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Auf nach Rangsdorf! Wie immer im neuen Segeljahr ist es die erste Regatta der Kutter ZK 10. Die Crews waren segelhungrig, denn gestartet sind tatsächlich 27!!!  Kutter.

Von uns waren auf die Reise gegangen: Gutschi am Quirl, Lupo unser Gastsorbe am Besan, Carsten (ich) am Groß, Walter an der Fock … ähmm Genua (ich soll nicht immer Fock sagen, da es ja eine Genua ist  –  dafür kassiere ich regelmäßig Zusammenschisse … aber dor rin, dor rut, nichts utmokt … alte Mecklenburger Weisheit, da sollen andere ja sehr viel nachtragender sein …. ja so is dat in’t Läben) ähm … wo waren wir stehen geblieben, ach so, Tüdel natürlich am Spi und Bernd (unser Gast von der „Poseidon“) als Vorschiffmann.

Es fehlten Hansi (weiterhin Wintererholung oder Bulldogtime) und Idol hatte das nicht auf dem Plan, weil dort immer die Eisheiligen sind, winterkalt, zu früh im Jahr, zu weit usw. und die Kälte hatte es wirklich in sich, es war im Klartext arschkalt (Sonnabend zu Sonntag minus  3 Grad) - und das sage ich, der mal zu den Eskimos auswandern wollte!

Ich war über Potsdam gefahren (mache ich gerne und kürzerer Weg und außerdem meidet man die Autobahnbaustelle Michendorf) und hatte noch einen Abstecher zum Potsdamer Seesportclub gemacht, wo ich Altmeister Acki traf, dann weiter über die Dörfer nach Rangsdorf. Bernd mit dem Kutter im Schlepp, wie auch ich wollten gegen 15:00 Uhr in Rangsdorf sein. Da ich etwas früher da war, gönnte ich mir einen Kaffee beim Bäcker neben dem roten Netto. Dort hatte ich vorher die Trink- und Foodreserven aufgefrischt. Wollte dann gerade Bernd den Hahnigen anklingeln und fragen, in welchen Stau er gerade dumm rumsteht, aber da fuhr er schon an mir vorbei. Ich mir in die Hacken gespuckt und hinterher, denn es ist dort wichtig schnell zu entladen, um keinen Stau am und am Hafenbecken zu verursachen. Mein Navi führt mich komischerweise immer am Seehotel Berlin-Rangsdorf vorbei (das muss Absicht sein), denn ich werde dann auf unbefestigten Umwegen zum Seesportclub Rangsdorf weiter navigiert. Da ich ein gehorsamer Mensch bin habe ich mich jetzt schon zum zweiten Mal auf diesen Weg verleiten lassen. Vielleicht liegt das auch an meinem Schlafquartier, meinem bescheidenen Teamwork-Queck, und das Navi will mir signalisieren „Schau mal tolles Hotel!“. Aber wenn das Navi schon so was macht, dann sollte es auch vorher meine Geldbörse checken zwecks Hoteleinquartierung. Außerdem Hotel viel zu weit weg vom Geschehen (ca. 300 m fußläufig – zu viel für einen Kutterfahrer oder Segler im Allgemeinen) und wohl auch ungeeignet für einen vermeintlich harten Kuttersegler - zu versnobt.

Wir den Kutter entladen, Hänger zum Parkplatz am der ehemaligen russischen Garnison (ja die wussten auch wo es schön ist und sich leben lässt) fahren. Dann den Kutter verholt, neben den Steg auf den See, im Päckchen, denn das Hafenbecken war schon proppevoll. Da hatten die Berliner und Randberliner ganze Arbeit geleistet und ihre Kutter schon im Laufe der Woche gebracht. War sicherlich gut so und hat zur Stauvermeidung beigetragen. Dann in aller Ruhe den Kutter aufgebaut und nebenbei auf Wunsch der „Morag“-Crew vom Scharmützelsee noch einige Trimmtipps gegen bis hin zum messen usw. Mast auch unserer Sicht zu steil, zu wenig Bumms im Rigg. Sie haben dann noch einiges umgestellt.

