Wassersport-Verein-Güstrow 1928 e.V., An den Bootshäusern 13, 18273 Güstrow info@wvg1928.de

41 Piraten wollen das „Silberne Beil“ 2022 erobern

66. Auflage der Segelregatta startet am Wochenende beim WVG 1928 e. V.

Am kommenden Wochenende wird auf dem Güstrower Inselsee das 66. Silberne Beil ausgesegelt. Zum Meldeschluss stehen 41 gemeldete Boote mit 82 Seglern aus Berlin, Brandenburg, Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und natürlich aus ganz Mecklenburg-Vorpommern zu Buche. Noch bis kurz vor dem geplanten Start am kommenden Sonnabend sind Nachmeldungen möglich.

„Wir sind mit der Vormeldezahl zufrieden und liegen auf dem Niveau von 2021. Zum ersten Mal können wir ohne wesentliche Coronaauflagen und ohne Meldebeschränkungen wieder unser Silbernes Beil veranstalten“, freut sich Peter Anders, Vorsitzender des veranstaltenden Wassersport-Vereins-Güstrow 1928 e. V. (WVG).

„Weil die Deutsche Meisterschaft schon über Himmelfahrt stattfand, ist bei vielen Seglern die Luft allerdings ein bisschen raus. Dadurch haben viele Regatten mit niedrigen Meldezahlen zu kämpfen. Dazu gehört leider auch die 84. WARNEMÜNDER WOCHE, bei der wir Co-Ausrichter sind. Letztlich hätte auch das Silberne Beil wohl sonst mehr Meldungen“, bedauert Peter Anders die Entwicklung.

Die Kommandos innerhalb des Wettfahrtkomitees wird am kommenden Wochenende Andreas Möller (WVG) geben. Am Sonnabend pünktlich um 11:00 Uhr erfolgt das erste Ankündigungssignal. „Fünf Wettfahrten sind vorgesehen. Drei davon planen wir am Samstag. Nur wenn wenigstens vier Wettfahrten erreicht werden, wird die schlechteste Wertung jedes Bootes gestrichen“, erklärt Wettfahrtleiter Andreas Möller, der von einer Crew aus zehn Personen unterstützt werden wird.

„Wer gewinnen will, muss auch in diesem Jahr Ines und Thomas Heldt und sicherlich auch Bernd Höft und Burkhard Rieck schlagen“, weiß Peter Anders um die Stärke der Konkurrenz. Alleine acht Deutsche Meistertitel vereinigen diese beiden Ausnahmecrews aufeinander. Dreimal gewannen die Teterower Heldt/Heldt. Fünfmal siegten die Rostocker Höft/Rieck. Dreimal konnten auch sie sich schon auf dem Silbernen Beil verewigen, zuletzt 2020. 2021 fehlten sie und gaben den Titel kampflos ab. Nun wollen sie ihn zurück.

Topfavoriten sind aber einmal mehr die Titelverteidiger Ines und Thomas Heldt (Teterow). Schon sechsmal konnten Heldt/Heldt gemeinsam das Silberne Beil gewinnen, davon alleine viermal in Serie von 2013 bis 2016. Thomas Heldt, der mit 14 Titeln Rekordsieger ist, gewann gar siebenmal in den letzten neun Jahren. Die frisch gebackenen Deutschen Meister und amtierenden Europameister Frieder Billerbeck und Julius Raithel können wegen der parallel stattfindenden Kieler Woche leider nicht in Güstrow dabei sein.

„Das Silberne Beil ist wegen der terminlichen Nähe zur Junioreneuropameisterschaft und zur Deutschen Jugendmeisterschaft in diesem Jahr Generalprobe für viele Jugend- und Juniorencrews“, weiß Peter Anders. Die Junioreneuropameisterschaft wird nach Verschiebung 2020 und Ausfall 2021 im Juli in Ungarn stattfinden. Die Deutsche Jugendmeisterschaft findet als Gesamtdeutsche Meisterschaft aller Jugendklassen in Kiel Mitte August statt.

Während die Jugend noch nicht um den Titel des 66. Silbernen Beils mitreden wird, erwartet der Güstrower Inselsee dennoch ein starkes Feld. Zahlreiche Siegkandidaten gehen in Güstrow an den Start. Der Deutsche Meister von 2006 Marko Anderssohn möchte mit Vorschoter Jakob Engelmann (beide Cottbus) den ersten Sieg. Wieder mit dabei ist auch der Deutsche Meister von 2008 und Europameister von 2013 Detlef Hegert, dem der Sieg zuletzt 2010 gelang, mit Rainer Bernhardt (beide Rangsdorf) an der Vorschot. Als Geheimtipps gelten Björn Helms/Daniel Edinger (Berlin) oder auch Gunter Edinger/Wilhelm Wutzler (Berlin), die mit starken Ergebnissen aufhorchen ließen.

Gespannt gucken die Güstrower auf Andreas und Martin Ebel. Die WVG-Segler waren 2019 Europameisterschaftsfünfte, 2020 Deutsche Vizemeister, 2021 Europameisterschaftsdritte und verpassten bei den Deutschen Meisterschaften im Mai 2022 das Podium mit Platz vier nur um einen Punkt. Die Güstrower Peter Anders und Peter Bark konnten sich hingegen schon dreimal auf dem Silbernen Beil verewigen. 2008, 2009 und zuletzt 2017 gewann die WVG-Crew. „Bei einer Wochenendregatta darf man sich im Prinzip in keiner Wettfahrt einen Fehler erlauben, wenn man gewinnen möchte. Dafür ist das Piratenfeld zu ausgeglichen und die Konkurrenz zu stark“, weiß Peter Bark, der an der Vorschot von Peter Anders 2018 Vizemeister wurde.

Auch Altmeister Jens Bauditz (WVG), der im Pirat viele nationale und internationale Meistertitel gewann, aber niemals das Silberne Beil, greift mit Magnus Hillenberg (WVG) an der Vorschot wieder an. Schließlich muss man die ehemaligen Junioreneuropameister Benjamin Schnepf und Fabian Jäckel (Teterow) und Frank Martens/Uwe Sauer (Teterow/SV Einheit Güstrow) auf dem Zettel haben.

Insgesamt werden 16 Güstrower Segler in 10 Booten die Farben der Barlachstadt vertreten. Seit 1957 organisiert der Wassersport-Verein-Güstrow 1928 e. V. die größte Piratenregatta in Mecklenburg-Vorpommern.

Jörn-Christoph Jansen

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