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Die Geschichte des WVG 1928 e.V.

Der Wassersport-Verein-Güstrow 1928 wurde am 17.03.1928 gegründet. Der 1. Vorsitzende war der Stadtinspektor August Müller. Der Verein hat sich die Unterstützung der Interessen der Segler auf die Fahnen geschrieben. Die Bootshausanlieger, die sich dem Segelsport verschrieben haben, sollten auch unterstützt werden. Gegenüber des Vereinsgeländes wurde durch die Mitglieder des Vereins das "Klubhaus am Inselsee" erbaut. Das Klubhaus-Gelände war Stadtland. Hauptsächlich wurden Ausgleicher gesegelt.

Am 6.6.1951 wurde der Verein laut Grundbucheintrag und Regionalkartei verboten. Die angebliche Basis für dieses Verbot war der Befehl 126 SMAD vom 30.10.1945. Durch dieses Vereinsverbot wurde auch das Klubhaus enteignet.

Im Juni 1951 wurde die Betriebssportgemeinschaft (BSG) Empor-Nord Sektion Segeln neugegründet. Die Mehrzahl der neuen Mitglieder war schon Mitglied im alten WVG. Der 1. Sektionsleiter war Günter Bremer. Die Trägerbetriebe waren die Winkelhausen KG und die Kleiderwerke Güstrow. Es wurden Ausgleicher gesegelt. Hinzu kamen jetzt gaffelgetakelte geklinkerte Holzpaddelboote. Dann kamen die ersten Piraten und Küken in den Verein. Mit der Neugründung wurde gleichzeitig der Bau eines Bootshauses begonnen. Finanziert wurde dieses Bootshaus zum großen Teil mit Spenden und unentgeltlicher Arbeit. Auch heute steht das Bootshaus noch und wird wie damals als Seglerheim genutzt. Bis zum Jahre 1963 wurden vier vereinseigene Piraten angeschafft. Güstrow entwickelte sich mit fünf 12'ern und zwei Eispiraten zu einer Hochburg des Eissegelns. Mit den Piraten und den Eisseglern wurde die DDR-Spitze erreicht. Die Mitgliederzahlen stiegen von Jahr zu Jahr. Im Jahre 1960 konnte der WVG bereits 60 Mitglieder verbuchen. Wilhelm Jansen übernahm ab dem Jahr 1959 den Posten des Sektionsleiters.

Im Jahre 1963 erfolgte die Übernahme der Sektion in die BSG Lokomotive Güstrow (Trägerbetrieb Deutsche Reichsbahn). Die Mitgliederzahl betrug in diesem Jahr ca. 80. Es wurden weitere Boote angeschafft. Das waren hauptsächlich Piraten, aber auch Flying Dutchman (FD), Cadets, Optimisten und 420er. Die Jugendarbeit wurde außerhalb des Vereins in den vom Staat gestützten Trainingszentren betrieben.

1972 wurde ein dreigeschossiger Bootsschuppen neugebaut. Das geschah komplett in unentgeltlicher Arbeit. Vor dem Bootsschuppenbau wurde das Vereinsgelände umfangreich erweitert. So wurden zum Beispiel zwei neue Slipanlagen gebaut. Das Vereinsleben entwickelte sich und es wurde sehr aktiv betrieben. Außerdem bestand im Verein ein starker persönlicher Zusammenhalt. Am Ende der 70er Jahre wurden von Vereinsmitgliedern 20 Piraten gebaut. Dadurch stieg Güstrow zur Piratenhochburg der DDR auf. Die Mitgliederzahl stieg in diesen Jahren auf ca. 125. Ebenfalls in diesen Jahren wurden viele Erfolge gefeiert. So stellte der WVG die DDR-Meister in den Klassen Opti, Cadet und Pirat. Aus kostengründen wurde der Boootsbestand verändert. Gesegelt wurden jetzt nur noch Opti, Cadet, 420er, OK und Pirat. Carsten Jansen übernahm im Jahre 1983 den Posten des Sektionsleiters.

Ab 1985 wurden intensive Kontakte zur Deutschen Piratenklassen Vereinigung (DPV) und zur Internatinal Pirat Association (IPA) über Ungarn geknüpft. Diese Kontakte ermöglichten die Teilnahme an Regatten in Ost und West unter zum Teil falschen Namen. Der Höhepunkt gipfelte 1988 bei "50 Jahre Pirat". Der Bootsbestand wurde noch weiter profiliert. Jetzt wurden nur noch Opti, OK und Pirat gesegelt, wobei der Pirat nun auch wieder als Jugendboot gesegelt wurde.

Im Jahre 1989 wurde die BSG Lok in Eisenbahner-Turn-und-Sportverein (ETSV), Abteilung Segeln umgebildet. In dem jahr fielen auch die staatlichen Stützungen weg. Das traf die Segler aber nicht so hart wie andere Abteilungen, weil schon jahrelang die verbotene "schwarze Kasse" geführt wurde.

Am 2. August 1991 beschloß die Vollversammlung der Abteilung Segeln die Wiedergründung des Wassersport-Vereins-Güstrow als WVG 1928 e.V. Gleichzeitig stellte der Verein Rückforderungen des 1945 konfiszierten Eigentums. Durch die Verselbständigung des Trainingszentrums schrumpfte die Mitgliederzahl auf 53. Es fehlte nun die jugendliche Basis. Der komplette Vorstand wurde wiedergewählt und der 1. Vorsitzende war Carsten Jansen.

Am 13. Januar 1992 wurde der WVG 1928 e.V. in das Vereinsregister unter VR 201 beim Kreisgericht Güstrow eingetragen.

Mitte der 90er Jahre wurde der Bootsbestand neu organisiert. Jetzt werden Opti, Laser und Pirat gesegelt. Außerdem werden privat noch Finn, Hobie Cat und "Dickschiffe" gesegelt.

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