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Endlich mal wieder Segeln auf dem Unteruckersee zur offenen Landesmeisterschaft Brandenburgs am 11. Und 12.Mai 2019.

Damals zur Piratenzeit haben wir immer Uckersee gesagt. Aber er heißt tatsächlich Unteruckersee. Denn es gibt, eigentlich klar, wenn es einen Unteruckersee gibt, natürlich auch noch einen Oberuckersee. Das ist zwar nicht logisch, denn der Oberuckersee liegt unter dem Unteruckersee. Das kommt sicherlich auf den Standpunkt des Betrachters an, aber wir sagen eigentlich in Richtung Nord, wir fahren nach oben. Also hier ist es umgekehrt, wenn man Süden fährt, fährt man nach oben und wenn man nach Norden fährt man nach unten. Deshalb liegt der Unteruckersee nach oben im Norden und nach unten der Oberuckersee. Deshalb heißt der obere See Unteruckersee und der untere See Oberuckersee. Eigentlich ist das mit dem Fahren auch falsch, denn wir segeln ja nach oben oder nach unten und fahren nicht nach oben oder nach unten. Manchmal segeln, also nicht fahren, wir auch zur Seite nach links oder rechts. Aber genauer bestimmt ist die Richtung nach Zahlen, also nach Gradzahlen, das ist total korrekt. Also wären 0 Grad nach oben und 180 Grad nach unten usw. Da kann man sagen, wie gut das es Zahlensysteme gibt und wir die Muselmanen hatten, die uns die arabischen Zahlen beschert haben. Sollen ja auch sonst ganz gut in den Wissenschaften gewesen sein, jedenfalls vor ein paar hunderten von Jahren.

Also klarstellend sei gesagt, wie segelten auf dem Unteruckersee (auf dem See im Norden). Verbunden sind die Seen auch mit einem Stichkanal. Da ist vom Veranstalter noch eine Langstrecke in Planung vom Unteruckersee, durch den Kanal rudern und dann zum Oberuckersee und zurück. Stell dir mal vor wenn da einer oben und unten durcheinanderbringt, dann sind die Crews nur noch am Rudern, hin und zurück und kommen gar nicht mehr zum Segeln. Da müssen die Rundseln, mal ganz abgesehen von der Crew, einiges aushalten. Also wie gut, das wir für diesen absehbaren Extremfall umgerundselt haben, obwohl es gar nicht hätte sein müssen.

Hans-Werner und ich hatten uns gegen 14:30 Uhr Im Neustädter Damm 17 a in Prenzlau verabredet, dort ist der Seesportverein Prenzlau e.V. zu Hause und dort wollten wir den Kutter entladen, den Gutschi auf der Rücktour von Rangsdorf dort abgestellt hatte. Ich hatte bei der Anfahrt vorher schon meinen Queck-Teamworkontour-Schlafquartier im Seebad Prenzlau an der Seepromenade abgestellt. Das Seebad genau gegenüber vom Seesportverein sollte unser Hauptquartier für die nächsten zwei Tage sein. Tolles Seebad und wie der gesamte Bereich der Uferpromenade. Da kann man mal sehen, wie öffentliche Mittel sinnvoll nachhaltig angelegt werden können. Es soll alles anlässlich der Landesgartenschau Brandenburg 2013 in Prenzlau entstanden sein. Einfach toll! Da kann man auch sehen, wo Verwaltungsleute sitzen, die sich Mühe geben und versuchen alle Hähne anzuzapfen die irgend möglich sind und natürlich auch die Landesdamen (evtl. auch Herren mitspielen.

Hansi hatte schon abgeplant und alles losgetüdelt. Gekrant werden sollte erst ab 19:00 Uhr, wir entschlossen uns daher, über den Slip zu gehen, ging auch. Gerade traf unser Gastsegler Bernd der Hahnige ein, der dieses Mal den Backrat (oder inzwischen schon Oberbackrat?) aus Teterow, unseren Walter ersetzte, der eine Familienfeier wahrnehmen musste. Also nichts mit den beliebten Schürzkuchen, die da nach dem berühmten Körperteil einer Nonne benannt worden sind. Ja lieber Bernd, da musst du dich mit Walter kurzschließen (im wahrsten Sinne des Wortes), vielleicht kann er aus dir einen Bäcker und du aus ihm einen Elektriker machen im Schnellverfahren sozusagen. Also geslippt und uns auf den Haken nehmen lassen von einem Motorboot des Veranstalters und zum Seebad schleppen lassen. Dort eine Liegeplatz an den Steganlagen gesucht. Es wehte ein wenig. Sollte aber über Nacht abflauen. Kutter aufgebaut, mit leckerem Hopfengetränk aus dem Bierwagen, den unser Steuermann spendierte. Plötzlich ein Schauer, rennen mit Bier ca. 50 m zum Bierwagen. So einem ollen Diddeldaddel wie mir, wird ganz schön etwas abverlangt. Hansi war übrigens sehr behände, da hätte sein Leibarzt das Staunen gekriegt. Er kann ja auch größere Schritte machen als ich Kurzbeinwikinggermane.

