Wassersport-Verein-Güstrow 1928 e.V., An den Bootshäusern 13, 18273 Güstrow info@wvg1928.de

Bericht von der IDM der Piraten 2020

von Marie Luise Bark

Wir, Maurice Bachmeyer und Marie Luise Bark, haben vom 03.09. - 06.09.2020 bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft der Piraten in Röbel teilgenommen. Diese Regatta war für uns die erste richtig große Regatta im Piraten. Maurice und ich sind das erste Mal zusammen im Trainingslager in Güstrow, in der letzten Sommerferienwoche, ins Boot gestiegen und segeln somit noch gar nicht lange als Team.

Wir waren sehr gespannt und natürlich auch mächtig aufgeregt, zumal wir noch nie in einem so großen Starterfeld (51 Boote) unterwegs waren. Hinzu kam, dass leider unser bisheriges Übungsboot nicht zur Verfügung stand und wir somit auch das erste Mal im Pirat GER 4167 saßen.

Zusammen mit meinem Vater bin ich am Mittwochnachmittag in Röbel angereist. Nachdem wir ein schönes Plätzchen für unser Lager gefunden und aufgebaut hatten, haben wir gemeinsam den Piraten fertig gemacht. Hier konnte ich das erste Mal den „frisch renovierten“ Piraten bewundern, voller Vorfreude mit ihm in den nächsten Tagen auch segeln zu dürfen. Dank Unterstützung des WVG, insbesondere Carsten Jansen, Refa und Ludger, die hier und da noch einiges an Feintuning geleistet haben, war das überhaupt möglich. Mein Vater hat auch noch einmal rüber geschaut und mir einiges erklärt, denn hier fehlt mir einfach noch die Erfahrung. Nach getaner Arbeit sind wir dann mit einem Teil vom „Team MV“ in die Gaststätte vor Ort essen gegangen und haben den Abend schön ausklingen lassen.

Donnerstag ging es dann los – mit dem ersten Ankündigungssignal um 13:00 Uhr begann bei schönstem Wetter offiziell die Deutsche Meisterschaft 2020 – natürlich unter ganz besonderen Corona-Bestimmungen. Bis zum Regattafeld mussten wir ca. eine Stunde hinaus segeln. Auf der ersten Kreuz zur Bahnmarke 1 waren wir dann im Mittelfeld gut unterwegs, leider sind wir dann immer weiter nach hinten gerutscht. Man muss dazu sagen, dass das Feld natürlich mit sehr starken und erfahrenen Seglern besetzt war. Am Donnerstag war auch super Wetter mit gutem Wind mit 3 bis 4 Windstärken. In der ersten Wettfahrt haben wir den 47. Platz und in der zweiten Wettfahrt den 50. Platz ersegelt. Somit hatten wir den ersten Tag gut durchgehalten und uns mit dem neuen Boot ein wenig eingespielt.

Am Freitag klingelte schon 7:30 Uhr der Wecker. Schnell haben wir gefrühstückt, das Boot fertig gemacht und dann ging es 10 Uhr raus aufs Wasser. Es war wieder toller Wind und unsere Manöver wurden immer besser. Wir haben dann die Plätze 50, 49 und 48 belegt.

Von den am Samstag geplanten 3 Wettfahrten konnten wir leider nur eine Wettfahrt segeln. Als wir in der 1. Wettfahrt als 48. Boot durchs Ziel kamen, haben wir auf einmal ein leises Knarren gehört, haben uns aber erst einmal nichts dabei gedacht und sind wieder runter zum Start. Bei jeder Halse und Wende wurde das Knarren aber immer lauter. In den letzten 2 Minuten vorm Start ist mir dann auf einmal aufgefallen, dass der Bolzen vom Lümmel-Beschlag herausgebrochen war. Da wir noch nicht so viel Erfahrung hatten und wir uns unsicher waren, haben wir beschlossen abzubrechen. An Land warteten schon meine Mutter, mein Opa und meine liebe Tante auf uns und haben uns mit einem heißen Tee in Empfang genommen, denn am Samstag war es ziemlich kalt und es regnete auch viel; wir waren richtig durchgefroren.

Abends wurde bei Willem am Zelt fröhlich und ausgelassen gefeiert und auf die IDM 2020 angestoßen – ich natürlich alkoholfrei.

Am Sonntag lief es besser. Wir konnten uns mit guten Spi-Kursen und sauberen Wenden den 44. und den 41. Platz sichern. Mit 426 Punkten wurden wir 50. in der Gesamtwertung.

Für Maurice und mich war es eine wirklich sehr lehrreiche Segelveranstaltung. Wir haben uns, trotz manchmal schwierigen Bedingungen, ins Ziel gekämpft – fast sogar einmal verfahren, so schlecht war die Sicht. Es hat sehr viel Spaß gemacht und ich bin stolz auf uns, dass wir uns da durchgebissen haben, auch wenn es manchmal wirklich windtechnisch an der Grenze war und die Oberschenkel förmlich gebrannt haben.

Die 4167 ist ab sofort auch unser Boot, welches wir als Team vom Verein zur Verfügung gestellt bekommen haben. Hierfür möchten wir uns auch noch einmal ganz doll bedanken!

Wetter

Statistik

HeuteHeute260
GesternGestern1043
Diese WocheDiese Woche3136
Dieser MonatDieser Monat24925
gesamtgesamt2288559
Max. 26.09.2020 : 1708

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