Langsam trafen dann auch Gutschi und Lupo ein, Restarbeiten am Kutter, natürlich auch Korrekturen, alles in allem aber ok. Dann endlich das wohlverdiente Feierabendhopfengetränk + lecker Rum von Lupo (unser Geburtstagsgeschenk an ihn, er hat damit unsere heimlichen Erwartungen prompt erfüllt). War bei der Dürre aber auch wichtig. Dann zogen zwei Jugendliche durch das Camping- und Wohnlager, das immer enger wurde, da lfd. weitere Kutter eintrafen, und warben für „Lecker Grillwurst, Grilletten und Steaks“. Hätten die auf dem Hamburger Fischmarkt nicht besser gekonnt. Wir entschieden uns für Grilletten. Waren wirklich lecker. Haben dann aber auch noch bei Knobi, Zwiebel, Speck und Schmalzfleisch das Abendbrot verlängert. Gäste kamen und gingen, alles wünschte sich ein frohes und gesundes Restjahr, was ja auch noch passte. Gäste müssen 7. Geruchssinn haben, denn immer wenn lecker Rum auf dem Tisch steht,  finden sich selbige ein. Gerne - ihr seid willkommen. Bekanntlich teilt der, der nichts hat, am ehesten. Nichts, was in diesem Fall aber nicht stimmte (wir hatten ja Hopfengetränk und Rum), teilt sich tatsächlich am besten oder? Bier ging nicht recht, da zu kalt. Tüdel hat seit jetzt einen Partytisch mit Partybänken von einem unserer Fans abgestaubt – das passt, weil er gut in Tüdels Bus und auch gut zu uns passt. Nun haben wir noch mehr Gästekapazitäten. Irgendwann am frühen Winterabend traf unser nicht einziger aber vielleicht doch unser Edelfan Katja ein. Die von Katja extra sponsierten Trinkbecher aus Gold wurden mit Rum gefüllt. Den von Katja zu den güldenen Bechern sponsierten dazugehörigen Rum, den hatten wir schon zum Ansegeln ausgetrunken. Verwerflich, aber wir haben es gemacht. Stand ja auch schon ein Jahr rum der Rum. Und ist dabei noch ein Jahr älter geworden und damit noch wertvoller. Ja statt 15- jährigen Rum haben wir nun 16-jährigen Rum getrunken. Es wird wohl so mancher Rum getrunken beim Rumstehen oder Rumsitzen oder Rumdüsen oder Rumdösen oder Rumsegeln oder Rumfahren oder Rumträumen - deshalb heißt er ja auch Rum der Rum. Hansi ist ja auch Weltmeister im Rum sagen. Damit steht er, glaube ich, im Guinessbuch der Rekorde seit Rund Hiddensee anno 2016.

Gegen 22:30 Uhr trollen wir uns alle in die Heia und träumen glückselig vom Kuttersegeln oder Rum?
Wer früh ins Bett geht der steht natürlich auch früh wieder auf. So hielten wir es dann auch. Unser erster Anlauf zum preiswerten guten Frühstück (3,50 Euronen da kann man nicht meckern, das sind Kutterpreise) alles Hand gemacht von fleißigen Helfern im Hintergrund, einer Zunft die inzwischen in deutschen Landen auch auf der roten Liste gelandet ist, weil vom Abnippeln bedroht. Wir sind zu früh. Wer kann denn auch ahnen, dass so ein paar Schildbürger aus dem Raum Teterow zu fast nachtschlafender Zeit schon frühstücken wollen. Aber Moment Mal, es war schon hell. Beim 2. Anlauf hat es uns dann kalt getroffen. Wir mussten bei gefühlt minus 8 Grad draußen frühstücken, da Sitzplätze im Warmen sämtlichst mit Frostkötteln besetzt waren. Das Frühstück war aber so gut, dass uns die Kälte nichts ausmachte, man konnte sich auch gut am Kaffeebecher aufwärmen. Dabei musste man aufpassen, dass nicht so ein verstohlener Nasentropfen im Becher landete, der eigene ist ja noch zu verkraften aber…na ihr wisst schon…

Zwischenzeitlich war auch uns Walter mit seinen begehrten Nonnenschürzkuchen (sollen im Volksmund ja anders heißen... wie ist mir entfallen) eingetroffen, um an den Genua und Barberholerstrippen ziehen. Und natürlich auch am Schwertfall. Ganz wichtig. Der See hat 20 cm weniger Wasser als üblich. Die Grünen haben den Uferbereich West abgetonnt, wie in alten Zeiten … nicht zu dicht ans Westufer, ja wissen wir, nein – natürlich damit die Vögel in Ruhe brüten können und sich nicht andauernd vor den blöden Seglern in acht nehmen müssen (Schwachsinn – schon mal was von den zehn Goldenen Regeln des DSV gehört, ach so, wir sind ja im DSSV)