Dann traf auch unser sorbischer Gastsegler aus dem Lande Brandenburg, unser Lupo ein. Kurz danach auch die anderen Werktätigen Gutschi und Tüdel. Somit war die Crew vollzählig. Es war, wie schon in Rangsdorf, arschkalt. Im verräucherten Bierzelt, es wurde nämlich im Zelt gegrillt, ließ sich das dann aber doch aushalten. Aber der Hopfensaft war einfach zu kalt. Leider erreichte uns jetzt die Kunde, dass nur 7, in Worten: sieben!!! Hört, hört bzw. lest, lest, nur sieben Kutter gemeldet hatten. Das haben der Veranstalter, die anderen Crews und dieser prachtvolle Unteruckersee nicht verdient. So schafft der See es wohl auch nicht der Oberuckersee zu werden, der er ja eigentlich ist.

Haben uns dann noch das lecker Grillgut eingeworfen. Insbesondere der Hansi kam auf seine Kosten, denn sein Hungerspruch lautet bekanntlich: „Ich könnte ein Pferd mit Sattel essen!“ (Anmerkg. des Verfassers: So verhungert sieht er aber gar nicht aus.).

Auch Ingrid, welche Hansi Fru is, kam direkt aus Schwedt und war an diesem Wochenende unser Superedelfan, ja eine habe wir immer dabei, die uns die Daumen drückt mit Getränken versorgt usw. Ja, warum? Erklärung: Das Grillgut in fast allen Varianten kam aus einer Roßschlachterei. Neuerdings gibt es ja wieder mehr Pferde in Meck-Pomm. Und denen überlassen wir ja auch höchste Ämter, weil die Köpfe größer sind und sie damit bekanntlich besser denken können. Ja so ist das mit den Rössern. Die Feurigkeit soll ja auch überspringen … Schaun mer Mal, geschmeckt hat es jedenfalls.

Wie schon in Rangsdorf trollten wir uns frühzeitig von dannen, was wiederum hieß - wer früh ins Bettchen steigt, ist morgens früher munter. War auch so. Wir waren schon wieder beim Frühstück bevor der Caterer es angerichtet hatte. Apropos Caterer - die Damen und Herren haben das top gemacht über die drei Tage, trotz unser frühen Bedrängung. Die am Getränkewagen auch.

Eröffnung 09:00 Uhr am Getränkewagen. Der Bürgermeister von Prenzlau höchst selbst eröffnete die Veranstaltung mit kurzen knappen und treffenden Worten, kein Schnacker, offensichtlich ein Macher. So gehört das. So gab es am Vormittag erst mal den Kuttermehrkampf aus dem wir uns raushielten und am Kutter rumbastelten. Start erst 13:30 Uhr, so hatten wir Zeit uns noch mal um die Wehwehchen am Boot zu kümmern. Segel anders einstellen, rutschende Klemmen zum Nichtrutschen bewegen, Bumms kontrollieren usw. Alles braucht seine Zeit. Kühles aber sonniges Wetter mit schwachen Winden aus nordwestlichen Richtungen. Das sollte uns den gesamten Tag über begleiten. Es war wie in Rangsdorf. Was hatte ich da geschrieben:  Wind war nicht mehr so stark wie am Freitag, dafür war er etwas schwächer, das nennt man Logik ;-). Wie sich die Wochenenden doch gleichen ….

Nicht ganz, der Unteruckersee hat doch ein ganz anderes Format als der Rangsdorfer See und müsste deshalb eigentlich Oberuckersee heißen, heißt er aber noch nicht, er heißt immer noch Unteruckersee, auch wenn da die großen Kutter segeln.

