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von Peter Merten

Mein Freund Jens Bauditz holte mich wie immer pünktlich am 04. Juli von zu Hause ab und wir fuhren gemütlich mit einer Essenpause nach Doksy.

Doksy ist auf den ersten Blick eine eher verschlafene, typische böhmische Gemeinde im Kreis Česká Lípa (Nordböhmen in Tschechien). Aber wehe, wenn der Sommer kommt! Dann erwacht das Städtchen aus dem sprichwörtlichen Dornröschenschlaf und wird zur Urlaubs- und Partymetropole! Nicht zuletzt durch den in unmittelbarer Nähe liegenden Machasee mit seinen weißen feinsandigen Stränden: Touristisch gut erschlossen zieht er unzählige Touristen an, die die ganze Umgebung und vor allem Doksy beleben. Umgeben von den typisch böhmischen Kegelbergen mit der alten Ruine der Burg Bezděz ist der Machasee ein wunderschöner Bade- und Wassersportsee.

Dort angekommen, wurden wir sehr freundlich begrüßt und konnten unsere kostenlose Unterkunft gleich beziehen. Selbstverständlich gab es Freibier, sogar bis Sonntag. Die Preise für sonstige Getränke und Essen waren sehr moderat, so dass wir am Tag der Bezahlung paar Kronen mehr gaben.

Am Donnerstag takelten wir unser Boot in Ruhe auf, gingen viel baden und waren gedanklich schon bei der 1. Wettfahrt. Jens war ja schon unzählige Male auf dem Machasee, aber bei der Wetterlage war alles ganz anders.

Am Freitag segelten wir endlich unsere ersten 4 Wettfahrten. Am Start waren wir immer vorne mit bei, aber so richtig verstanden haben wir den See nicht. Drehungen bis zu 60° waren keine Seltenheit und manchmal drehte der Wind nicht zurück. Wir waren nach dem ersten Tag Vierter, aber nicht ganz unzufrieden. Erster waren Josef Sivy/Dalibor Sivy (CZE 554), übrigens die Dritten der Europameisterschaft 2013 auf dem Lipnow Stausee, vor Michal Tobolka/Petr Gardavsky (CZE 568)  und Martin Vacula/Vaclav Hendrych (CZE 556).

Am Sonnabend konnten wir bei Windstärke 2 bis 3 wieder 4 Wettfahrten segeln. Die Bedingungen waren wie am Vortage und nach dem Wettkampftag segelten wir in aller Ruhe den Machasee ab. Die Zwischenplatzierungen waren nach 8 gesegelten Wettfahrten die Gleichen wie am Vortage. Leider hatten wir auch einen 11. Platz an diesem Tage ersegelt  und wir werteten den Segeltag nach den Wettfahrten lange aus. Unser Ziel war der dritte Platz und dass war auch das Maximale, denn die ersten beiden Piraten segelten auf einem anderen Stern. Abends gab es wieder ein leckeres Essen, so wie jeden Tag.

Am Sonntag wurden noch 2 Wettfahrten gesegelt, wir rundeten die Tonne 1 als Zweiter und konnten den Platz bis ins Ziel verteidigen. In der letzten Wettfahrt starteten wir wie immer sehr gut, segelten wie in der ersten Tageswettfahrt nach links, aber der Wind war nicht unser Freund, drehte 50° nach rechts und wir rundeten die Tonne 1 als 15. Im Ziel waren wir dann 11. und waren etwas enttäuscht. Wir wussten nicht, ob es zum 3. Platz gereicht hat. Wir segelten schweigend an Land und takelten unseren Piraten ab zum Verladen. Die Freude war natürlich groß, als wir erfuhren, dass wir in der Gesamtwertung den dritten Platz ersegelten. Wir gratulieren den Gewinnern und Platzierten recht herzlich.

Die weite Reise hat sich so oder so gelohnt und wir wurden mit unserem dritten Platz belohnt.

Wir möchten uns bei den Tschechischen Sportsfreunden recht herzlich mit einem dreifachen Hacke Beil bedanken. Wenn mein Freund Jens im nächsten Jahr zur Tschechischen Meisterschaft fährt und es mir meine Zeit erlaubt, würde ich gerne als Vorschotmann wieder mitsegeln.

Jens Bauditz & Paul Merten

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