Kutter auftakeln, in die Segelsachen schlüpfen. Eröffnung -es ist amtlich 27 Kutter sind am Start! Alle sind zufrieden. Der Veranstalter vertreten durch Basti grinst über alle vier Backen, berechtigt. Die weitesten kommen aus Stuttgart, der „Schwabenpfeil“. Hut ab für 800 bis 900 km, die sie auf der Piste waren!!! Aus Old Meckelbörg - Pommern fehlten die Anklamer, die Schweriner und die Wollgaster (wahrscheinlich zu weit für das halbe Kutterpräsidium, ja, die Entfernungen aus Stuttgart ist gefühlt wesentlich kürzer aus MV), aber sorry, dann wären wir ja 40 Kutter gewesen – wie   gut, das ihr zu Hause geblieben seid und eure Öfen geheizt habt.

Der Rainer, der da wieder unser Wettfahrtleiter war sagte auch noch was, er hat Round About 38, 9 Kurse im Angebot, gesegelt wurde glücklicherweise nur die Dreierreihe, die passte dann auch gut.
Wind war nicht mehr so stark wie am Freitag, dafür war er etwas schwächer, das nennt man Logik ;-).
Der Wettfahrtleiter kündigt an pünktlich starten zu wollen, er will ein bisschen Druck machen, damit Bewegung in den zugeparkten Hafen und die Riesenpäckchen diesseits und jenseits des neuen Steges kommt. Wind zwischen 3 und 1, aus westlichen Richtungen Nord tendierend.

1. Wettfahrt: Start – 1 – 2 – 3 – 1 – 2 – 3 – Ziel / Wind 2 – 3 Bft (mehr 2)
Wir wollen in luv starten, kommen aber reichlich zu spät, da ist wirklich alles dicht, hinten rum geht auch nicht, da sind lauter Kutter und Ufer und Stege usw. Startsignal ertönt, wir fahren tapfer am Startschiff vorbei wenden weg, lassen alle vorbei und tauchen dann von oben ein. Ergebnis: Wir sind noch vor zwei anderen Kutter (also haben wir doch nicht alle vorbei gelassen), die es tatsächlich uns gleichgemacht haben. Auch gut, schaun mer mal was man daraus noch machen kann. Da wir in luv liegen und der Wind nördlich begünstigt daher kommt sind wir oben an der BM 1 unter den ersten zwanzig, die ersten fünf aber schon an der Raumbahnmarke! Also Spi hoch wir holen weiter auf, aber es sind nur wenige Plätze, die wir gutmachen. Die ersten ziehen unbeirrt ihre Kreise, ihr Vorsprung wächst. Platz 1 „Resi“ aus Teterow vor „Cutty Sark aus Waren und dem „Ösfass“ aus Peenemünde,  dann „No.7“ aus Rangsdorf vor „Wikan“ aus Goyatz. So richtig können wir nicht sehen, wir die Positionskämpfe sich entwickelten. An der BM 3 angekommen liegen wir auf Platz 12. Also noch mal in die Hacken spucken. Der Wind ist hold und anderen unhold, wir ackern uns auf Platz 9 vor. An der BM 1 haben wir Glück, dass wir mit Schwung rum kommen. Spi hoch, steht wir eine 1. Dabei machen wir gleich wieder einen Platz gut, nach der BM 2 zwei noch ein Platz aber dann ist Schluss mit lustig. Die ersten wären, wenn der See größer wäre, nicht mehr zu sehen gewesen … gefühlt.  Wir werden 7. Eigentlich noch ein guter Platz bei dem Start. Die anderen da vorne bleiben so. Waren wohl auch die erwarteten Platzierungen
Echte Geschwindigkeitsvergleiche sind den ganzen Tag über nicht möglich, hier mal ein Strich, da ne‘ satte Schralung, alles sehr durchwachsen.
Kurze Pause, auf zum nächsten Start