Der Rainer, der da schon wieder unser Wettfahrtleiter war, sagte auch noch was. Pünktlich starten, fair segeln usw. versteht sich eigentlich von selbst. Wir fahren raus, ich habe die Segelanweisung mal wieder im Schlafquartier liegen lassen (mich kontrolliert halt keiner, oder traut sich keiner). Aber die SA sieht aus, wie in Rangsdorf. Vorsichtshalber frage ich am Startschiff angekommen den Rainer. Er grummelt, etwa so wie: Steht in der Segelanweisung. Ich sage, die liegt im Schlafquartier. Da liegt sie gut usw. Ja weiß ich auch, aber habe bitte Mitleid mit mir, sonst holt meine Crew mich Kiel. Resultat:  Er ist gnädig und verrät mir den Kurs, nämlich die 32. Die 32 von Prenzlau ist tatsächlich eine andere als die in Rangsdorf. Ja die 32 natürlich nicht, weiß ich auch, aber der Inhalt, der dahinter steht. Siehe erste Wettfahrt (s. a. Artikel Rangsdorf).  Alter Olympischer Kurs.

1. Wettfahrt: Grüne Flagge, alles Stb runden.
Start – 1 – 2 – 3 – 1 – 3 – Ziel / Wind 2 Bft (Mal mehr, Mal weniger, drehig, streifig)
Leestart ist begünstigt. Wir nehmen Anlauf mit Bb-Bug kommen aber zu spät, einige haben erkannt, dass wir zu weitläufig Anlauf nehmen und starten wieder einmal mehr mit Stb-Bug. Ich finde es auch waghalsig, aber wenn die Gegner es zulassen …. ok. Zum Ufer ist der Bb-Schlag auch nicht so weit, so dass die Wende, die zu fahren ist, den StB-Startern zum Vorteil gereichen könnte, auch wenn sie hätten abfallen müssen um uns als Wegerechtboot passieren zu lassen. War aber nicht nötig. Wir segeln also unseren Stremel. Die von und als härtester Konkurrent eingestufte „No. 7“ mit Ralph Bochow am Quirl startet hinter uns, aber dichtauf. Wir fahren also an die Schilfkante und erwischen einen schönen Strich, der uns an BM 1 doch schon vor den StB-Startern sieht auch die „No. 7 schafft es vor ihnen. Spi hoch und Vorsprung fahren. Kurs könnte etwas anders liegen.

Warum fahren wir eigentlich keine Up and Down, der ist dem Kutter wie auf den Leib geschneidert und der Unteruckersee, auch wenn er nicht der Oberuckersee ist, bietet sich auf Grund seiner Form und auch der herrschenden Windrichtung ideal dafür an. Der andere, der Oberuckersee übrigens auch, er ist nur etwas kleiner und heißt trotzdem Oberuckersee, das ist nicht logisch, was haben sich die Namensgeber da eigentlich gedacht.

Wir segeln und „No. 7 ist uns auf den Fersen. Wir runden die BM 2, wieder Richtung Schilfkante, aber nicht weit genug. „No. 7“ macht das und Bautz Pardauz, der Wind kommt von der Uferkante, raumt noch, bei uns nicht- unerhört- und die „No. 7“ fährt an uns vorbei bzw. kommt höher liegend vor uns an BM 1 an. Achterliche, wir versuchen anzugreifen, aber die sind auf der Hut. Wir schaffen es nicht, die Zielkreuz ist zu kurz und so werden wir hinter „No. 7“ zweiter . Dritter wird die „Delphin“, ein Holzboot aus Prenzlau. Nächster Start anschließend.

2. Wettfahrt: Grün - Alles  Stb runden
Start – 1 – 2 – 3 – 1 –3 – Ziel / Wind 2 Bft (wie gehabt in erster Wettfahrt)
Wir sind hochkonzentriert, sonn Shit wie in der 1.Wettfahrt soll uns nicht noch mal passieren. Wir starten wie im 1.Start mit Bb-Bug, Timing ist wesentlich besser, es traut sich keiner uns vor unserem Bug zu passieren, wäre auch nicht gegangen.

Wir führen, „No. 7“ uns immer auf den Fersen. Der Vorsprung wird auf die anderen immer größer. Zwischen dem ersten und dem zweiten ist er mal geringer mal größer, keiner darf einen Fehler machen. Machen wir nicht, gehen als erster durchs Ziel, „No. 7“ wird zweiter die „Morag“ vom Scharmützelsee 3. Bei letzteren zahlen sich wohl die Material und Trimmveränderungen aus.

