützt werden wird.

Die Titelverteidiger und fünffachen Deutschen Meister Bernd Höft und Burkhard Rieck (Rostock) können in diesem Jahr nicht dabei sein und geben damit ihren Titel kampflos ab. Topfavoriten sind damit einmal mehr Ines und Thomas Heldt (Teterow). Schon sechsmal konnten Heldt/Heldt gemeinsam das Silberne Beil gewinnen, davon alleine viermal in Serie von 2013 bis 2016. Thomas Heldt, der mit 13 Titeln Rekordsieger ist, gewann gar sechsmal in den letzten acht Jahren. Die amtierenden Deutschen Meister und mehrfachen Europameister Svenja Thoroe und Karsten Bredt (Kiel/Hannover) werden als härteste Konkurrenten eingestuft, gewannen jedoch das Silberne Beil noch nie.

„Das Silberne Beil ist nicht nur wegen der terminlichen Nähe zur Deutschen Meisterschaft in diesem Jahr Generalprobe. Wer hier gewinnen will, muss auch all jene schlagen, die in Warnemünde starten“, weiß Peter Anders um die Stärke der Konkurrenz. Mit Andreas und Martin Ebel (WVG) sowie Björn und Marc Helms (Berlin) starten auch die Vizemeister und Meisterschaftsdritten aus 2020 in Güstrow.

Die Güstrower Peter Anders und Peter Bark konnten sich schon dreimal auf dem Silbernen Beil verewigen. 2008, 2009 und zuletzt 2017 gewann die WVG-Crew. „Bei einer Wochenendregatta darf man sich im Prinzip in keiner Wettfahrt einen Fehler erlauben, wenn man gewinnen möchte. Dafür ist das Piratenfeld zu ausgeglichen und die Konkurrenz zu stark“, weiß Peter Bark, der an der Vorschot von Peter Anders 2018 Vizemeister wurde.

Aber die Konkurrenz ist auch neben den genannten Crews hoch. Zahlreiche weitere Siegkandidaten gehen in Güstrow an den Start. Der dreifache Europameister der Olympiajolle Donald Lippert (Berlin) mit Vorschoterin Phyllis Lippert darf nicht unterschätzt werden. Die Deutschen Vizemeister von 2016 Daniel Reinsberg (Röbel) mit dem Güstrower Alfred Seeger (WVG) möchten ihren ersten Sieg. Wieder mit dabei ist auch der Europameister von 2013 und Deutsche Meister von 2008 Detlef Hegert (Rangsdorf).

Gespannt gucken die Güstrower auf Andreas und Martin Ebel. Die WVG-Segler waren 2019 in der Türkei Europameisterschaftsfünfte und 2020 Deutsche Vizemeister. Aus dem Landkreis Rostock muss man schließlich auch den ehemaligen Junioreneuropameister Benjamin Schnepf und Fabian Jäckel (Teterow) und Frank Martens/Uwe Sauer (Teterow/SV Einheit Güstrow) auf dem Zettel haben.

Insgesamt werden 17 Güstrower Segler in 11 Booten die Farben der Barlachstadt vertreten. Seit 1957 organisiert der Wassersport-Verein-Güstrow 1928 e. V. die größte Piratenregatta in Mecklenburg-Vorpommern.


Jörn-Christoph Jansen


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