2. Wettfahrt: Start – 1 – 2 – 3 – 1 – 2 – 3 – Ziel  7 Wind 2 – 3 Bft (mehr 2)
Wir sind hochkonzentriert, sonn Shit soll uns nicht noch mal passieren, Startlinie ist gefühlt länger als beim ersten Start, wir machen Speed, weil offensichtich lee begünstigt ist und wohl auch der kürzere Weg zur BM 1. Ganz schaffen wir es nicht. Aber wir legen beim Startsignal um, und die Überhöhe nützt den ganz in luv liegenden Kuttern nicht viel. Wir gehen als 2. mit Bb-Schoten um die BM 1, der „Schwabenpfeil“ kam mit Stb-Schoten von Bb und musste eine 180° - Wende fahren. Da konnten wir entspannt vorbei fahren und einen kleinen Vorsprung rausholen. Der Wind war uns also nicht unhold. Wir drehten unsere Runden. „Cutty Sark“ holte sich noch den „Schwabenpfeil“. Wir konnten unsere Position auch auf der 2. Runde behaupten, war manchmal schwierig weil die hinteren immer wieder aufliefen oder bei drehenden Winden zwischen der BM 2 und BM 3 manchmal der Raumkurs zur Kreuze wurde aber nicht für alle, so das hier immer wieder Positionswechsel waren. Nach der BM 3 dann hoch zum Ziel (waren ja nur 100 m aber auch die hatten es manchmal in sich. Platz 1 wir von der „Teamwork“. Platz 2. „Cutty Sark“ Platz 3. „Schwabenpfeil“ Platz 4. „Ösfass“ Platz 5. „Resi“.
Wieder kurze Pause, dann folgt die 3. Wettfahrt.

3. Wettfahrt: Start – 1 – 2 – 3 – 1 – 2 – 3 – Ziel Wind 2 – 3 Bft (mehr 2 bis 1, auf jeden Fall weiter abflauend, geht ja auch auf Mittag zu)
Startsituation ähnlich. Wir ziehen nach dem Start gleich auf rechts sehr gut raus und kommen an BM 1 auf Platz eins liegend an. Die näheren Konkurrenten sind die „Merlin 6.5“, der „Schwabenpfeil“, die schmucke „Zephyr“ (sollte am Ende bestes Holzboot werden) und „Cutty Sark“. Platzierungen bleiben in etwa so. Nach der BM 3 pflügt die „Cutty Sark“, durch das Feld (was hat Ole sich eingeworfen, da werden Erinnerungen an das vergangene Jahr wach, da hatten wir Hans-Werner die Schlafpillen gestrichen und es lief ähnlich). Also da fahren die doch ohne den Hut zu ziehen an uns vorbei. Unerhört, etwas Respekt vor dem Alter meine Herren. Wir versuchen auf den Raumkursen anzugreifen, aber die sind auf der Hut. Und wir müssen ja dito nach achtern verteidigen. Also wir um die BM 3, sehr kurz vor uns die „Cutty“, wir können nach der Wende auf Bb-Bug mehr Höhe schieben als der Führende, alle anderen und folgenden Dito. Das wird eng im Ziel, wurde es auch. Die „Cutty „ legt vor uns von Bb-Bug auf Stb-Bug um, oh, oh, oha wir sind so gelähmt, das wir das Protestieren total vergessen. Wären aber beinahe durch das unbedingt nötige Abfallen (Kollisionsvermeidung) am Ziel vorbei gefahren, dann hätten wir wohl doch protestieren müssen…

Hinter uns ist das Feld unwahrscheinlich eng zusammengefahren und der Wind dreht so in Richtung Nord, dass die letzten vom Pulk das Ziel mit Bb-Bug anliegen können. Auch die „Resi“ profitiert davon und fährt von Platz 9 auf Platz 5 vor. Wir retten uns als zweite hinter „Cutty Sark“ ins Ziel. Dritter wird die „Merlin 6.5“. Vierter die bewusste schicke „Zephyr“ und fünfter „Resi“.
Danach bei etwas auffrischenden Winden Mittagspause. Ich bin ja ein fast militanter Gegner dieser Mittagspausen, weil oft der beste Wind zum Segeln verloren geht und auch der Rhythmus leidet. Aber der Veranstalter bietet Bockwurst und andere Leckereien an. Also rein, ins Päckchen legen, sehr aufwendig. Wind frischt auf Segel müssen runter. Hangel bleibt zum Beispiel in der „Resi sitzen, um die Segel immer im Wind zu halten ohne dass sie flattern. Wenn der Wind auf 5 Bft aufgefrischt wäre, hätte die Nummer wohl nicht funktioniert, hat er aber nicht. Hangel musste dafür aber hungern, kann er aber, er hat nichts an Größe eingebüßt.

