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von Andreas Ebel

Mitten in der unglaublichen Hitze von Berlin, die wir Anfang Juni gefühlt für mehrere Wochen hatten, machten Martin und ich uns am Samstagmorgen (09.06.2018) auf den Weg in das 50 km entfernte Rangsdorf, das südlich von Berlin liegt. Insgesamt hatten 19 Piraten für den Bürgermeisterpokal gemeldet, wovon wir viele Teams nicht kannten und sehr viele direkt aus dem ausrichtenden, urigen und netten Verein RSG 53 kamen.

Geplant waren 4 Rennen und laut Windfinder war kaum mit Wind zu rechnen. Der kleine See begrüßte uns am Samstagmorgen mit strahlendem Sonnenschein und wirklich keinem einzigen Kräuseln auf dem Wasser, sodass wir in aller Ruhe unser Schiff aufbauen und die wenigen bekannten Gesichter begrüßen konnten. Mit leichter Verspätung setzte dann doch ein kleiner Hauch ein und alle Teams wurden aufs Wasser geschickt.

Gegen 12 Uhr war dann auch der erste Start und es ging auf einen Olympischen Kurs mit Zusatzdreieck. Die Bedingungen waren nicht einfach; sehr wenig Wind, sehr viele Dreher und immer wieder riesige Windaussetzer. Den ersten Start haben wir leider ein bisschen versemmelt und mussten uns somit in der Nachstartphase ziemlich durchkämpfen konnten aber irgendwie die Dreher richtig riechen und kamen oben an Tonne 1 als Zweiter an. Vor uns nur GER 4379 mit Kai und Marcel, die sich im Laufe des Rennens dann doch absetzen konnten und erst auf dem letzten Halbwind und der Zielkreuz dann doch deutlich auf uns verloren haben und sich mit kleinem Vorsprung ins Ziel retten konnten.

Im zweiten Rennen legten wir einen super Start in Luv hin und konnte frei rausfahren. Es wurde allerdings gleich Einzelrückruf gezogen und eigentlich hatten wir das Gefühl gehabt, dass wir nicht drüber waren. Aufgrund dessen, dass für den Sontag absolut null Wind angesagt war und wir somit vielleicht kein 4tes Rennen zustande bekommen würde und somit kein Streicher hätten, haben wir uns doch dazu entschieden, auf Nummer Sicher zu gehen und den Start zu korrigieren. Somit mussten wir einmal eintauchen und neu starten. Die gleiche Entscheidung hatten auch Kai und Marcel weiter in Lee getroffen. Durch einen Linksdreher auf der Startkreuz und aufgrund des Eintauchens waren wir automatisch auf der rechten Seite was dazu führte, dass wir fast das ganze Feld vor uns hatten. Kai und Marcel, die weiter in Lee gestartet sind konnten noch einigermaßen vom Linksdreher profitieren und waren weiter vorne zu finden. An der Luvtonne lagen wir irgendwo um Platz 15 und die ersten 5-6 Teams waren schon gefühlt einen Schenkel weg. In Führung lagen GER 4421 mit Thomas und Thea vor GER 4352 mit Daniel und Patrick. Die beiden ließen auch nichts mehr anbrennen und fuhren souverän die beiden Plätze nach Hause. Vor der Zielkreuz lagen wir auf Platz 5 und konnten uns dann noch kurz vor dem Ziel Kai und Marcel schnappen und beendeten das Rennen auf Platz 4.

An Land erfuhren wir dann vom Wettfahrtleiter, dass wir nicht am Start drüber waren und umsonst korrigiert haben. Da müssen wir in Zukunft wohl besser auf unser Gefühl hören.

An dieser Stelle muss man ein großes Lob an die Wettfahrtleitung ausrichten, die sehr aktiv mit den starken Drehern umgegangen sind und den Kurs immer wieder und sehr schnell angepasst haben. Somit war wirklich ein faires und anspruchsvolles Segeln möglich. Das tolle war auch, dass es so brutal warm war, dass wir zwischen den Rennen immer wieder baden gehen konnten, um uns abzukühlen.

Das letzte und dritte Rennen war von den Bedingungen sehr ähnlich zu den beiden vorherigen Rennen und diesmal war unser Start sehr gut, waren gleich von Anfang an in der Spitzengruppe mit von der Partie und konnten uns dann ab der 2ten Kreuz absetzen und fuhren einen deutlichen Vorsprung auf die Verfolger heraus. Das Rennen konnten wir vor Thomas/Thea und Kai/Marcel gewinnen.

Schließlich war der erste Segeltag vorbei und wir lagen ganz knapp in Führung punktgleich mit Thomas und Thea. Der nächste Morgen war nicht anders als der vorherige. Absolut kein Wind bei einer unglaublichen Hitze und kaum Aussichten auf irgendeine Art von Wind. Nichtsdestotrotz wurden wir rausgeschickt und der Wettfahrtleiter hat dann tatsächlich mit der 4ten Wettfahrt begonnen. Dadurch dass wir punktgleich mit Thomas/Thea und nur ganz knapp vor Kai/Marcel waren kam es zu der Situation, dass wenn einer von uns drei das 4te Rennen gewinnen sollte auch derjenige automatisch die Regatta gewinnt. Die Bedingungen waren absolut grenzwertig und aus unserer Sicht hätte man nicht starten dürfen. Gestartet wurde natürlich trotzdem und an Tonne 1 lagen Thomas/Thea ganz knapp vor uns und wir wussten, dass wir nur dran bleiben müssen, um die Chance zu bekommen die beiden zu überholen. Auf dem zweiten Vorwinder hatten wir sie dann überholt und gingen in Führung liegend auf die vorletzte Kreuz. Thomas und Thea waren max. 5 m hinter uns und haben plötzlich einen 45 Graddreher bekommen, den wir nicht bekamen. Somit waren die beiden wieder vor uns und auch Kai und Marcel hatten sich durch den Dreher auf Platz 3 vorgesegelt. Im Laufe dieser Kreuz konnten wir Thomas und Thea in ein kleines Wendenduell verwickeln und die beiden wieder überholen. Auf dem letzten Dreieck hatten wir das Glück dann auf unserer Seite und erwischten eine Privatbö und konnten somit auch das letzte Rennen gewinnen. Kai und Marcel haben dann noch den Turbo angeschmissen und sich auf Platz zwei verholt. Thomas und Thea wurden dementsprechend dritter im letzten Rennen.

Der Einlauf der letzten Wettfahrt entsprach dann auch dem Endergebnis. Wir waren natürlich super glücklich über unseren ersten Sieg im Piraten und möchten uns beim RSG 53 für die tolle Veranstaltung und die familiäre Atmosphäre bedanken. Glückwünsche natürlich auch an die anderen platzierten Teams.

Liebe Grüße
Andreas & Martin
GER 4490

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