3. Wettfahrt: Grün - Alles  Stb runden
Start – 1 – 2 – 3 – 1 –3 – Ziel / Wind 2 Bft (wie gehabt in erster und zweiter Wettfahrt)
Wir starten wie im 2.Start mit Bb-Bug, Timing ist ähnlich gut wie in der 2.Wettfahrt.
Wieder führen wir, „No. 7“ uns immer auf den Fersen. Der Vorsprung wird dieses Mal richtig groß. auf die anderen. Es gelingt uns auf der 2. Kreuz unseren Vorsprung durch einen optimalen Dreher schön auszubaue. Jetzt hoffen wir, dass der Wind durchsteht und nicht einschläft und evtl. von hinten wieder erwacht und die „Nr. 7“ wieder auflaufen kann. Passiert nicht. Wir gehen wieder vor „No. 7“ als erste durchs Ziel, 3. Wird die „Wikan“ aus Goyatz.

Der Rainer hat seine Bierfahne, nein richtig seine Bierflagge gesetzt, was da heißt, heute keine Wettfahrten mehr. Feierabend. D.h., morgen nochmal drei Wettfahrten. Scheint machbar, da der Wind deutlich auffrischen soll.

Wir landen an, suchen uns am Badesteg ein schönes Plätzchen. Auf Grund des Windes und der Windrichtung gehen später neben uns mehrere Kutter ins Päckchen. Unser Skipper gibt uns ein Bier aus, was so viel heißen soll: Naja, war im Großen und Ganzen so einigermaßen zufrieden mit euch…aber….

Wir sitzen an unsren Quartieren und lassen es uns beim Vorabendbrot mit Zwiebeln, Knobi, Speck, Schmalzfleisch und Vollkornbrot mit mehreren Hopfengetränken gut gehen. Ja, so mehrere Stunden auf dem Kutter machen durstig und hungrig. Es ist immer noch kühl, aber im Seebad haben wir ein sonnig schönes ruhiges Plätzchen. Wir mampfen und quatschen dumm tüg, mit einem Mal sagt einer kein dumm tüg, sagt der doch aus heiterem Himmel: Man wat geht uns das doch gut!!! Alle nicken in sich hinein und pflichten dem Gesagten bei. Tüdel bekommt Besuch von einem Altteterower, Erinnerungen, denen wir nicht folgen können werden zwischen den beiden aufgefrischt. Auch das gehört dazu.

Da wir schon zum Frühstück gedrängelt hatten, unsere Vorabendmahlzeit den größten Hunger getilgt hatte erscheinen wir etwas später im Zelt. War ein Fehler, denn es müssen mehr als angesagt Abendbrot gegessen oder sich Nachschlag geholte haben, denn wir bekamen keine sagenumwobenes Prenzlau er Steak mehr, dafür die Reste mit gegrillter Pferdejagdwurst, oder Pferdebulette. Oberlecker, viel besser als das Superprenzlauriesensteak, vermuten wir, genau wissen wir das natürlich nicht. Wir backen und banken, Bier zu kalt, es zieht uns wieder früh ins Bett. Die tolle Disko war also praktisch mehr die Backgroundmusic beim Essen. Irgendeiner spendiert einen Rum als Betthupferl. Passt gut, außer Tüdel und sein besuch, die mit ihren Erinnerungen noch lange nicht fertig sind rollen wir uns in den Kojen ein und träumen vom Kuttersegeln, vom schnell segeln, vom vorne segeln….

Am nächsten Morgen, Sonntagmorgen wieder früh raus: Sonnenschein, Wind und kühl. Wieder erste beim Frühstück, Caterer ist wohlauf, ärgert sich aber noch, dass Steaks nicht gereicht haben, verwöhnt uns deshalb beim Frühstück. Alles ok, andere auf dieser Welt haben gar nichts zu essen oder zu wenig und und und – man hämm wi dat doch god!!!

Start soll um 09:30 Uhr sein. Wir ziehen unseren fast Winterzwirn an, Faserpelz, Ölzeug, Wintermütze. Ich habe schöne warme Ohren und es dämpft die evtl. an mich gerichtete Kritik von wegen das Segel, steht nicht, Spi ist nicht oben, willst du nicht Mal was für den Trimm tun. Tolle Maßnahme meinerseits. Hoffentlich hilft es auch.