Backen und Banken. Der WFL hat den Start für die 4. Wettfahrt auf 14: 15 Uhr festgesetzt. Wir liegen im Päckchen zu zehnt als dritter Kutter vom Steg aus gesehen. Die ersten sind da und warten und warten und warten. Von den außen liegenden Schiffen sind immer noch nicht alle Crewmitglieder präsent. Gegen 14:05 Uhr werden dann aber doch einige nervös, wir auch) und tüdeln sich innen liegend aus den Päckchen heraus. Wir auch, die letzten haben es dann tatsächlich nicht mehr zum Start geschafft. Das war nicht gut und vom WFL nur konsequent.

4. Wettfahrt: Start – 1 – 3 – 1 – 1 – 2 – 3 – 1 – 3 – Ziel  /  Wind 2 – 3 Bft  (etwas auffrischend)
Uff, ein langer Kurs. Lieben wir eigentlich, es kam aber alles anders als gedacht. Guter Start Wir marschieren, gehen hinter „Resi“ als 4. um die BM 1. Vor uns liegen die weißen Kutter „Schwabenpfeil“ und die „Merlin 6.5“ und die „Cutty Sark“. Resi berührt die BM 1 und macht einen Kringel. Ansonsten alles spannend und vielversprechend. Alle segeln sehr aufmerksam, Platzierungen sind ohne Verschiebungen auch noch vor dem Kreuzgang so. Wir links raus. Sieht gut aus. Wir legen um, wollen eine vermeintliche Schralung mitnehmen. Bautz, der Schuss ging nach hinten los. So kreuzen wir uns über den See, von einem Winddreher in den anderen. Immer negativ für uns. Gutschi meint: Ich mag gar nicht mehr wenden, denn wenn ich wende fahren wir wieder bergab. Und tatsächlich wir können uns an keine vernünftige Winddrehung für uns erinnern. Noch härter trifft es den „Schwabenpfeil“ auch der fährt von einer Schei….in die andere. „Resi“ fährt sich nach dem Kringel auf dem ersten Raumgang vom 8. Platz auf Platz 1 vor. Die anderen Vornemitfahrer ziehen gekonnt ihre Kreise. Wir ziehen auch unsere Kreise aber ungekonnt, unbeglückt, Schei ... am Schuh wie der Fußballer sagt…. Im Ziel ist „Resi“ erster, „Cutty Sark“ zweiter, „No. 7“ dritter, „Merlin 6.5“ vierter, „Habakuk“ fünfter, wir werden 12!!! Und der „Schwabenpfeil“ gar 14. Kann aber sein, das er sich an einem Tampen einer Bahnmarke verhakelt hatte und zu Recht damit und den Bahnmarkenlegern haderte.

Fazit: Ich habe schon immer gesagt eine Mittagspause ist tödlich. Machen wir auf der Ostsee auch nicht. Ok, der Rangsdorfer ist nicht Ostsee. Aber ein Kutter ist geräumig genug um Verpflegung für eine sechsköpfige Crew für mehrere Tage incl. Grill, Tajine, Toaster, Schmortopf, Eierkocher, Kaffeemaschine, Dampfgarer usw. incl. mehrerer Getränkefässer und Stromerzeugungsaggregat zu verstauen. Oder man verlegt den Landgrill und Ausschank auf den See. Hat es alles schon gegeben. Und somit wären die letzten des Päckchens   vermutlich nicht zu spät gekommen.

5. Wettfahrt: Start – 1 – 3 – 1 – 1 – 2 – 3 – 1 – 3 – Ziel  /  Wind 2 – 3 Bft  (etwas abflauend)
Wieder sehr gelungener freier Start. Oben an der BM 1 sind wir hinter „Resi“ 2. Zufriedenheit macht sich breit. Zu früh, denn es kommt wieder so eine Kreuze wie in der 4. Wettfahrt gehabt. Wir beschließen ein Schild an den Kutter zu hängen: Fahrt nicht dorthin wo wir hinfahren, dort ist es unter Garantie verkehrt. Im vergangenen Jahr konnten wir hinfahren wo wir wollten: Es war immer richtig.

