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von Andreas und Martin

Direkt nach der Arbeit sind Martin und ich am Freitagabend losgefahren, haben unterwegs noch Marcel eingesammelt, das Boot in Tegel abgeholt und sind dann voller Erwartungen und Vorfreude Richtung Werbellinsee gestartet. Insgesamt hatten 25 Piraten gemeldet, eine ordentliche Meldezahl. Das Vereinsgelände teilten wir uns mit den 20er Jollenkreuzern, den Ixylons, den 4zwos und den 29ern. Für den Verein Stahlfinow war die Teilnehmerzahl von mehr als 90 Booten in 5 Bootsklassen eine Rekordbeteiligung und führte dazu, dass die 4zwos und 29er einen separaten Kurs bekamen.

Außerdem führte die hohe Meldezahl dazu, dass jeder Quadratzentimeter auf dem Gelände ausgenutzt wurde. Die Busse, Autos, Wohnwagen und Wohnmobile standen in 3 Reihen nebeneinander, hintereinander und gefühlt auch übereinander mit nicht mehr als 1m Platz dazwischen. Wir hatten unser kleines Zelt schnell zwischen den Wohnwagen irgendwo in der MV-Ecke aufgebaut und schafften es noch einmal baden zu gehen, bevor wir den Abend in netter Runde ausklingen ließen.

Für den Samstag war ordentlicher Wind vorhergesagt mit 2-5 Bft und so kam es dann tatsächlich auch. In der ersten Wettfahrt ließ der stärkere Wind zwar noch ein bisschen auf sich warten, hat aber dann im Laufe des Tages immer weiter zugenommen. Das erste Rennen konnten wir gleich für uns entscheiden vor Donald/Phyllis und Hegi/Matthias. Pech hatten leider Jürgen und Birgit die an Position zwei liegend den Palstek vom Spifall oben durch den Block am Terminal gezogen haben und somit den Spi nicht mehr runterbekamen und die Wettfahrt aufgeben mussten. Im zweiten Rennen zeigten Benni und Johannes ihre Klasse und legten einen Start-Ziel-Sieg hin, wieder vor Donald/Phyllis und dieses Mal Gunter und Patricia auf Platz 3. Wir hatten auf der Startkreuz genau das Gegenteil gemacht von dem was wir eigentlich wollten und rundeten somit die Luvtonne nur als 15ter und konnten uns mit ein bisschen Glück noch auf den 5. Platz retten. Pünktlich zum dritten Rennen nahm der Wind dann in Spitzen auf ca. 5 Bft zu und die Dreher und Kanten die den ganzen Tag schon extrem waren wurden gefühlt noch heftiger und aus unserer Sicht sehr sehr schwer zu lesen. Umso bemerkenswerter, dass Donald und Phyllis auf der Startkreuz Mutterseelenalleine über die Rechte Seite aufgekreuzt sind, wobei das ganze Feld und auch wir komplett über Links fuhren. Den Mut und das Selbstvertrauen muss man wirklich erst einmal haben. Oben an der Luvtonne kam es dann von beiden Seiten, sodass wir ganz knapp vor Christopher/Christian, sowie Donald/Phyllis die Luvtonne runden konnten. Kurz davor gab es noch einen kleinen Stunt mit Benni und einem 20iger Jollenkreuzer, der gerade unter Spi runterkam und es irgendwie schaffte sein Spifall um Bennies Mast zu wickeln. Ich hatte schon vor Augen, dass Benni gleich kentert oder sich den Mast bricht aber irgendwie löste sich das Spiefall und „nur“ der Spi vom 20iger wurde zerrissen. Auf dem ersten Halbwind kam dann ordentlich Druck durch und wir ersten 3 Teams konnten uns vom Feld absetzen. Auf der 2. Kreuz wurden wird dann von Christopher und Christian überholt, konnten sie uns dann aber auf der Zielkreuz wieder schnappen und fuhren gefühlt mit einem Vorsprung von 10cm über die Ziellinie. Donald und Phyllis hinter uns wieder in den Top 3! Somit lagen wir nach dem ersten Tag punktgleich mit Donald und Phyllis auf Platz 1 und durch den Streicher am Sontag hatten auch noch einige andere Teams die Möglichkeit nach vorne zu kommen. Nachdem wir alle wieder im Hafen waren, wurde ausgiebig gebadet und Beachvolleyball gespielt. Abends lud der Verein bei sommerlichen Temperaturen zu einer netten Party ein, wo viel getanzt und getrunken wurde.

Am Sontag waren die Bedingungen noch deutlich heftiger was die Unberechenbarkeit anging; unglaubliche Dreher und Druckunterschiede. Mal kamen Böen durch, wo wir echt Angst um den Mast hatten, weil der Druck so plötzlich und schnell kam und in einem Boot 30m weiter rechts saß der Schotte in Lee. Aber so ist der Werbellinsee. Das vierte Rennen konnten sich Christopher/Christian durch eine ganz starke Leistung für sich entscheiden vor Donald/Phyllis und vor Kai/Marcel. Wir lagen nach der zweiten Kreuz noch auf Platz zwei und hatten dann aber unsere erste kleinere Erfahrung mit einem 20iger gemacht, der es nicht zuließ dass wir auf den Vorwinder abfallen konnten, da er selber auf dem Halbwinder war und wir somit leider einige Plätze verloren. Beim Start zum letzten Rennen gab es gleich Einzelrückruf und Kai/Marcel, Benni/Johannes und wir korrigierten sofort und durften dann das Feld von hinten wieder aufrollen. Benni gelang das am besten der sich noch auf Platz 4 verbessern konnte, wir schafften es noch von Platz 19 an der Luvtonne auf Platz 9 im Ziel. Sieger der letzten Wettfahrt wurden Gunter/Patricia, vor Daniel/Daria und Hegi/Matthias. Donald und Phyllis waren am Start anscheinend auch drüber gewesen und handelten sich somit einen OCS ein, der ihnen aber kaum stören dürfte. Durch ihre konstante Serie fuhren sie den Sieg ungefährdet nach Hause. Herzlichen Glückwunsch!! Zweiter wurden Christoph und Christian und den dritten Platz konnten wir uns noch knapp sichern, punktgleich mit Benni und Johannes. Somit war die Werbellinseeregatta zu Ende und wenn man Lust hat auf ein Segelrevier mit sehr anspruchsvollen Bedingungen und richtigem blauen, fast Karibik ähnlichem Wasser, dann sollte man sich nächstes Jahr auf den Weg dorthin machen.

Liebe Grüße
Andreas & Martin
GER 4490

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