Einige im Päckchen gehören nicht zur Frühaufstehergilde, Wir werden nervös, andere auch. Kennen wir von Rangsdorf. Also irgendwann tüdeln wir uns aus dem Päckchen und los geht es. Der Rainer, der hat gleich alle Bahnmarken liegen gelassen und so muss er den Kurs nur geringfügig korrigieren. Heute habe ich sogar die Segelanweisung mit. Trotzdem lobt mich keiner. Erzählen mir was von Selbstverständlichkeit, kein Respekt vor dem Alter. Apropos Respekt - Na ja, auf meine Respektrente muss ich ja noch ein bisschen warten, oder bekomme ich etwa gar keine. Bedürftig wäre ich schon, aber das will man ja nicht prüfen. Shit!

Im Startberiech registrieren wir: Der Rainer segelt wieder rechts herum, hat hoffentlich nichts mit irgendwelchen rechten Dingen zu tun, oder doch natürlich. Dieses Mal Kurs 33.

Das ist der Ganz alte Olympische Kurs: Start – Dreieck – Diagonale – Dreieck – Ziel. Ja, solche Alterssemester, wie einige von uns es sind und auch der Rainer, die kennen das noch, das nennt man Lebenserfahrung oder so ähnlich. Heute wäre übrigens auf diesem schönen Unteruckersee, also nicht dem Oberuckersee, sondern Unteruckersee und seiner Größe, Wind genug, um mit dem Kutter zu foilen. Hansi wir müssen den foilenden Kutter in Angriff nehmen. Na ja, die Planungen sind schon gut voran geschritten. Allein es fehlt der Sponsor.

Wind aus Nordwest zwischen drei bis vier Bft in Böen etwas mehr. Toller Segelwind, tolles Segelwetter, nur, wie schon mehrfach erwähnt, etwas kühl. Über Klamotten sprach ich ja schon.

4. Wettfahrt:
Start – 1 – 2 – 3 – 1 –3 – 1 – 2 – 3 – Ziel (Ein schöner Kurs dieser  ganz alte Olympische, er hat nur den Nachteil, das er in der Regel die am Anfang, also BM 1 nach 1. Kreuz, vorne liegenden begünstigt, da sie immer die schnellen Kurse zuerst fahren können, Meter machen und  folglich wegfahren. Dem Fakt hat man mit den Up and Downs eigentlich sehr gut begegnen können.

Startsituation ähnlich wie in erster Wettfahrt. Wir wieder zu spät mit Bb-Bug, die „Wikan“ und die „Morag“ segeln uns wieder einen vor, mit ihrem Steuerbordstart. Wir und „No. 7“ hinterher. Die StB – Starter haben sich dieses Mal aber einen beachtlichen Vorsprung verschafft. Da werden wir Mühe haben das wieder aufzuholen. Und so war es auch. Nach der ersten Kreuz an BM 1 liegt die „Wikan“ vor der „Morag“, dann Teamwork vor „No. 7“. So fahren wir das Dreieck, wir kommen etwas dichter. Die „Wikan“ geht bis an die Uferkante, „Morag“ wendet weg, wir fahren etwas weiter und wenden dann. So fahren wir über die Mitte des Sees, „Wikan“ an der westlichen Uferkante und die „Morag an der östlichen Uferkante, „No. 7“ macht es in etwa so wie wir. Anfangs sieht es für uns gar nicht gut aus. Aber irgendwann kommen ein paar schöne Böenstriche wir laufen viel höher als die „Morag“ vielleicht fahren sie auch etwas zu weit nach Norden und verschenken dabei Meter zur BM 1. Die Wikan kann ihre Anfangshöhe plötzlich nicht mehr halten, wir haben mehr Wind, fahren deutlich schneller und schaffen es, uns an der BM 1 auf Platz 1 vorzusegeln. 2. „Wikan“, 3. „Morag“, 4. „No. 7“. Ein bisschen Glückhatten wir wohl, es gehört ja bekanntlich dazu. Dann machen wir aber richtig Meter. Die Achterliche bringt es, die nächste kreuze auch, und der Raumgang dann noch mal. Trotz Startrückstand ein schöner Vorsprung. In der Reihenfolge, wie geschildert gehen wir durchs Ziel. „No. 7 unser härtester Konkurrent schafft es nicht mehr sich weiter vorne zu platzieren, sie bleibt vierter. Das spielt uns in die Karten.