Ja, das nennt man wohl ausgleichende Gerechtigkeit. Kurzum, nach dem Mittagsbreak war unser Rhythmus dahin. Wir fahren uns dieses Mal trotz allen Kämpfens von Platz zwei auf Platz neun zurück. Damit werden wir vermutlich in der Gesamtwertung Platz 5 oder 6 belegen.
Vorher hatte der WFL uns aber den letzten Schenkel erlassen und bei weiter abflauenden und drehenden Winden die S gesetzt

Die Wettfahrt gewinnt wieder die „Resi“, zweiter werden die Spaßorientierten von der „Hexe“ aus Leipzig. Sie waren ein Suuuperrennen gefahren fast noch mit Tuchfühlung auf den Ersten. Geht doch Jungs, doch keine Hexerei! Dritter wird die „Merlin 6.5“, vierter „Habakuk“ aus Rostock und fünfter die „Wikan“. „Merlin“ und „Habakuk“ haben in den letzten Wettfahrten echt gezeigt, wo der Hammer hängt. Das Kuttersegeln scheint in diesem Jahr wieder echt spannend zu werden. Es gibt noch einige Proteste und die Ergebnisse gibt es daraus resultierend ohne Listen erst am späten Abend in der untergehenden Sonne bei Eiseskälte und Lagerfeuer.

Wir legen direkt nach der Wettfahrt am Kran an. Unser einziger präsenter Fan, unsere liebe Katja, welche Gutschis bessere Hälfte ist, kommt mit lecker Anlegerbier. Haben wir es verdient oder nicht – wir sind uns nicht schlüssig – sie meint ja, also genießen wir es. Kutter abbauen, verladen, ab zum Parkplatz an der russischen Garnison, denn es ist zu eng beim Seesportclub und in der Seepromenade. Schicke Häuser dort in Rangsdorf.

Wieder angelandet quetschen wir uns alle in das Campingmobil von Bernd, denn die Kälte macht sich breit. Was so alles in so ein Campingmobil passt …. Wir werten die Wettfahrten aus und sind uns einig, wir können uns nur noch steigern. Das neue Segel lässt sich schwerer einstellen, aber das kriegen wir hin. Es hat Spaß gemacht.

Dann haben wir aber erst mal lecker Spanferkel, kredenzt vom Vereinschef höchstselbst als  Inhalt des Startgeldes gefuttert. Wie jedes Jahr alles superlecker!!!

Die Siegerehrung bringt dann noch eine Überraschung. Vorher wird aber die „Teamwork“ gelobt, der Dank geht aber eher an Hansi, denn er hatte den Pokal, der etwas gelitten hatte, in den langen Wintertagen repariert und ihm eine noch zünftigere Helling verpasst. Dann wurden alle Platzierten beim 27. begonnen nach vorne gerufen. Bei Platz fünf, den „Habakuk“ belegte, wir aber immer noch nicht aufgerufen worden waren, wurden wir stutzig: „Gutschi hast du uns überhaupt gemeldet?“ Vierter wurde dann punktgleich mit uns das „Ösfass“, wir die „Teamwork“ tatsächlich noch dritter, zweiter „Resi“ und erster „Cutty Sark“. Sie hatten in der Tat den See an diesem Tag am besten lesen können und verdient gewonnen (abgesehen von kleinen Haken und Ösen lieber Ole!). Wir sind total Happy und bringen ein Dreifaches Kutter - Geil auf den Ausrichter, die Organisatoren und die Helfer aus und lassen den Sieger und die Platzierten hochleben. Eine schöne Regatta, ein schöner Ort. Kutter segeln ist einfach geil!!!

Wir wären niemals 27 Kutter geworden wenn sich nicht auch die hinteren Platzierten nach Rangsdorf aufgemacht hätten!!! Aus meiner Sicht gebührt denen eine ganz besondere Anerkennung, die hätten ja wie so mancher Ofenhocker aus Meck-Pomm, auch zu Hause bleiben können. Sind sie aber nicht und das ist gut so!

Früh am Abend ob des einsetzenden Nachtfrostes in die Heia. Schade um, die Mühen, die der Veranstalter auf sich genommen hatte. Es war einfach zu kalt. Am nächsten morgen früh raus und auf der B 96 nach Berlin, in Tempelhof auf die Autobahn und sinnig nach Hause.

Goode Wind wünsche wir allen Rundselbootfahrern dieser Welt!
Rangsdorf - Auf Wiedersehen im nächsten Jahr!

Carsten Jansen
Crewmitglied der „Teamwork“ K 432

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