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von Andreas und Martin Ebel

Der Regattakalender der Piraten sieht im Spätsommer immer sehr mau aus. Es gibt kaum Wettkämpfe und daher planen Martin und ich immer ganz fest mit der Schwielochseepokalregatta, damit man nach der Deutschen Meisterschaft nicht eine zu große Segelpause hat. Dazu kommt, dass in 3 Wochen auch schon die Europameisterschaft in der Türkei ansteht und somit diese Regatta unser letzter Test vor dem Saisonhöhepunkt darstellen sollte.

Der Sommer zieht ja immer weitere Bahnen und lässt uns auch im tiefen südlichen Brandenburg nicht im Stich, was uns zwei tolle Segeltage bei traumhaftem Wetter und Temperaturen beschert hat.

Insgesamt hatten für die Jubiläumsveranstaltung 22 Piraten gemeldet und zusammen mit den anderen 7 Bootsklassen war auf dem Vereinsgelände mal wieder unglaublich viel los.

Am Samstag konnten wir bei 5-12 Knoten aus Ost sehr schöne drei Wettfahrten segeln bei relativ konstanten und fairen Bedingungen. Gleich am ersten Start hat sich meine Großschot um den Großschotblock gewickelt und führte dazu, dass ich das Großsegeln zu spät dicht nehmen konnte wodurch wir als Leeschiff die Leetonne am Start berührten und gleich kringeln mussten. Weil wir aber auf der bevorteilten Startseite waren, haben wir durch den Kringel kaum etwas verloren und konnten die Luvtonne als 3. runden. Jochen und Frank zeigten auf der Startkreuz ihr ganzes Können und ersegelten sich durch einen Privatzieher einen riesigen Vorsprung, den sie sicher bis ins Ziel verwalteten. Wir konnten uns den zweiten Platz sichern, ganz knapp vor Hegi und Matthias.

Im zweiten Lauf rundeten wir als 1. die Luvtonne und konnten unseren Vorsprung kontinuierlich ausbauen. Auf der zweiten Kreuz fuhren Hegi/Matthias von Platz 4 aus sehr weit Rechts und bekamen dort natürlich einen schönen Zieher, wodurch sie uns überholten. Auf dem Schwielochsee darf man sich einfach nie zu sicher sein und selbst das Prinzip – zwischen Tonne und Gegner bleiben – hilft da nicht immer.

Im dritten Lauf zeigten Hegi/Matthias was sie draufhaben und gingen an Tonne 1 in Führung knapp vor uns und Ulli Vater mit Sohn Hannes. Durch ein waghalsiges Manöver kurz vor der Tonne 2 konnten wir die Innenposition erlangen und gingen somit in Führung, die wir bis zum Ziel nicht mehr hergaben. Und auch im dritten Lauf betrug der Abstand zwischen Hegi/Matthias und uns im Ziel nur eine Bootslänge.

Am Sontag hatten wir dann mehr Wind gehabt, der ein bisschen weiter Rechts kam als am Tag zuvor und irgendwie waren die Dreher noch extremer als am Samstag, wodurch die Teams ganz schön durchgewürfelt wurden. Uns erwischte es auf der Startkreuz, wodurch wir irgendwo im Mittelfeld lagen. An der Spitze waren Hegi/Matthias, Lutz/Bernd, Marko/Jonas und Daniel/Patrick, die sich durch eine Privatbö auf dem ersten Halbwinder deutlich vom Rest des Feldes absetzten. Aber auch dieser sicher geglaubte Vorsprung wurde auf der Zielkreuz immer kleiner und kleiner. Den Sieg sicherten sich am Ende Lutz/Bernd vor Marko/Jonas und Daniel/Patrick. Refa und Sascha fuhren durch eine sehr starke Zielkreuz noch auf Platz vier vor, knapp vor Hegi/Matthias und Martin und mir.

Somit hatten wir hoffentlich unseren Streicher drinnen und mussten jetzt im letzten Lauf noch einmal alles geben. Gott sei Dank klappte das auch und wir konnten die letzte Wettfahrt als Dritter beenden, knapp hinter Ulli und Hannes Vater und Marko und Jonas.

Dadurch, dass Hegi und Matthias einen 7. Platz ersegelten konnten wir zum ersten Mal die Schwielochseeregatta gewinnen. Auf Platz 2. Hegi/Matthias vor Ulli/Hannes auf Platz 3. Durch die vielen Bootsklassen bei uns auf dem Kurs und den vielen Startverssuchen war es schon ganz schön spät, bevor man an Land war und bevor die Siegerehrung losgehen konnte. Auch dieses Jahr wieder einmal eine sehr schöne und sehr lange Siegerehrung und es lohnt sich wirklich jedes Jahr wieder an den Schwielochsee zu kommen.

Leider können wir nächstes Wochenende doch nicht nach Teterow, da wir am Samstag schon die Boote nach Neustrelitz bringen müssen, damit wir die zusammen mit den anderen 8 Teams verladen können für die Türkei.

Feststellend muss man wirklich sagen, dass eine Regatta im EU-Ausland einen unglaublichen bürokratischen Aufwand mit sich zieht. Was wir an Unterlagen und Dokumenten beantragen und ausfüllen müssen, kann man sich kaum vorstellen und wir können wirklich nur hoffen, dass die Türkischen Zollbeamten an der Grenze nichts zu beanstanden haben und unsere Boote rechtzeitig in Istanbul ankommen.

Viele Grüße
Andreas & Martin
GER 4490

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