5. Wettfahrt:
Start – 1 – 2 – 3 – 1 –3 – 1 – 2 – 3 – Ziel (rechts rum) Wind dito wie in 4.Wettfahrt
Dieses Mal wieder konzentrierter am Start. Vorweg: Es wird ein Start – Zielsieg. Die „No. 7“ ist immer auf Distanz, mal dichter mal weiter. Aber halt kontrollierbar. Wir sitzen zeitweise mit fünf Leuten auf der hohen Kante. Dat löppt, das Wetter ist toll, der Unteruckersee, obwohl er ja der eigentliche Oberuckersee ist, ist ein tolles Revier. ES MACHT RICHTIG SPAß!

Wir gehen als erste durchs Ziel, dann die „No. 7“, dritte werden „Wikan“, dahinter die „Delphin“ aus Prenzlau. Es gibt keine 6.Wettfahrt mehr die Bierfahne von Rainer ist gesetzt, ach ne, natürlich Bierflagge, die Fahne wäre bei dem Wind längst verweht die Zeit ist fortgeschritten, es geht an Land. Anlegen, abbauen, noch rüber fahren verladen, Siegerehrung ist um 13; 30 Uhr angesetzt, es ist 12:45Uhr, ne das schaffen wir nicht. Also abrundseln, verpacken. Essen fassen, auf Siegerehrung warten. Essen war wieder lecker, Grillgut, Kartoffelsalat alles für vernünftige Preise. Siegerehrung zieht sich, und zieht sich, Riesige Pokale werden aufgebaut. Der Bürgermeister trifft ein, der Sponsor auch: Siegerehrung wird ohne viel Schnackerei durchgezogen. Der Bürgermeister sagt aber etwas, was jeder Sportverein und auch wir außenstehenden gerne hören: Wenn es in euren Vereinen irgendwelche Anliegen und Probleme gibt meldet euch, ich, wir werden helfen soweit es im Rahmen unserer Möglichkeiten ist und gerne immer wieder Kutterveranstaltungen auf dem Unteruckersee. Siegerehrung von hinten, das heißt es wird dem Letztplazierten angefangen. Dritter wurde die stark auftrumpfende „Wikan“ mit Tom Barnosky am Quirl aus Goyatz, zweiter die „No. 7“ mit Ralf Bochow am Quirl und erster Hansi uns Stürmann mit seiner Crew. Wir sind Stolz über den Riesenpokal, (Hansi die Scheune wird zu klein).

Fotos und last not least unsere Danksagung an den Veranstalter die Verwaltung mit ihrem Chef dem Bürgermeister, den Sponsoren, den Helfern auf See und an Land, dem WFL und seiner Crew und natürlich dem Caterer und den Mannen am Getränkewagen,
Natürlich mit einem dreifachen KUTTER GEIL!!!

Dann Schlepp über den See, verladen, dieses Mal per Kran. Abdecken, festtüdeln. Uns ab nach Hause. Ein echt schönes Fahren im Konvoi mit Bernd dem Hahnigen, bis Teterow. Trotzdem sind es ca. 2, 5 h Fahrzeit.

Wer nicht in Prenzlau war, ist selbst schuld. Vielleicht wollten ja auch einige nicht auf einem Unteruckersee segeln. Ja, wenn er Oberuckersee geheißen hätte, ja dann wären die Berliner, die Anklamer, die Wolgaster, Peenemünder, Vogelsänger (die es allesamt viel dichter in der Anfahrt als wir haben, wohl gekommen, zum Segeln natürlich, um es ganz deutlich zu machen).

Ja klarer Auftrag für den Bürgermeister, den Unteruckersee in den Oberuckersee umzutaufen und den Oberuckersee zum Unteruckersee machen, oder umgekehrt, ach ne war so schon richtig. Wenn man also den Stöpsel ziehen würde, dann läuft der Unteruckersee aus und der Oberuckersee läuft in den Unteruckersee und dann ist der Oberuckersee dann plötzlich der Oberuckersee im Unteruckersee und alles ist perfekt. Toll ausgedacht! Ich bin ein wenig stolz auf mich! Son Tüdelkram, wird mancher denken, der muss ja Zeit haben. Hat er natürlich in Mengen – ihr etwa nicht? Schade für euch.

Schluss mit dem Dönjeskram, wir müssen uns auf Rund Hiddensee vorbereiten am 25.05.2019. Dort treffen wir dann sicherlich die Ofenhocker.

Goode Wind wünsche wir allen Rundselbootfahrern dieser Welt, allen anderen natürlich auch!
Prenzlau – Danke und auf Wiedersehen hoffentlich nicht erst wieder im Abstand von drei Jahren!

Carsten Jansen
Crewmitglied der „Teamwork“ K 432

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